Aktienrente: 3 Top-Dividendenaktien, um diese selbst aufzubauen

Eine Person hält eine Vielzahl von Goldmünzen in ihren Händen
Foto: RODNAE Productions via Pexels

Mit der geplanten staatlichen Aktienrente in Deutschland geht es nur langsam voran. Voraussichtlich ab nächstem Jahr soll ein zweistelliger Milliardenbetrag jährlich in Aktien investiert werden, um das gebeutelte umlagefinanzierte Rentensystem perspektivisch zu entlasten. Doch in Anbetracht des demografischen Wandels und schon heute immenser Bundeszuschüsse dürfte das kaum ausreichen. Wer im Alter nicht zurückstecken möchte, ist daher gut beraten sich seine eigene Aktienrente aufzubauen. Zum Beispiel mit diesen drei Top-Dividendenaktien.

Dividendenkönig Procter & Gamble für eine verlässliche Aktienrente

Der erste heiße Kandidat ist der grundsolide Konsumgütergigant Procter & Gamble (WKN: 852062). Das US-Unternehmen ist für Marken wie Oral-B, Head & Shoulders, Braun, Pampers und Swiffer bekannt und steigert seine Umsätze, Gewinne und Dividenden langsam, aber stetig.

Im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 stieg der organische Umsatz um 7 %, das Ergebnis je Aktie um 2 %. Die Dividende wurde in diesem Jahr um 3 % erhöht und steigt somit seit 67 Jahren jedes Jahr.

Ich erwarte eine Fortsetzung dieser Historie. Denn das Geschäft ist kaum von der Konjunktur abhängig, die starken Marken verleihen dem Unternehmen aus Cincinnati eine gewisse Preissetzungsmacht. Die Dividendenrendite von derzeit 2,4 % sollte über die Zeit also ansteigen – genau wie der Kurs, der sich auf Sicht der letzten zehn Jahre immerhin verdoppelt hat. Das heutige KGV von 27 empfinde ich jedoch etwas hoch (Stand aller Angaben: 12.08.2023).

Fresenius arbeitet am Turnaround

Der Gesundheitskonzerns Fresenius (WKN: 578560) ist deutlich günstiger bewertet. Das KGV liegt bei 10. Allerdings befindet sich das Unternehmen aus Bad Homburg in weniger ruhigem Fahrwasser. Der seit einem knappen Jahr amtierende neue CEO versucht den in den letzten Jahren schwächelnden, schuldenbeladenen Konzern wieder auf die Erfolgsspur zu führen.

Dabei sind erste kleine Erfolge erkennbar. Im letzten Quartal stieg der Umsatz der beiden operativ geführten Bereiche Helios (Betrieb von Krankenhäusern) und Kabi (Verkauf von Infusionslösungen, klinischer Ernährung und Biosimilars) um 9 %. Das EBIT war 5 % höher als im Vorjahr.

Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen dürfte die Schuldenlast in Höhe des 3,8-fachen EBITDA sinken. Verkäufe von nicht operativ geführten Unternehmensteilen könnten zusätzliche Entlastung bringen und somit wieder Spielraum für Dividendenerhöhungen einräumen. Die Dividende (aktuelle Dividendenrendite: 3,1 %) wurde im aktuellen Jahr erstmals konstant gehalten, nachdem diese über 25 Jahre stetig erhöht wurde.

Hohe Dividendensteigerungen mit Texas Instruments

Texas Instruments (WKN: 852654) ist im Bereich der analogen Halbleiter weltweit führend. Diese vergleichsweise simplen elektronischen Komponenten bilden die Basis für Technologien wie 5G, autonomes Fahren und Energiespeicher.

Mit der zunehmenden Digitalisierung unserer Welt steigen somit auch die Umsätze, Gewinne und Dividenden des US-Konzerns. Seit dem Jahr 2004 wird die Dividende (aktuelle Dividendenrendite: 3,0 %) in jedem Jahr erhöht – mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 25 %.

Die letzte Dividendenerhöhung fiel mit 8 % jedoch geringer aus. Die Umsätze und Gewinne fielen im letzten Quartal sogar deutlich, da die Nachfrage nach Computern, Autos und Handys derzeit schwächelt. Langfristig sollte sich dies jedoch wieder umkehren. Entsprechend gut geeignet scheint mir die Aktie für den Aufbau einer eigenen Aktienrente. Auch die Bewertung mit einem KGV von 18 finde ich attraktiv.

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Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Fresenius, Procter & Gamble und Texas Instruments. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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