ETF: Weniger Risiko, weniger Nervenkitzel

Eine Person hält eine Lupe über ein mit Münzen geschaffenes Abbild der Weltkarte
Foto: Monstrera via Pexels

In einen ETF zu investieren ist clever. Für den Vermögensaufbau ist es eine der am einfachsten und mit Blick auf das Chance-Risiko-Verhältnis am meisten ausgeglichenen Möglichkeiten am Aktienmarkt. Wichtig ist, dass man als Investor idealerweise einen guten marktbreiten Indexfonds wie den S&P 500 oder den MSCI World wählt. Sowie auch, dass man möglichst über viele Jahre investiert.

Dann passiert eigentlich relativ wenig. Es mag zwar auf und ab am Aktienmarkt gehen. Eine wissenschaftliche Betrachtung des Aktienmarktes zeigt jedoch, dass die Chance auf eine positive Rendite steigt, je länger man investiert. In der Vergangenheit hat es ab einer Haltedauer ab 20 Jahren fast schon Gewissheit gegeben. Das ist definitiv ein Pro-Argument für einen ETF.

Das Risiko bei einem ETF ist daher geringer. Aber auch der Nervenkitzel. Beides ist positiv? Mag sein. Je nachdem, was man denn als Investor sucht.

Risiko und Nervenkitzel bei einem ETF

Um es klar zu sagen: Mit einem ETF kann man sowohl Risiko, als auch Nervenkitzel etwas umgehen. Der Ansatz basiert auf der Entscheidung, in die Breite zu investieren. Zumindest mit einem marktbreiten Indexfonds. Dadurch investiert man in viele Aktien von Unternehmen, anstatt in einzelne. Selbst wenn es in einem Index mal zu einem Totalausfall kommen sollte: Im marktbreiten Index geht diese Performance in der Regel unter. Man merkt das nicht einmal besonders.

Der Nervenkitzel wird ebenfalls reduziert. Zwar nicht in Gänze. Der breite Markt kann ebenfalls stark in wenigen Tagen steigen. Oder auch fallen. Aber in Summe performt der Index ausgeglichener, als einzelne Aktien. Der Querschnitt glättet eben auch hier die Performance. Wobei es eben auch aufregend sein kann, die Volatilität eines Index über Tage, Wochen, Monate und Jahre hinweg zu beobachten. Aber es gibt sich in der Regel etwas.

Insbesondere, wenn man bei einem ETF automatisiert investiert. Mithilfe von kostengünstigen bis kostenlosen Sparplänen können wir als Investoren auf den Autopiloten setzen. Den Index, einen passenden ETF und die Sparplanintervalle ausgewählt: Und schon geht der automatisierte Vermögensaufbau los. Als Anleger braucht man nicht einmal auf die Volatilität achten. Wenn man möchte, kann man direkt in den Stand-By-Modus übergehen. Allerdings sollte man dann definitiv auch nicht ins Depot schauen, wenn die Börsenmedien in Zeiten höherer Volatilität, einer Korrektur oder eines Crashs den Teufel an die Wand malen.

Viele Vorteile, aber hörst du da das Aber…?!

So vorteilhaft all das auch sein mag (und es ist es wirklich!): Für mich gibt es ein „Aber“. Das Risiko zu minimieren ist unzweifelhaft einer der größeren Vorteile. Für mich als Investor und Stock-Picker ist ein Teil des Nervenkitzels jedoch etwas, das mich motiviert. Ich möchte Aktien wie Meta Platforms identifizieren, die in diesem Jahr um mehr als 150 % gestiegen sind. Oder auch gute Unternehmen wie Mercadolibre mit intakten Megatrend-Märkten und einer Performance von mehr als 400 % seit meiner ersten Investition. Dazu gehört auch, dass die Investitionsthesen bei Aktien wie Teladoc Health die Investitionsthese kollabiert und zu höheren Verlusten führt. Allerdings kann ich auch aus solchen Dingen etwas lernen.

Ein ETF ist ein gutes Vehikel, keine Frage. Einige benötigen weder Nervenkitzel, noch Risiko. Der Vermögensaufbau sollte auch nicht zu emotional beladen sein. Aber Erfolg und Misserfolg können motivieren, wir können hieran wachsen und etwas über uns, unsere Fehler, die Wirtschaft und den Aktienmarkt lernen. Das ist für mich jedenfalls ein weiterer Vorteil, wenn es um das Stock-Picking geht. Aber ich verstehe auch jeden, der sagt: Das brauche ich nicht. Ich nutze meine Zeit lieber anderweitig und investiere passiv in einen ETF.

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Vincent besitzt Aktien von Mercadolibre, Meta Platforms und Teladoc Health. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Mercadolibre, Meta Platforms und Teladoc Health.



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