Biontech-Aktie: Pipeline-Analyse! Was kommt nach dem COVID-19-Impfstoff?

Pandemien verlieren im Laufe der Zeit ihren Schrecken. Dies zeigt ein Blick in die Historie, in der es bereits deutlich tödlichere Infektionskrankheiten als COVID-19 gab. Aktuell haben wir wahrscheinlich schon den Pandemiehöhepunkt überschritten, was trotz hoher Infektionszahlen an der sinkenden Todesrate ablesbar ist. Biontech (WKN: A2PSR2) hat von der erfolgreichen COVID-19-Impfstoffentwicklung stark profitiert.
Doch infolge der sinkenden Hospitalisierungsrate könnte zukünftig auch die Impfbereitschaft abnehmen. Das ist ein Grund, warum die Biontech-Aktie seit August 2021 deutlich gefallen ist. Was kommt also nach dem COVID-19-Impfstoff?
Biontech-Pipeline: Fünf Mittel in der zweiten Entwicklungsphase
Biontech hat seine Einnahmen genutzt, um sie sofort in die Entwicklung neuer Produkte zu investieren. Aus diesem Grund befinden sich bereits fünf Mittel der Pipeline in der zweiten klinischen Entwicklungsphase. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Phase drei erfolgt in der Regel eine Marktzulassung, die Biontech weitere hohe Einnahmen ermöglichen würde.
Ein Kandidat ist BNT111. In den USA hat Biontech mit ihm bereits den Fast-Track-Status erreicht, der nur verliehen wird, wenn ein Mittel in den ersten Studien gute Resultate lieferte und ein ungedeckter medizinischer Bedarf besteht. BNT111 ist ein Krebs-Immuntherapiekandidat zur Behandlung von fortgeschrittenem Melanom (Hautkrebs). Biontech entwickelt ihn auf seiner FixVac-Plattform.
BNT113 ist ein weiterer Kandidat, der auf der FixVac-Plattform basiert und bereits die zweite klinische Entwicklungsphase erreicht hat. Das Mittel soll später zur Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren Verwendung finden.
BNT122 wird auf der iNeST-Plattform erforscht und ist eine individualisierte Antigen-Krebstherapie zur Behandlung von Darmkrebs. Das Mittel befindet sich ebenfalls bereits in der zweiten klinischen Entwicklungsphase. Biontech arbeitet hier mit Genentech zusammen. Die später möglichen Gewinne teilen sich die Unternehmen zu gleichen Teilen.
In Kooperation mit Genmab (WKN: 565131) entwickelt Biontech den Kandidaten BNT311. Beide Unternehmen teilen sich die Kosten und später mögliche Gewinne zu 50 %. Bei BNT3111 handelt es sich um Immunmodulatoren der nächsten Generation und gezielte Krebsantikörper. Das Mainzer Biotechunternehmen entwickelt sie auf der Next-Gen CP Immunomodulators-Plattform.
14 Kandidaten in der ersten klinischen Entwicklungsphase
Ganze 14 weitere Mittel befinden sich in der ersten klinischen Entwicklungsphase. Darunter auch ein Influenza-mRNA-Impfstoff, der sehr wahrscheinlich später die Marktzulassung erreicht. Bei der Erforschung dieses Kandidaten arbeitet Biontech wie bei seinem COVID-19-Impfstoff mit Pfizer (WKN: 852009) zusammen.
Ebenfalls interessant ist der Kandidat BNT112, den Biontech auf der FixVac-Plattform zur Behandlung von Prostatakrebs entwickelt. Die Krebsart ist mit etwa 25 % in Deutschland die häufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern. Pro Jahr kommt es etwa zu 60.000 Neuerkrankungen und 12.000 bis 14.000 Todesfällen.
Die kleine Pipeline-Betrachtung zeigt, dass Biontech zukünftig sehr wahrscheinlich noch deutlich mehr Mittel zur Marktreife führt und die Gewinne somit weiter steigert.
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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.
