Allianz vs. BASF: 3 Gründe, warum ich auf die DAX-Aktie mit weniger Dividende setze

Diverse Euro- und Cent-Münzen in Nahaufnahme
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Die Allianz-Aktie (WKN: 840400) und die BASF-Aktie (WKN: BASF11) sind zwei DAX-Aktien, die dem High-Yield-Bereich zugeordnet werden können. Der Versicherer besitzt derzeit über 5 % Dividendenrendite. Wohingegen der Chemiekonzern sogar auf mehr als 7 % Dividendenrendite kommt.

Ich besitze zwar beide DAX-Aktien. Wollte ich mich heute jedoch für die Allianz oder BASF entscheiden, so fiele meine Wahl auf den Versicherer mit weniger Dividende. Ich glaube, dass es mindestens drei gute Gründe gibt, die meine Sicht der Dinge widerspiegeln.

Allianz vs. BASF: Operativ in besserer Form

Der erste Grund, warum ich die Allianz gegenüber BASF bevorzugen würde, hängt mit den operativen Perspektiven zusammen. Um es kurz zu fassen: Der Chemiekonzern besitzt seit Jahren ein Zahlenwerk mit Licht und Schatten. Im zweiten Quartal hat es zuletzt ein EBIT gegeben, das um 57 % unter dem Vorjahreswert gelegen hat. Auch der Umsatz entwickelte sich um 25 % rückläufig auf 17,3 Mrd. Euro im Q2. Zwar dürfte das Ergebnis je Aktie im Jahr 2023 voraussichtlich ausreichend sein, um die Dividende zu bezahlen. Trotzdem: Stark sieht anders aus.

Bei der Allianz läuft es hingegen deutlich besser. Im zweiten Quartal konnte der Versicherer das Geschäftsvolumen um 5,9 % im Jahresvergleich auf 39,6 Mrd. Euro steigern. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 7,1 % auf 3,78 Mrd. Euro und das bereinigte Ergebnis je Aktie legte sogar um mehr als 25 % auf 5,97 Euro zu. Alles in allem: Ein klar besseres Quartalszahlenwerk.

Keine Frage: Die Allianz besaß auch in den letzten Jahren ihre Schwierigkeiten. COVID-19 und die Structured Alpha Affäre sind Belastungsfaktoren gewesen. Trotzdem gab es, anders als bei BASF, kein Jahr, das mit einem Verlust beendet worden ist. Während die Chemiebranche weiterhin unsicheren Zeiten entgegensieht, können die Versicherer von steigenden Zinsen profitieren. Das zeigt mir: Das Gesamtkonstrukt ist beim DAX-Versicherer einfach attraktiver.

Klarere Perspektive für Dividendenwachstum

Die Allianz besitzt im Vergleich zur BASF-Aktie auch die klarere Perspektive für mehr Dividendenwachstum. Für High-Yield-Aktien ist das ebenfalls ein wichtiges Merkmal. Beständigkeit und moderate Zuwächse sollten den Pfad für eine starke Gesamtrendite ebnen.

Wenn wir uns die Allianz-Aktie ansehen, so erkennen wir: Das Management plant bis 2024 mit einem Dividendenwachstum im mindestens mittleren, einstelligen Prozentbereich. Getragen wird das derzeit vom operativen Wachstum, was im Gesamtmix überaus attraktiv erscheint. Die Dividendenrendite könnte im kommenden Jahr bereits auf 5,4 % klettern, im Jahr darauf auf bis zu 5,7 %, was zeigt: Mittel- bis langfristig könnten die stärkeren Zuwächse zu bedeutend höheren Dividendenrenditen führen, wobei das Ausschüttungsverhältnis mit einem Wert von voraussichtlich um 50 % moderat erscheint.

Bei BASF sehe ich nicht die klare Dividendenwachstumsperspektive. In den letzten vier Jahren hat es lediglich einmal die Erhöhung von 3,30 Euro auf 3,40 Euro gegeben. Auch in den Jahren davor ist die Dividende je Aktie in vielen Jahren lediglich um 0,10 Euro gewachsen. Das entsprach auch damals eher einem moderaten Zuwachs. Die derzeitigen, operativen Rückschritte machen stärkeres Dividendenwachstum unwahrscheinlich. Für mich ist das jedenfalls der zweite Grund, warum ich mich gerne für den Anfang mit weniger Dividende zufrieden gebe.

Allianz vs. BASF: Beide moderat bewertet

Zu guter Letzt sehe ich die Allianz und BASF beide günstig bis moderat bewertet. Der DAX-Versicherer besitzt nicht nur mehr als 5 % Dividendenrendite. Auch das Kurs-Buchwert-Verhältnis erscheint mir mit einem Wert von 1,6 nicht zu teuer. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt derzeit bei einem Wert von voraussichtlich ca. 10 für das Jahr 2023. Nicht zu teuer, wenn du mich fragst.

Bei BASF könnte die Bewertung noch günstiger sein. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt deutlich unter 1. Auch das Kurs-Buchwert-Verhältnis nähert sich dem Wert von 1,0, was auf eine Unterbewertung schließen lassen könnte. In operativer Top-Form könnte das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei gerade einmal 7 liegen. Wobei die operative Top-Form mittlerweile einige Jahre zurück liegt, in denen die Multiplikatoren deutlich höher gewesen sind.

Letztlich sind sowohl die Aktien der Allianz, als auch von BASF moderat bewertet. Aufgrund der besseren operativen Perspektive und dem eindeutigeren Pfad hin zum Dividendenwachstum bevorzuge ich aber ganz klar den DAX-Versicherer.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz und von BASF. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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