AutoStore-Aktie: Erwartungen pulverisiert! Das sind jetzt die wichtigsten Kurstreiber
Mit 27 Mio. Euro hatten Analysten beim normalisierten operativen Q2-Gewinn des innovativen Lagerautomatisierers AutoStore (WKN: A3C5A3) gerechnet. Herausgekommen ist mit 53,7 Mio. Euro das Doppelte! Kein Wunder also, dass die AutoStore-Aktie einen Freudensprung gemacht hat. Aber was genau steckt dahinter?
Die Autostore-Zahlen im Detail
Zwar ist der Umsatz wie erwartet geschrumpft im Vorjahresvergleich. Aber mit einem Minus von 13 % deutlich weniger als erwartet, wozu vor allem die Region Europa (ohne Norwegen und Deutschland) beigetragen hat. Auf sie entfiel mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes.
Und die bereinigte Bruttomarge konnte sogar auf starke 75,2 % gesteigert werden. Was die bereinigte EBITDA-Marge angeht, war eine kleine Verschlechterung zu beobachten im Vorjahresvergleich, aber gegenüber dem Vorquartal eine massive Verbesserung.
Besonders wichtig: Der Auftragseingang liegt wieder über dem Umsatzwert, sodass AutoStore wieder wachsen kann. Damit liegt der gesamte Auftragsbestand zur Jahresmitte bei 529 Mio. US-Dollar.
Belastungen aus dem ersten Halbjahr, wie etwa die Ausgleichszahlungen an den Mitbewerber Ocado oder Abschreibungen auf die ältere Robotergeneration fallen künftig weg, weshalb CEO Mats Hovland Vikse Grund hat, optimistisch in die Zukunft zu blicken.
AutoStore-Aktie: Die operative Entwicklung
Man habe die Zeit der zögerlichen Kunden dazu genutzt, den Mehrwert der AutoStore-Lösungen zu steigern, die Strategie weiterzuentwickeln, die Kostenbasis um 10 Mio. US-Dollar zu senken, und sich auf besonders aussichtsreiche Chancen zu konzentrieren. Über 100 Firmen seien seit dem Kapitalmarkttag von letztem September hinzugekommen. Viele davon haben hohes Entwicklungspotenzial durch die Ergänzung weiterer Standorte oder den Ausbau von Kapazitäten.
Beispielsweise hat AutoStore mit Rhenus Logistics ein riesiges Logistikzentrum für den Bücherriesen Thalia gebaut. Rhenus plant, künftig ähnliche Projekte für andere Kunden zu realisieren. AutoStore sei eine zentrale Komponente dieser Strategie.
Spannend ist daneben, dass laut Management das neue Geschäftsmodell AutoStore-as-a-Service auf hohes Interesse stößt. Sollten sich Kunden zunehmend dafür entscheiden, würde es zwar das Umsatzwachstum zunächst bremsen, weil die Zahlungen erst über die Nutzungszeit in die Kasse fließen. Aber dafür würde es auf lange Sicht höhere Margen und bessere Planbarkeit bringen. Auf alle Fälle erschließt sich AutoStore damit Zielgruppen mit begrenztem Zugang zu Fremdkapital.
Grüne Vorzeichen für die AutoStore-Aktie!
AutoStore wirtschaftet profitabel, generiert deutlich positive Cashflows und verfügt über rund 300 Mio. US-Dollar Liquidität. Und obwohl im Juli 2026 planmäßig Darlehen in Höhe von 451 Mio. US-Dollar getilgt werden müssen, muss man sich um die Finanzierung keine Sorgen machen. Das Management möchte die Instrumente proaktiv bereits im September ablösen und hat dafür schon Zusagen von Banken erhalten.
Insgesamt macht das also einen guten Eindruck, wenn man nach vorn blickt. Trotz des Kurssprungs notiert die AutoStore-Aktie noch weit unter den früheren Niveaus. Da gibt es noch viel aufzuholen und wir vertrauen dem Management, dass es nun die richtigen Hebel in Gang gesetzt hat.
Was das Unternehmen macht
Autostore ist ein norwegisches Unternehmen und entwickelt Lösungen für die Auftragsabwicklung, mit denen Unternehmen Effizienzsteigerungen bei der Lagerung und Auslagerung von Waren erzielen können. Alle Verkäufe werden über ein Netz von qualifizierten Systemintegratoren vertrieben, geplant, installiert und gewartet.
Die größte Chance für die AutoStore-Aktie liegt in der Skalierung des Geschäfts mit Standardkomponenten und dennoch immer vielseitigeren Einsatzmöglichkeiten, einschließlich Kühllagern. Auch die weitere Internationalisierung, insbesondere in Asien und auf den amerikanischen Kontinenten, könnte die Umsätze langfristig befeuern.
Da AutoStore keine regelmäßigen, stabilisierenden Serviceumsätze erzielt (diese hat man an die Integrationspartner ausgelagert), sind die Erlöse teils großen Schwankungen ausgesetzt. Allerdings hat man mit dem Ersatzteilgeschäft zumindest einen Geschäftszweig, der auch in Phasen geringerer Investitionsneigung ziemlich stabil bleiben sollte.
Unsere besondere Sorge bei der AutoStore-Aktie gilt dem neuen Wettbewerb. Der neue strategische Partner der zur KION Group gehörenden Dematic, Eurofork aus Italien, hat mit E4CUBE eine Lösung, die vergleichbare Leistung verspricht. Dematic ist auch AutoStore-Integrationspartner und offenbar an einer Diversifizierung interessiert.
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