Allianz mit KGV 10 vs. Münchener Rück mit KGV 12: Diese DAX-Dividendenaktie ist jetzt attraktiver!

Achtung, aufpassen! Er droht Gefahr!
Foto: Gerd Altmann via Pixabay

Die Allianz (WKN: 840400) oder die Münchener Rück (WKN: 843002)? Vermutlich haben sich viele Einkommensinvestoren bei den DAX-Dividendenaktien diese Frage gestellt. Übrigens, ich habe sie für mich anders beantwortet. Ganz einfach, indem ich in beide Versicherer investiert habe.

Wer jedoch lieber auf die Wahl setzen möchte, dem wollen wir heute unter die Arme greifen. Sehen wir uns die Allianz-Aktie und die der Münchener Rück nach den Zahlen für das erste Halbjahr des Jahres 2023 an. Und schauen einmal, wer operativ in besserer Verfassung scheint.

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Die Münchener Rück: Auf dem Weg zu 4 Mrd. Euro

Der erste DAX-Versicherer, den wir für heute auf den Prüfstand stellen, ist die Münchener Rück. Ziemlich schnell sehen wir, dass das erste Halbjahr des Jahres 2023 mit einem Konzernergebnis in Höhe von 2,4 Mrd. Euro abgeschlossen worden ist. Damit ist der Konzern auf einem guten Weg, um das Gesamtjahresziel von 4 Mrd. Euro zu erreichen.

Wir sollten uns nicht vom Jahresvergleich abschrecken lassen. Für das erste Halbjahr des Jahres 2022 standen noch 3,0 Mrd. Euro als Konzernergebnis in den Büchern. Was zählt, ist das Gesamtjahresziel. 4 Mrd. Euro wären im Vergleich zum Vorjahreswert mit 3,3 Mrd. Euro ein Wachstum um ca. 21 %.

Hervorhebenswert ist, dass wir im Bereich des Asset-Managements ein operatives Ergebnis in Höhe von 2,2 Mrd. Euro, nach ca. einer halben Milliarde Euro im Vorjahr sehen. Die Renditen steigen bei der Münchener Rück daher in diesem Bereich. Aber auch die Prämien-Einnahmen verbessern sich aufgrund eines engeren Marktes sukzessiv.

Insgesamt sehen wir bei der Münchener Rück außerdem, dass gute Renditen auf das investierte Kapital erzielt werden. Sowohl bei ERGO, als auch der Rückversicherung liegt das RoI zwischen 16,8 % und 17,3 %. Oder anders gesagt: Der DAX-Rückversicherer schafft es, mit dem eingesetzten Kapital Renditen zu erzielen, die oberhalb der Inflation liegen. Eine Solvency-II-Quote von 273 % verdeutlicht außerdem die bilanzielle Stabilität. Derzeit läge die Bewertung beim Erreichen der eigenen Jahresziele bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 12. Die Dividendenrendite läge mindestens bei 3,3%.

Allianz-Aktie: Die günstigere Alternative?

Neben der Münchener Rück hat auch die Allianz-Aktie ein absolut gutes Quartalszahlenwerk präsentiert. Der Direktversicherer schloss das erste Halbjahr mit 4,8 % mehr Umsatz und einem Wert von 85,6 Mrd. Euro ab. Ein operatives Ergebnis von 7,5 Mrd. Euro liegt rund 14,9 % über dem Vorjahreswert. Damit ist der DAX-Versicherer auf einem soliden Wachstumswert.

Wir sehen das auch anhand der weiteren Ergebnisse. Insbesondere der Periodenüberschuss ist mit 4,69 Mrd. Euro um 73,7 % höher ausgefallen. Allerdings ist hier ein Sondereffekt wegen der Structured-Alpha-Affäre im Vorjahr enthalten. Trotzdem liegt das Ergebnis je Aktie im ersten Halbjahr des Jahres 2023 bereits bei 11,40 Euro, womit der Versicherer bereits die Dividende aus diesem Jahr verdient hätte.

Bei der Allianz-Aktie kommt der größte Teil des Ergebnisses aus dem operativen Geschäft. Im Bereich Schaden-Unfall sehen wir mit 3,3 Mrd. Euro operatives Ergebnis den besten Wert, gefolgt von Lebens- und Krankenversicherungen mit 1,7 Mrd. Euro. Im Segment Asset Management hat es ein operatives Ergebnis von 1,6 Mrd. Euro gegeben. Möglicherweise gibt es hier durch steigende Zinsen und neuere Investitionen zu besseren Konditionen noch Aufholpotenzial.

Die Solvency-II-Quote der Allianz-Aktie liegt derzeit jedenfalls bei 208 %. Insgesamt rechnet das Management weiterhin mit einem Jahresziel von 14,2 Mrd. Euro beim Jahresergebnis. Plus/Minus der üblichen Schwankungs-Milliarde. Auf Basis dieser Werte könnte das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Allianz für das Jahr 2023 bei ca. 10 liegen. Die Dividendenrendite beläuft sich auf einen Wert von knapp über 5 %.

Sicherer vs. aussichtsreicher

Um das Fazit vorweg zu nehmen: Die Allianz-Aktie sieht derzeit für mich so aus, als sei sie preiswerter. Das bedeutet womöglich ein größeres Aufholpotenzial. Insbesondere, wenn der Direktversicherer das Jahr 2023 nach Plan beendet und weiteres Wachstum in Aussicht stellt, spricht Vieles für deutlich höhere Kurse. Es steckt mehr Value in der Aktie bei einem gleichsam hohen Wachstumspotenzial. Steigende Zinsen können auch hier ein Schlüssel sein.

Das bedeutet aber nicht, dass die Aktie der Münchener Rück weniger attraktiv ist. Der Bewertungaufschlag könnte auch aufgrund der höheren Solvency-II-Quote gerechtfertigt sein. Oder weil das Management hier seit dem Jahre 1969 eine stets mindestens konstante Dividende an die Investoren auszahlt. Möglicherweise ist der Markt der Rückversicherungen derzeit auch fragmentierter und kleiner, was die mittel- bis langfristigen Aussichten verbessern könnte.

Mein finales Fazit lautet daher: Beide Aktien sind derzeit nicht unattraktiv, sondern tendenziell eher günstig. Müsste ich mich jetzt in diesem Moment entscheiden, so fiele meine Wahl aufgrund des klar günstigeren Value-Profils jedoch in Richtung der Allianz.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz und der Münchener Rück. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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