Visa-Aktie: Plus 1.861 % seit 2010 – und kein Ende in Sicht

Bei Visa (WKN: A0NC7B) setzen wir auf den führenden Kreditkarten-Anbieter. Das Management adressiert – im Gegensatz zu manchem Wettbewerber – bewusst das Massengeschäft und profitiert pro ausgegebener Karte von einem wachsenden Zahlungsvolumen. Das Kreditrisiko trägt hingegen die ausgegebene Bank. Im Endeffekt profitiert die Visa-Aktie vor allem von der starken und bekannten Marke und profitiert von einem gut wachsenden Gesamtmarkt.
Die aktuellen Quartalszahlen der Visa-Aktie
Das zeigt sich erneut in den Zahlen für das dritte Quartal des abweichend verlaufenden Fiskaljahres 2025. Visa konnte den Umsatz um 14 % auf 10,2 Mrd. US-Dollar steigern. Im Vergleich zu den Vorquartalen handelt es sich hierbei sogar um ein leicht überproportionales Wachstum. Das Nettoergebnis legte nominell um 8 % auf 5,3 Mrd. US-Dollar zu. Aktienrückkäufe führten dazu, dass das Ergebnis je Aktie um 12 % auf 2,69 US-Dollar gewachsen ist. Ein guter Zuwachs in einer aus Sicht der Konsumenten nicht ganz einfachen Zeit.
Aber woher kommt das Wachstum von Visa? Sehen wir uns auch das etwas näher an. Visa konnte bei allen relevanten Kennzahlen bezogen auf Transaktionen und Zahlungsvolumen zulegen. Das Payment Volume wuchs um beachtliche 8 % im Jahresvergleich. Für den Kreditkartenanbieter sind insbesondere die sogenannten Cross-Border-Umsätze (also über Staatsgrenzen hinweg) ein Wachstumsmarkt. Hier stieg das Volumen um 12 % im Jahresvergleich. Aber auch die Menge an abgewickelten Zahlungen entwickelte sich mit einem Zuwachs von 10 % ordentlich. Seit Quartalen und Jahren beobachten wir bei Visa ein hohes einstelliges bis gerade zweistelliges Wachstum.
Das Management hat zuletzt für 6 Mrd. US-Dollar Visa-Aktien gekauft und eingezogen. Aktienrückkäufe sind ein großer Werttreiber. Seit dem Jahre 2018 hat sich dadurch die Anzahl ausstehender Aktien um ca. 10 % reduziert. Visa finanziert seine Aktienrückkäufe dabei aus dem operativen Geschäft. Im ersten Halbjahr kaufte das Management nämlich für ca. 13 Mrd. US-Dollar eigene Aktien. Bei einem operativen Cashflow von 16 Mrd. US-Dollar führten selbst die „bilanzierten“ Rückkäufe zu einem Wachstum der liquiden Mittel um ca. 5 Mrd. US-Dollar auf 24,4 Mrd. US-Dollar.
Wie wir die Visa-Aktie langfristig sehen
Alles in allem sehen wir in Visa daher weiterhin das reife, etablierte Geschäft mit einer starken Marke, das sich als Cash-Cow etabliert hat. Das Management möchte zukünftig stärker neue Technologien einbinden. Man setze beispielsweise auf die Blockchain-Technologie und die Tokenisierung, um erste Versuche für ein neues Kapitel des digitalen Zahlungsmarktes zu lancieren. Zudem probiere man KI-Integration aus. Mit 30 Partnern teste man so beispielsweise den AgenTik, der per KI das Einkaufserlebnis optimieren soll.
Wir glauben: Visa bleibt eine starke Marke im Wachstumsmarkt digitaler Zahlungsinfrastruktur. Mit den dezenten Ansätzen und dem Testen von Neuem fühlen wir uns wohl, weshalb wir an unserem bullishen Blick auf die Visa-Aktie festhalten. Seit dem Jahr 2010 hat die Visa-Aktie um über 1.800 Prozent zugelegt und damit gezeigt, wie mächtig ein Geschäftsmodell mit starker Marktposition, hohen Margen und guten Reinvestitionsmöglichkeiten ist.
Die Chancen und Risiken
Visa besitzt die große Chance, weiterhin den Markt der Kreditkarten anzuführen. Das überaus profitable Geschäftsmodell wächst mit jeder ausgegebenen Kreditkarte selbst. Wobei das Geschäftsmodell mit der „bloßen“ Vergabe der Karten und der entsprechenden Lizenzierung überaus profitabel ist. Visa ist einer der zwei großen Akteure in diesem Markt (neben Mastercard) und verdient zugleich auch transaktionsabhängig. Mit dem Megatrend hin zu mehr digitalen Zahlungen besteht ein attraktiver Wachstumsmarkt. Selbst die Inflation sorgt dafür, dass das Zahlungsvolumen steigt und Visa konsequent weiter wächst. Das ist die Art von Qualität, die auch eine höhere Aktienbewertung rechtfertigt.
Was ist das größte Risiko? Neben Visa ist Mastercard ein ebenfalls starker Namen in dem Segment, Konkurrenten wie American Express sind stets in Lauerstellung. Aber die größte Gefahr stellen neue, innovative Fintechs dar. Ein neues Produkt, das besser ist und mehr Möglichkeiten bietet, ist für uns das größte Risiko. Nicht in dem Sinne, dass Kreditkarten obsolet werden, sondern sich die Gesamtheit der Zahlungen auf viele verschiedene Zahlungsarten verteilen könnten. Visa behauptet sich aber bislang sehr gut in dem Markt. Daneben haben wir auf kartellrechtliche Verfahren ein Auge.
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