23 Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung: Warum die Pinterest-Aktie sträflich unterbewertet sein könnte

Auf einem Holztisch ist mit Scrabble-Buchstaben Pinterest buchstabiert
Foto: Pixabay via Pexels

Bei der Pinterest-Aktie (WKN: A2PGMG) setzen wir auf eines der spannendsten Social-Media-Experimente. Es geht um Kreativität, Inspiration und Feelgood. Für Pinterest hingegen um die konsequente Vermarktung von Ideen. Beispielsweise über Werbung. Aber neuerdings auch über direkte Anzeigen, die auf den E-Commerce und damit den Verkauf verlinken. Wir glauben: Dieses Konzept hat weiterhin das Potenzial, sehr groß zu werden.

Genau das zeigt Pinterest eigentlich auch mit den Zahlen für das zweite Quartal. Umsatz, Volumen und Ökosystem sind wieder einmal gewachsen. Das US-Unternehmen macht auch gute Fortschritte bei der Monetarisierung seiner Nutzer. Sehen wir uns das ein wenig näher im Detail an.

Die Quartalszahlen der Pinterest-Aktie

Pinterest lieferte allein ein Umsatzwachstum von 17% auf 998 Mio. US-Dollar. Wir gehen heute mal nicht im Detail darauf ein, dass der Großteil des Umsatzes mit ca. 750 Mio. US-Dollar weiterhin in den USA gemacht wird. Sondern auf die guten Fortschritte in Europa: Hier konnte Pinterest den Umsatzanteil mittlerweile auf 191 Mio. US-Dollar steigern, ein Wachstum von 34 % im Jahresvergleich.

Damit baut Pinterest mittlerweile in Europa einen ebenfalls starken Markt auf. Der durchschnittliche Umsatz je Nutzer lag bei 1,30 US-Dollar, was einem Wachstum von 26 % im Jahresvergleich entsprochen hat. Wir denken, dass Pinterest auf einem guten Weg ist, in Europa ein zweites, umsatzstarkes Standbein aufzubauen. Zumal hier mit 146 Mio. Nutzern eine größere Monetarisierungsbasis als in den USA mit 101 Mio. monatlich aktiven Nutzern entsteht. Eine klar positive Ausgangslage.

Warum die Pinterest-Aktie trotz der guten News fiel

Der Grund, warum die Pinterest-Aktie korrigiert hat, liegt am Nettoergebnis von lediglich 36,7 Mio. US-Dollar. Das zweite Quartal ist für gewöhnlich saisonal etwas schwächer. Doch auch hier ist die Tendenz klar positiv: Denn Pinterest ist seit zwei Jahren in diesem Zeitraum inzwischen profitabel. Zumal der Cashflow bedeutend besser ist. Mit einem operativen Cashflow von 207 Mio. US-Dollar schafft es das Unternehmen mittlerweile, jeden fünften US-Dollar als effektiven Mittelzufluss zu verbuchen. Der freie Cashflow ist mit 196 Mio. US-Dollar lediglich marginal schlechter.


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Insofern: Alles gut bei Pinterest, jetzt gilt es, sich auf die Fortführung der Wachstumsinitiativen zu konzentrieren. Pinterest rechnet für das dritte Quartal mit einem Umsatz von 1,03 bis 1,05 Mrd. US-Dollar. Das bedeutet ebenfalls weiteres Wachstum.

Mit 578 Mio. Nutzern ist das Ökosystem außerdem in der Mitte von sehr groß und dominant, aber noch mit vielen Wachstumsmöglichkeiten. Das Management verweist in der Kommentierung und dem anschließenden Earnings Call darauf hin, dass rund die Hälfte der Nutzer der Gen Z angehörten. Das heißt: Pinterest ist auch bei der Jugend sehr beliebt. Wenn diese Generation mehr Geld verdient, kann das ein langfristiger Wachstumsmotor sein. Potenzial sieht das Management in der konsequent besseren Vermarktung der internationalen Nutzer. Mit 329 Mio. internationalen Anwendern, die lediglich 0,19 US-Dollar je Quartal (+44 % im Jahresvergleich) beisteuern, sehen wir aber auch hier eine gute Ausgangslage.

Die Zukunft für Pinterest

Das Management verweist trotzdem auch auf Risiken. Neben Währungsrisiken sieht CEO Bill Ready insbesondere Konkurrenz im digitalen Anzeigenbereich. Zudem kann KI negative Auswirkungen auf das Geschäft haben, wenn sich mehr Anfragen auf KI-Plattformen beziehen. Aber auch Pinterest arbeitet mit Künstlicher Intelligenz, um das Nutzererlebnis zu verbessern. Wir denken: Die Chancen sind hier größer als die Risiken.

Als größte Chance sehen wir den deutlichen Fokus des Pinterest-Netzwerks auf die Kreativität. Bastelideen, Selfmade-Lösungen oder auch Inspiration im Allgemeinen stehen im Vordergrund. Das führt zu etwas Besonderem und Einzigartigem: einem Feelgood-Vibe, wenn man mit neuen Ideen und Tatendrang die Plattform wieder verlässt, um etwas auszuprobieren. Etwas, das im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken und den Statusdrang einzigartig ist.

Pinterest besitzt daher die Chance, ein wachstumsstarkes und positives soziales Kreativnetzwerk zu werden, das sich konsequent besser monetarisiert. Mit der Verknüpfung zum E-Commerce und passenden Angeboten für die kreativen Ideen scheint eine hervorragende Monetarisierungsmöglichkeit gegeben. Gemessen an den jetzigen Bewertungen könnte die Investitionsthese bei der Pinterest-Aktie noch in den Kinderschuhen stecken.

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