Still und heimlich vervierfacht: Das Geheimnis der DO & CO-Aktie

Der Wiener Caterer DO & CO (WKN: 915210) hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 25/26 (31. März) eine hervorragende Performance abgeliefert. Der DO & CO-Aktie half das trotzdem nicht – sie verlor innerhalb von drei Tagen in einem allergings sehr schwachen Markt rund 10 %. Dem ging allerdings einer Vervierfachung des Kurses in den letzten fünf Jahren voraus. Langfristige Investoren werden den Rückgang daher wohl verschmerzen können.
Die Ergebnisse waren derweil einfach nur schmackhaft: DO & CO erzielte von April bis September 1,24 Mrd. Euro Umsatz, das waren 9 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
So läuft es bei DO & CO im Detail
Das größte Segment bleibt das Airline Catering mit einem Anteil von 79,4 %. Der Umsatz legte um 11 % auf 981,9 Mio. Euro zu, das EBIT sogar um 31 % auf 81,7 Mio. Euro. Die Wiener profitierten von einer weiterhin hohen Auslastung der verschiedenen Business Classes, aber auch von ihrer Qualität, die 2025 mit dem Skytrax-Award für die weltbeste Küche für die Business Class ausgezeichnet wurde. Der deutliche Anstieg der EBIT-Marge hängt mit dem Wegfall der Anlaufkosten am Flughafen JFK in New York aus dem Vorjahr zusammen.
Auch im vergangenen Quartal hat DO & CO einige Ausschreibungen gewonnen (Aer Lingus in Miami, Air Dolomiti in Wien und Egypt Air in Mailand) und die Kundenbasis vergrößert. Dazu passend wurde der Grundstein für den Bau einer neuen Gourmetküche in Istanbul gelegt. Diese Küche wird 150.000 Quadratmeter groß sein und nach Angaben von Gründer und CEO Attila Dogudan die größte Küche der Welt werden.
Segment Nummer 2 ist das International Event Catering, das 164,8 Mio. Euro einnahm (plus 1 %) und damit 13,3 % der Umsätze. Das EBIT stieg um 8 % auf 16 Mio. Euro. Ein Wachstum um 1 % klingt zunächst einmal nicht so atemberaubend. Man muss allerdings den Basiseffekt sehen, da im Vergleichszeitraum 2024 die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland stattfand. DO & CO hat es also geschafft, diesen Wegfall zu kompensieren und sogar noch leicht auszubauen, wobei der Erfolg der weiterhin sehr attraktiven Formel 1-Serie hilft. In Miami servierte DO & CO erstmals bei der Klub-Weltmeisterschaft der FIFA. Dazu kommt noch „Kleinkram“ wie Konzerte von Robbie Williams im Olympiapark in München, Musik- und Sportveranstaltungen in der Allianz-Arena, Tennis-Turniere und vieles mehr.
Das kleinste Segment ist Restaurant, Lounge und Hotel, das im ersten Halbjahr 7,3 % aller Umsätze verbuchte. Die 90,1 Mio. Euro bedeuten einen Zuwachs von 11 %. Das EBIT betrug 9 Mio. Euro, was eine Zunahme von 46 % bedeutete. Das Segment, mit dem DO & CO 1981 startete, profitierte von einer höheren Auslastung in allen Hotels und Restaurants sowie davon, dass die Wiener höhere Margen durchsetzen konnten. Der Kaiserschmarrn ist inzwischen DAS Aushängeschild von Demel und sorgt für zusätzliche Frequenz. Aber auch die Airport Lounges konnten einen erheblichen Zuwachs bei der Zahl der Gäste verzeichnen.
Die Gesamtzahlen und der Ausblick für die DO & CO-Aktie
Konzernweit erzielte DO & CO ein EBIT von 106,7 Mio. Euro, das sind 28 % mehr als im Vorjahr. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 7,4 auf 8,6 %. Der Nettogewinn betrug mit 53,5 Mio. Euro oder 4,87 Euro je DO & CO-Aktie 20,9 % mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg der Nettomarge von 3,9 auf 4,3 %.
Was wir dabei interessant fanden: CEO Dogudan war mit diesem Ergebnis gar nicht mal so sehr zufrieden. Er sagte, es sei sogar mehr Umsatz möglich gewesen, aber man habe bewusst auf die Margen geachtet und daher auf wenig profitables Geschäft verzichtet. Er sieht das laufende Geschäftsjahr als eine Art Übergangsjahr, um sich auf die nächste Stufe des Wachstums vorzubereiten. Dazu sollen 2.000 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Passend dazu wurde an den Standorten Wien, London, New York und Istanbul die DO & CO Akademie in Betrieb genommen.
Der Ausblick für das zweite Halbjahr ist weiterhin sehr positiv, ohne dass konkrete Zahlen genannt wurden. Die Auslastung der Flugzeuge ist weiterhin hoch und der Eventkalender prall gefüllt.
Ein weiteres Highlight könnte im nächsten Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA sein. Hier ist DO & CO in Verhandlungen, es ist jedoch nicht klar, ob die Wiener zum Zuge kommen. Das absolute Top-Catering für einige Hundert Besucher pro Spiel ist ineffizient; es müssten schon 15.000 Besucher sein. In dieser Größenordnung ist der Wettbewerb jedoch groß, sodass man hier abwarten muss.
Unser Fazit zur DO & CO-Aktie
Auch wenn der Markt die DO & CO-Aktie abstrafte (vielleicht hatten einige noch mehr Steigerungen erwartet?), gefällt uns die Entwicklung von DO & CO ausnehmend gut. Aus unserer Sicht könnte der Kursrückgang sogar eine Kaufgelegenheit sein.
Die größten langfristigen Chancen liegen in der langfristigen Kundenbindung als tiefer Burggraben und in der Zunahme von Event- und Flugreisen. Die Risiken liegen in einer weiteren Inflation der Lebensmittelpreise und in der Sparsamkeit der Verbraucher.
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