Eckert & Ziegler-Aktie: Strahlen bald auch die Aktionäre?

Warnung vor Gefahr durch radioaktive Strahlung auf einem gelben Schild im Wald
Foto: Nejc Košir via Pexels

In der unheimlichen Welt der strahlenden Metalle fühlt sich Eckert & Ziegler (WKN: 565970) pudelwohl. Es ist ein Geschäft, dass stark reguliert ist und niemand von in der Garage aufbauen kann. Die verschiedenen Elemente kommen für verschiedene industrielle Anwendungen zum Einsatz und spielen auch bei der konventionellen bildgebenden Medizin eine wichtige Rolle. Immer wichtiger wird allerdings das Radiopharma-Geschäft.

Dort berichtet das Management regelmäßig von spannenden Fortschritten und das ist auch im Q3 nicht anders. Ein Ga-68-Generator erhielt in Japan die Betriebserlaubnis und der Kunde Archeus verlässt sich bei seinem klinischen Wirkstoffkandidaten ART-101 gegen Prostatakrebs auf den Eckert & Ziegler-Standort in Boston. Immer zahlreichere Radiopharma-Deals zeugen davon, dass Big Pharma dem Thema große Bedeutung beimisst.

Eckert & Ziegler zeigt solides Wachstum auf allen Ebenen

Angesichts des riesigen Potenzials lesen sich die Zahlen zum Q3 zwar nicht spektakulär, aber doch sehr ordentlich: Der Umsatz stieg von 70 auf 75,3 Mio. Euro, das normalisierte operative Ergebnis von 14 auf 15 Mio. Euro und der Nettogewinn von 5,3 auf 8,5 Mio. Euro.

Während 2024 noch beide Segmente etwa die Hälfte zum Umsatz beitrugen, macht Medical (Strahlenquellen und technisches Zubehör für radiologische Anwendungen in der Medizin) mittlerweile 53 % aus, bei höheren Margen. Aber Isotopes (Abdeckung der Wertschöpfungskette – Erzeugung, Handel, Logistik, Entsorgung – für Isotopenquellen für technische Anwendungen) kommt nach ein paar schwächeren Quartalen nun wieder etwas mehr in Schwung, obwohl die Nachwirkungen der Februar-Cyberattacke noch immer zu spüren sind.

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Was das Management noch zu sagen hatte

Gewohnt lakonisch-entspannt führte CEO Harald Hasselmann durch die Folien. Dabei zeigte er auch Bilder vom Neubau in Berlin-Buch, der Büros, Produktions- und Laborfläche umfassen wird. Dass kontinuierlich neue Kapazitäten im In- und Ausland aufgebaut werden belegt die langfristige Ausrichtung auf Wachstum.

Sehr gut gefällt uns auch der Blick auf die Bilanz, wo wir kurzfristig verfügbare Mittel von 121 Mio. Euro, kaum nennenswerte Schulden und eine Eigenkapitalquote von 52 % sehen. Dass die Mitarbeiterzahl (1.112) 2,7 % tiefer liegt als im Vorjahr, deutet zudem darauf hin, dass E&Z effizienter wird. Künftige Margensteigerungen sind somit absehbar.

Das Management betont, dass man mit einer Vielfalt von Herausforderungen zu kämpfen hat. Neben dem Cyberangriff vom Februar geht dabei auch um Lieferschwierigkeiten bei Gallium-Generatoren wegen fehlenden Komponenten, die Verschiebung zu margenschwächeren Produktgruppen bei den Isotopen und die hohen regulatorischen Anforderungen, welche den Ausbau der Auftragsfertigung im Medizingeschäft verzögern.

13+1 | RisikoReich

Dennoch blicke man optimistisch in die Zukunft und rüttelt nicht an der bestehenden Prognose für das Gesamtjahr.

Unser Fazit zur Eckert & Ziegler-Aktie

Auch wir sehen Eckert & Ziegler auf einem guten Weg, die Herausforderungen aus 2025 im Jahr 2026 weitgehend zu lösen. Die IT-Infrastruktur wird künftig wieder voll leistungsfähig sein, gezielte Investitionen in Produktionskapazitäten und alternative Bezugsquellen sichern die Bauteileversorgung ab, beim Aufbau der pharmazeutischen GMP-Infrastruktur ist die Lernkurve steil, und das Isotopen-Segment bekommt wieder etwas Rückenwind.

Gleichzeitig erwarten wir vom Medical-Segment eine weitere kräftige Skalierung. Insgesamt spricht also vieles dafür, dass sowohl die Wachstumsraten als auch die Margen steigen werden. Die derzeitige Marktkapitalisierung von 1,1 Mrd. Euro erscheint uns günstig, angesichts der bärenstarken Marktposition und der hervorragenden langfristigen Aussichten.

Wir wollen auch noch kurz erwähnen, dass sich mit dem Aktiensplit im Verhältnis 1:3 vom August die Handelbarkeit der Aktie verbesserte. Für Langfristinvestoren ist das eher irrelevant, aber bei etwaigen Zukäufen von Eckert & Ziegler-Anteilen können wir jetzt immerhin noch genauer dosieren.

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