Zweite Nvidia: 13,6 Mrd. Dollar Quartalsumsatz und 57 % Umsatzplus lassen den Kurs explodieren!

Wer dachte, Speicherchips seien so aufregend wie das Sortieren alter USB-Sticks, hat Micron Technology (WKN: 869020) offensichtlich unterschätzt. Während die Anleger noch darüber diskutierten, ob „HBM“ nun deutsch oder englisch betont wird, schoss der Kurs des US-amerikanischen Speicherherstellers steil nach oben – und das, obwohl viele Anleger eher den südkoreanischen Konzern SK Hynix (WKN: A1JWRE) im Blick hatten.
Der Grund klingt simpel und ist doch hochkomplex: ein äußerst knappes Gut und ein stark wachsendes Auftragsvolumen in Milliardenhöhe. Und plötzlich rückt Micron in eine Liga, in der bislang fast nur Nvidia (WKN: 918422) allein spielte.
Micron und der neue KI-Superzyklus
Micron ist einer der weltweit führenden Hersteller von DRAM- und NAND-Speicherchips. Lange Zeit galt das Geschäft als zyklisch, margenschwach und von Überkapazitäten geprägt. Entsprechend schwankten Umsatz und Aktienkurs in den letzten Jahrzehnten. Regelmäßig wurden Verluste geschrieben. Doch 2025 sollte alles anders werden.
Mit dem Siegeszug der künstlichen Intelligenz hat sich dieses Bild jedoch grundlegend verändert. Moderne KI-Beschleuniger benötigen enorme Mengen extrem schneller Speicherlösungen, insbesondere High Bandwidth Memory (HBM). Genau hier liegt der strategische Hebel, der Micron aktuell so attraktiv macht.
Warum Aufträge in Milliardenhöhe plötzlich realistisch sind
Die explosionsartig steigende Nachfrage nach KI-Rechenleistung zwingt Hyperscaler, Cloudanbieter und Chipdesigner zu langfristigen Lieferverträgen. HBM ist kein austauschbares Massenprodukt, sondern technologisch anspruchsvoll, kapitalintensiv und nur von wenigen Herstellern in relevanter Qualität lieferbar.
Micron hat in den vergangenen Jahren massiv in HBM3 und HBM3E investiert und sich frühzeitig Kapazitäten gesichert. Nun entstehen Szenarien, in denen einzelne Kunden Aufträge im Volumen von mehreren Milliarden US-Dollar platzieren, um ihre Lieferketten abzusichern.
Dieser Trend sollte anhalten, wenn man an das Potenzial von KI glaubt. Tatsächlich wird für das kommende Quartal Q2/2026 ein Rekordumsatz von 18,7 Mrd. US-Dollar erwartet, was deutlich über den Erwartungen aller Analysten liegt. Das Plus im Vergleich zum Vorquartal beträgt mehr als 37 %!
Die Parallele zu Nvidia
Der Vergleich mit Nvidia kommt nicht von ungefähr, obwohl es sich grundsätzlich um verschiedene Produkte handelt. Nvidia profitiert nicht nur von hohen Stückzahlen, sondern vor allem von Preissetzungsmacht und strukturell steigenden Margen. Das Unternehmen hat ein intelligentes Ökosystem aufgebaut, in dem nicht nur Hardware eine Rolle spielt.
Micron folgt nun einem ähnlichen Muster, allerdings auf der Speicherseite. HBM erzielt deutlich höhere Margen als klassischer DRAM, während die Eintrittsbarrieren hoch bleiben. Die Bruttomarge für das kommende Quartal könnte bei 68 % liegen, was für einen klassischen Hardwarehersteller extrem viel ist.
Micron steht sinnbildlich für die Wandlung eines vermeintlich langweiligen Hardware-Lieferanten zu einem strategischen Profiteur des KI-Booms. Sollte sich das kolportierte Auftragsvolumen materialisieren, wäre der jüngste Kursanstieg meiner Meinung nach weniger Hype als vielmehr eine Neubewertung.
Die Aktie wird derzeit nur mit einem erwarteten KGV von rund 8 gehandelt. Ausschlaggebend wird sein, wie lange das Wachstum anhält und vor allem, wie gut die Margen gehalten werden können.
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Frank besitzt Aktien von Nvidia. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

