Meta Platforms & die Aktienrückkäufe: So schnell könnte sich der Konzern „selbst kaufen“

Ein roter Button, auf dem "Buy" steht
Bild: Aktienwelt360, KI-generiert via ChatGPT

Meta Platforms (WKN: A1JWVX) und sein Management haben eigentlich einen Faible für Aktienrückkäufe. Zwar sind die letzten Rückkaufprogramme ausgelaufen. Im Jahre 2026 investiert der US-amerikanische Tech-Konzern außerdem massiv in Künstliche Intelligenz. Das ist auch richtig, denn damit sichert man sich seine Zukunftsfähigkeit und die Chance auf neues Wachstum in diesem dominierenden Megatrend-Markt.

Meine persönliche These bleibt jedoch, dass Meta Platforms früher oder später erneut auf Aktienrückkäufe setzt. Vermutlich nicht dieses Jahr. Vielleicht auch nicht im nächsten Jahr 2027. Aber mit den enormen freien Mittelzuflüssen, einer eher Mini-Dividende und einem CEO mit Namen Mark Zuckerberg, der großes Interesse an mehr Einfluss in seinem Konzern haben dürfte, halte ich Rückkäufe für das wahrscheinlichste Mittel.

Heute wollen wir daher den Blick auf eine andere Frage lenken: Wie lange würde es theoretisch dauern, bis der Konzern sich selbst gekauft hat? Diese Fragestellung führt uns zu sehr wichtigen Kennzahlen. Wie dem freien Cashflow, dem Margenprofil. Aber auch zu der Frage, wie Aktienrückkäufe wirken und warum sich Meta Platforms wahrscheinlich nie ganz zu 100 % selbst kaufen wird.

Meta Platform: Das Fundament für die Aktienrückkäufe

Damit Meta Platforms überhaupt Aktienrückkäufe stemmen kann, müssen zwei grundlegende Dinge vorhanden sein. Erstens: ein Geschäftsmodell, das solide Mittel generiert. Zweitens: eine stabile Bilanz, die keine Sanierungen erforderlich macht. Natürlich könnte man auch ohne profitables Geschäft mit Cash in der Kasse Aktien zurückkaufen. Wir werden jedoch sehen, dass das US-Tech-Schwergewicht beides besitzt.

So hat Meta Platforms in seiner Bilanz 35 Mrd. US-Dollar in Cash und besitzt weitere Wertpapiere in Höhe von 45 Mrd. US-Dollar. Auf der Passivseite stehen zwar langfristige Verbindlichkeiten von 58 Mrd. US-Dollar. Im Zusammenspiel erkennen wir jedoch eine ausgeglichene Bilanz, die den Spielraum für Aktienrückkäufe ermöglicht.

Aktienwelt360 Aktienkompass

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Besonders stark ist jedoch der Cashflow, der Aktienrückkäufe im Endeffekt finanziert. Meta Platforms hat im Geschäftsjahr 2025 einen freien Cashflow in Höhe von 43,59 Mrd. US-Dollar erzielt. Ein Wert, der sogar vergleichsweise niedrig erscheint (bedingt durch Sondereffekte und die Rückzahlung von Verbindlichkeiten). Im Vorjahr lag der Wert beispielsweise noch bei über 52 Mrd. US-Dollar. Wir können in einem gewöhnlichen Geschäftsjahr daher durchaus von über 50 Mrd. US-Dollar ausgehen.

Wie schnell könnte sich der Gesamtkonzern selbst kaufen?

Das wiederum ist die Ausgangslage für die Frage, wie schnell sich Meta Platforms selbst per Aktienrückkauf zurückkaufen könnte. Die aktuelle Marktkapitalisierung liegt bei rund 1,6 Billionen US-Dollar. Es würde daher 32 Jahre dauern, um jede Aktie zum aktuellen Börsenwert zu kaufen und einzuziehen.

Drei Dinge sollten wir dabei jedoch bedenken: Erstens, dass der freie Cashflow leicht wächst. Zweitens, dass der operative Cashflow mit über 115 Mrd. US-Dollar sogar noch stärker ist. Meta Platforms könnte, wenn man sich einer strengen Investitions- und Finanzierungspolitik unterwirft, daher einen bedeutend höheren freien Cashflow erzielen. Drittens aber auch, dass der Konzern sich im Börsenwert verändert. Beziehungsweise: Punktuelle Aktienrückkäufe führen eben nicht dazu, dass man sich quasi selbst aufkauft. Sondern lediglich dazu, dass der Wert des Unternehmens (selbst wenn er konstant bliebe) sich auf weniger Aktien aufteilt. Die Aktie steigt, die Rückkäufe werden gemessen an der heutigen Anzahl an Aktien weniger effizient. Dafür steigt aber der Besitzanteil mit jeder einzelnen Aktie konsequent an.

Unsere heutige Frage ist daher eher hypothetischer Natur. Aber in 25 bis 30 Jahren könnte Meta Platforms per Aktienrückkauf den heutigen Börsenwert vollständig zurückkaufen. Wenn man die eigenen Programme wieder hochfährt.

Meta Platforms hat im Moment aber bessere Möglichkeiten als Aktienrückkäufe

Trotzdem dürften Aktienrückkäufe bei Meta Platforms eher in den Hintergrund geraten. Das Management will im Jahre 2026 115 bis 135 Mrd. US-Dollar investieren. Vor allem Superintelligenz und Künstliche Intelligenz sind die Wachstumsmärkte. Die hypothetische Frage nach den enormen finanziellen Möglichkeiten zeigt uns aber, wie ertragreich das Geschäft des Social-Media-Konzerns ist. Wenn diese Mittel aus dem operativen Geschäft nun in vielversprechende Wachstumsinitiativen fließen, dürften Umsatz, Gewinn und freier Cashflow weiter steigen.

Das macht den Konzern zwar noch wertvoller, was den Effekt von Aktienrückkäufen rein mengenmäßig reduziert. Auf der anderen Seite dürften in einigen Jahren noch mehr freie Mittel für Rückkäufe vorhanden sein. Meta Platforms ist heute eine Cash-Maschine und legt jetzt das Fundament, um in Zukunft noch mehr Cash zu generieren.

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Vincent besitzt Aktien von Meta Platforms. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Meta Platforms.



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