KI-Aktien 2026: Die 3 besten Profiteure der künstlichen Intelligenz abseits von Nvidia

Ein Mann im Anzug spielt Schach gegen einen Roboter
Foto: Pavel Danilyuk via Pexels

Nvidia ist seit längerer Zeit in aller Munde. Seit Anfang 2023 explodierte die Aktie um mehr als 1.200 %. Bei einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 37 (Stand: 20.03.2026, maßgeblich für alle Angaben) stellt sich die Frage nach einem Einstieg in den KI-Überflieger. Denn immerhin notiert die Nvidia-Aktie mit diesem Multiple deutlich unter dem durchschnittlichen KGV.

Doch was, wenn die lukrativsten Chancen der KI-Revolution fernab der prominentesten Namen liegen? Existieren Unternehmen, die ebenso massiv profitieren, aber noch weitgehend unter dem medialen Radar agieren?

Drei Schlüsselakteure scheffeln derzeit Milliarden mit künstlicher Intelligenz, ohne in jeder Schlagzeile aufzutauchen. Sie fertigen jene Chips, die Nvidia lediglich entwirft. Sie konstruieren die hochkomplexen Maschinen, ohne die kein moderner Prozessor existieren würde. Und sie konzipieren maßgeschneiderte Custom-Chips für Tech-Giganten, die sich von starren Standardlösungen abheben wollen. Werfen wir einen Blick auf drei aussichtsreiche KI-Aktien.

KI-Aktien: Warum der Blick über Nvidia hinaus lohnt

Die KI-Wertschöpfungskette gliedert sich in hochkomplexen Ebenen. An der Spitze thronen die Pioniere der generativen Intelligenz wie OpenAI und Anthropic, die mit Modellen wie GPT-5 und Claude 4 die Grenzen des Machbaren verschieben. Darunter bilden die Hardware-Giganten das technologische Rückgrat – allen voran Nvidia, dessen Marktkapitalisierung die 4-Billionen-Dollar-Marke durchbrochen hat.

Doch hinter den Schlagzeilen verbergen sich die wahren Wegbereiter: Wer konstruiert die Maschinen, die diese Wunderwerke erst ermöglichen? Hier hält ASML (WKN: A1J4U4) mit seinen neuen High-NA-EUV-Lithografiesystemen das absolute Weltmonopol.

Wer übernimmt die tatsächliche Fertigung? TSMC (WKN: 909800) dominiert als globale Foundry und hat bereits Ende 2025 die Massenproduktion im wegweisenden 2-Nanometer-Verfahren gestartet.

Und wer entwickelt die spezialisierten „Custom Silicon“-Lösungen für die Rechenzentren von Amazon, Google oder Meta? Hier hat sich Broadcom (WKN: A2JG9Z) als unverzichtbarer Partner etabliert, der die maßgeschneiderten KI-Beschleuniger für die Giganten entwirft.

Diese Dynamik rückt drei Unternehmen in den Fokus, die unmittelbar von diesem Megatrend profitieren, jedoch auf unterschiedlichen Stufen der Kette operieren. Wer sein Portfolio im KI-Sektor klug diversifizieren möchte, darf den Blick nicht nur auf GPU-Produzenten verengen. Die wahren Renditechancen liegen oft bei den hochspezialisierten Zulieferern und den Architekten der maßgeschneiderten Chip-Infrastruktur.

TSMC: Der stille Produzent aller Top-Chips

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company dominiert als weltgrößter Auftragsfertiger den globalen Halbleitermarkt. Das Unternehmen produziert genau die Chips, die Nvidia, AMD, Apple, Qualcomm und nahezu jeder andere Technologiegigant entwerfen. Ohne TSMC stünden die Bänder der digitalen Welt still: Keine modernen GPUs, keine iPhones und keine KI-Beschleuniger würden heute existieren.

Im vierten Quartal 2025 steigerte TSMC seinen Umsatz um 25,5 % auf 33,73 Mrd. US-Dollar. Parallel dazu kletterte der Nettogewinn um 35 % auf rund 16 Mrd. US-Dollar. Für ein Unternehmen dieser Größerordnung sind derartige Wachstumsraten sehr beeindruckend. Der fundamentale Treiber dieser Entwicklung sind unmissverständlich weiterhin KI-Chips. Allein das Segment für High-Performance-Computing, das die begehrten KI-Prozessoren beheimatet, generierte 57 % des gesamten Konzernumsatzes.

Für das Jahr 2026 treibt TSMC ein beispielloses Investitionsprogramm voran und plant Kapitalausgaben zwischen 52 und 56 Mrd. US-Dollar. Die enormen Summen fließen direkt in neue Fertigungsanlagen in Taiwan, Arizona und Japan. Diese hochmodernen Fabriken sind konsequent auf die wegweisenden 3-Nanometer- sowie die kommenden 2-Nanometer-Prozesse ausgelegt. Solche Strukturbreiten definieren die essenzielle Grundlage für die nächste Generation von KI-Chips, die ein bisher unerreichtes Maß an Rechenleistung auf minimaler Fläche verdichten.


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Aktuell notiert die Aktie bei stolzen 340 US-Dollar je Stück, nachdem sie bereits im Vorjahr den Markt mit massiven Kursgewinnen dominierte. Dementsprechend teuer sieht die Bewertung aus. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei ca. 162. Damit ist das Papier auf dem ersten Blick deutlich teurer als Nvidia. Auf Basis des erwarteten KGVs von rund 33 relativiert sich dieses Bild jedoch schnell.

