Die besten deutschen Blue-Chip-Aktien für das nächste Jahrzehnt!

Die deutsche Fahne vor dem Schriftzug "Dem Deutschen Volke" am Reichstagsgebäude
Foto: Ingo Joseph via Pexels

An der Börse zählt die Rendite, das weiß jedes Kind. Dabei stellt sich oft die Frage, welche Aktien in den nächsten zehn Jahren zu den Gewinnern gehören könnten. 

Aus meiner Sicht stechen für den deutschen Kapitalmarkt vor allem zwei deutsche Blue-Chips hervor: SAP (WKN: 716460) und die Deutsche Börse (WKN: 581005). Gehen wir im Folgenden näher auf meine Überlegungen ein.

SAP – Profiteur der Digitalisierung

SAP hat sich als ein Vorreiter der Digitalisierung einen festen Platz in der Unternehmenswelt erobert. Das Unternehmen ist bekannt für seine innovativen Softwarelösungen, mit denen Unternehmen ihre Prozesse effizienter gestalten können. ERP-Software ist ein Markt, den die Walldorfer früh besetzt haben und seit Jahren dominieren. Selbst die großen amerikanischen Technologiegiganten konnten die Deutschen nicht bezwingen.

Der Megatrend Digitalisierung dürfte dabei anhalten und SAP könnte gut positioniert sein, um davon zu profitieren. Vor allem die Cloud gilt als konkreter Wachstumstreiber für SAP. Hier haben die Schwaben zuletzt gute Arbeit geleistet und den Transformationsprozess weg vom klassischen Lizenzsoftwaremodell und hin zur Mietsoftware SaaS – wenn auch spät – erfolgreich eingeleitet.

Die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft dürfte letztlich auch dazu führen, dass Unternehmen verstärkt auf Cloud-Lösungen setzen, um flexibler und kosteneffizienter agieren zu können. Beides ist wichtig, um in dynamischen Umfeldern Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz zu erzielen. Für SAP könnte sich hier ein großes Potenzial für weiteres Wachstum ergeben.

Darüber hinaus könnten neue Geschäftsfelder erschlossen werden, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz. Nicht zu vergessen ist, dass sich viele Softwareaktien in den letzten Jahren als Renditebringer erwiesen haben – dank cashflowstarker Geschäftsmodelle.

Auch bei SAP sprudeln die Gewinne. So lag der Free Cashflow in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 bei 3,4 Mrd. Euro, was einem Plus von 29 % im Vergleich zum Vorjahreswert entspricht.

Deutsche Börse – Starker Partner in einem wachsenden Finanzmarkt

Die Deutsche Börse ist ein weiterer aussichtsreicher Wert unter den deutschen Blue Chips. Mit ihrer Monopolstellung im Handel von Wertpapieren sichert sie ihr Geschäftsmodell ab. Der tief verwurzelte Burggraben schützt das Unternehmen dabei vor potenziellen Wettbewerbern. Dank ihm werden überdurchschnittlich hohe Gewinne erzielt: die operative Marge lag in den ersten neun Monaten 2023 bei 43%! 

Die jüngste Übernahme von SimCorp verdeutlicht einmal mehr die Wachstumsambitionen der Deutschen Börse. Der Fokus verschiebt sich zunehmend in Richtung Software und Services, was auf eine gezielte Diversifikation in margenstärkere Bereiche hindeutet. Diese sind zudem weniger zyklisch und insbesondere für langfristig orientierte Investoren attraktiv. Aber auch der Ausbau von Plattformen für neue Anlageklassen wie Kryptowährungen steht im Fokus, womit das Thema Digitalisierung weiter in den Fokus rückt.

Generell dürften die Frankfurter dabei von einem starken Wachstum der Finanzmärkte profitieren. Hier hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass die Finanzmärkte deutlich schneller wachsen als die Realwirtschaft. Diesen Trend sehe ich fortschreiten.

Besonders gut läuft das Geschäft bei hoher Volatilität. Betrachtet man die Krisen der letzten zehn Jahre, so scheinen schwarze Schwäne nicht weniger häufig aufzutreten. Dieser Trend könnte sich auch in Zukunft fortsetzen und der Deutschen Börse zumindest in einem gewissen Maße Rückenwind geben. Viel wichtiger dürfte aber sein, dass das eigene Ökosystem wächst.

Fazit

Insgesamt zeigen SAP und die Deutsche Börse, dass die beiden deutschen Blue Chips auch in den kommenden Jahren vielversprechende Renditen bieten könnten. Während SAP von der Digitalisierung und dem Trend zur Cloud profitiert, sichert die Deutsche Börse ihre Position im Finanzmarkt und sucht aktiv nach neuen Wachstumsperspektiven. Letzteres gilt im Übrigen auch für SAP. Beides stimmt mich aber optimistisch, dass auch am Ende des Jahrzehnts die Chance auf eine solide Outperformance bestehen könnte.

Der Bärenmarkt-Überlebensguide: Wie du mit einer Marktkorrektur umgehst!

Ein erneutes Aufflammen von Corona in China, Krieg innerhalb Europas und eine schwächelnde Industrie in Deutschland in Zeiten hoher Inflation und steigender Zinsen. Das sind ziemlich viele Risiken, die deinem Depot nicht guttun.

Hier sind vier Schritte, die man unserer Meinung nach immer vor Augen haben sollte, wenn der Aktienmarkt einen Rücksetzer erlebt.

Klick hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.

Frank Seehawer besitzt Aktien der Deutschen Börse und SAP. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von SAP.



Das könnte dich auch interessieren ...