Warum die Swatch-Aktie jetzt eines der interessantesten Turnaround-Investments am Markt ist

Beim Schweizer Uhrenkonzern Swatch Group (WKN: 865126) lief es in den letzten Quartalen nicht rund. Besonders im wichtigen Markt China (rund 25 % Umsatzanteil) war die Nachfrage nach Uhren eher schwach und ließ die Umsätze und Gewinne schrumpfen. Im nun abgelaufenen zweiten Halbjahr 2025 ging es jedoch wieder aufwärts – auch für die Swatch-Aktie.
Turnaround bei Swatch? Das sind die Fakten!
Nachdem der währungsbereinigte Umsatz im ersten Halbjahr noch um 8 % gesunken war, stieg dieser im zweiten Halbjahr um 5 % an. Im vierten Quartal betrug das Plus sogar 7 %. Dieses Wachstum wurde von einem Rekordjahr in den USA „unabhängig vom Chaos der Zolltarife“ und zweistelligen Umsatzzuwächsen in aufstrebenden Märkten wie Indien, dem Mittleren Osten, Mexiko und Polen angetrieben. Sogar in China wuchs der währungsbereinigte Umsatz im vierten Quartal wieder.
Einen Aufriss der Umsatzentwicklung der unterschiedlichen Marken des Konzerns stellte Swatch (leider) nicht zur Verfügung. Vielleicht erfahren wir mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts Mitte März mehr. Es gab lediglich den Hinweis, dass die eigenen Geschäfte „mit ausgezeichneten Verkäufen in allen Preissegmenten“ glänzten. Wir hätten vermutet, dass Konsumenten im aktuell herausfordernden konjunkturellen Umfeld eher auf den Kauf günstigerer Uhren von Marken wie Swatch, flik flak und Tissot verzichten, während die Nachfrage im Luxussegment (Omega, Breguet, Blancpain, …) weniger zyklisch sein könnte.
Gewinneinbruch, aber die Dividende bleibt konstant
Die Margen wurden durch gestiegene Marketingaufwendungen zur „Einführung der zahlreichen neuen Produkte“ sowie durch das Aufrechterhalten der Produktionskapazitäten in der Schweiz belastet. Swatch verzichtete trotz weniger Umsätzen mit eigenen Marken und weniger Drittbeauftragungen (der Konzern stellt auch Komponenten für andere Uhrenhersteller her) auf Entlassungen und Kurzarbeit. Währungseffekte und US-Importzölle machten dem familiengeführten Unternehmen zusätzlich das Leben schwer.
So fiel die Nettogewinnmarge für das Gesamtjahr von 3,3 % im Vorjahr auf nun „nur noch“ 0,4 %. Im ersten Halbjahr hatte diese noch 0,6 % betragen. Trotz des somit deutlich gesunkenen Gewinns (- 89 %) soll die Dividendenzahlung stabil bleiben. Diese Ausschüttung kann sich Swatch aufgrund seiner Nettoliquidität von 1,2 Mrd. Schweizer Franken gut leisten.
Swatch-Aktie: Der Ausblick für die Zukunft
In 2026 soll es weiter aufwärts gehen. Das Management berichtete von einem starken Januar-Geschäft und stellte eine „eine sehr positive Entwicklung von Umsatz“ in Aussicht, die die „Profitabilität des Konzerns substanziell (…) verbessern“ sollte. Wir deuten dies als Zeichen, dass die Produkteinführungen (wie neue Modelle anlässlich des 250. Geburtstags der Marke Breguet, die neue Generation der Seamaster Planet Ocean von Omega oder die Möglichkeit sich seine Swatch-Uhr mit Hilfe von KI zu personalisieren) und auch die technischen Neuerungen von Swatch (der Konzern meldete in 2025 187 neue Patente an) gut bei den Kunden ankommen.
Schließlich ist die allgemeine Nachfrage nach „nicht notwendigen“ Gütern konjunkturell weiterhin schwach. Wenn das Schweizer Unternehmen operativ so weitermacht, dürfte die Swatch-Aktie den Turnaround fortsetzen.
Chancen und Risiken der Swatch-Aktie
Swatch versucht seine Kunden mit Hilfe innovativer Materialien zu begeistern und ist damit bisher sehr erfolgreich. Die Innovationskraft könnte dabei helfen, Kunden davon zu überzeugen, eine traditionelle Uhr zu kaufen.
Was ist das größte Risiko? Die Nachfrage nach Uhren könnte sich langfristig weiter in Richtung der Smartwatches verschieben. Das könnte das Geschäft von Swatch beeinträchtigen.
Darüber hinaus scheinen uns preiswertere Marken wie Swatch und flikflak stark vom wechselnden Modegeschmack abhängig und einer hohen Konkurrenz (Fossil, Seiko, Casio,… und auch neuen chinesischen Marken) ausgesetzt. Ein weiteres Risiko: Viele Menschen tragen keine Armbanduhr mehr, da sie ein Handy besitzen.
Eine besondere Sorge für die Swatch-Aktie ist der Einfluss der Familie Hayek in Form der beiden Kinder des Unternehmensmitgründers. Die Familie hält einen großen Teil der Stimmrechte, stellt den CEO, die Aufsichtsratsvorsitzende und weitere Top-Manager seit Jahrzehnten. Unter diesem Einfluss hat sich das Unternehmen in den letzten 10 Jahren nicht besonders gut entwickelt.
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