Zusätzlich schüttet TSMC eine Dividendenrendite von rund 1 % aus und demonstriert damit eine finanzielle Verlässlichkeit, die das Management künftig noch weiter ausbauen will.

Broadcom: Der Custom-Chip-Spezialist für Tech-Giganten

Broadcom agiert oft im Verborgenen, obwohl der Technologiegigant eines der lukrativsten KI-Geschäfte der Welt führt. Während Nvidia auf standardisierte GPUs setzt, designt Broadcom hochspezialisierte, maßgeschneiderte KI-Chips für Hyperscaler wie Google, Meta und OpenAI, die auf proprietäre Architekturen setzen.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 generierte Broadcom einen Rekordumsatz von 19,3 Mrd. US-Dollar. Das entspricht einem starken Plus von 29 % gegenüber dem Vorjahr. Allein der KI-Umsatz katapultierte sich auf 8,4 Mrd. US-Dollar und verzeichnete damit einen beeindruckenden Zuwachs von 106 %. CEO Hock Tan sagt für dieses Segment ein explosives Wachstum voraus und prognostiziert allein für das zweite Quartal KI-Umsätze in Höhe von 10,7 Mrd. US-Dollar, unaufhaltsam angetrieben von maßgefertigten KI-Beschleunigern und hochleistungsfähigen Netzwerkarchitekturen für globale Rechenzentren.

Die strategische Brillanz von Broadcom manifestiert sich in einer vorbidlichen Diversifikation. Abseits der Custom-Chips dominiert der Konzern das Geschäft mit essenziellem Networking-Equipment, das die gigantischen KI-Cluster nahtlos vernetzt, sowie das hochprofitable Software-Segment für Virtualisierung und Cybersicherheit, das nach der VMware-Übernahme massive wiederkehrende Umsätze abwirft. Diese fundamentale technologische Breite immunisiert Broadcom eindrucksvoll gegen die volatilen Zyklen einzelner Halbleiter-Märkte.

Aktuell notiert die Aktie bei etwa 320 US-Dollar und weist ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 63 auf. Angesichts einer Verdopplung des KI-Umsatzes innerhalb eines Jahres und einer fundamentalen Gewinnstärke relativiert sich diese optisch hohe Bewertung relativ schnell. Außerdem schüttet Broadcom derzeit eine Dividende aus, die sich in einer Dividendenrendite von etwa 0,75 % wiederfindet. Zudem verabschiedete das Unternehmen jüngst ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 10 Mrd. US-Dollar.

ASML: Der Monopolist ohne den nichts geht

Das niederländische Unternehmen ASML baut die Maschinen, die moderne Chips überhaupt erst möglich machen. Weltweit bietet nur dieser Konzern EUV-Lithografie-Systeme an, die feine Strukturen im Nanometerbereich auf Siliziumwafer drucken. Die Gleichung ist einfach: Ohne ASML gibt es keine 3-Nanometer-Chips, und ohne diese Chips fehlen uns leistungsstarke KI-Prozessoren.

Im vierten Quartal 2025 verzeichnete ASML Rekordaufträge in Höhe von 13,2 Mrd. Euro. Das ist mehr als doppelt so viel, wie Analysten im Vorfeld erwartet hatten. Der Umsatz erreichte 9,7 Mrd. Euro bei einer Bruttomarge von 52,2 %. Für das Jahr 2026 plant das Management mit Einnahmen zwischen 34 und 39 Mrd. Euro. Der mittlere Wert entspricht einem Umsatzwachstum von knapp 12 %.

Der Auftragsbestand stieg auf 38,8 Mrd. Euro, wovon 25,5 Mrd. Euro allein auf EUV-Maschinen entfallen. Diese immense Planungssicherheit belegt die gewaltige weltweite Nachfrage. Große Hersteller wie TSMC, Samsung und SK Hynix sichern sich die Anlagen schon Jahre im Voraus, da die Lieferzeiten bei 18 bis 24 Monaten liegen und die Produktionskapazitäten eng begrenzt sind.

Zudem kündigte ASML an, bis 2028 eigene Aktien im Wert von bis zu 12 Mrd. Euro zurückzukaufen. Gleichzeitig stieg die Dividende um 17 % auf 7,50 Euro. Aktuell notiert die Aktie bei etwa 1.180 Euro. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 47. Für ein Monopolunternehmen mit einer derart hohen Auftragssicherheit ist diese Bewertung durchaus vertretbar.

Drei KI-Aktien, um vom KI-Boom zu profitieren

TSMC, Broadcom und ASML zeigen drei unterschiedliche Wege, um vom Erfolg der künstlichen Intelligenz zu profitieren. TSMC fertigt die Chips für beinahe alle großen Akteure, von Nvidia bis Apple. Broadcom entwickelt spezielle Bauteile für Technologie-Riesen, die eigene Prozessoren entwerfen. ASML baut die Maschinen, ohne die in der Halbleiter-Branche gar nichts funktioniert.

Im Moment wachsen alle drei Unternehmen rasant, weisen nach jüngsten Rekordumsätzen grundsolide Fundamentaldaten auf und haben ihre Dividenden weiter erhöht. Zwar sind die Aktien nicht mehr billig, doch im Vergleich zu den extremen Bewertungen mancher reiner KI-Software-Anbieter bleiben die Preise fair. Wer an die Zukunft der künstlichen Intelligenz glaubt, aber nicht sein gesamtes Geld auf Nvidia setzen möchte, findet hier drei hervorragende Alternativen mit unterschiedlichen Risiken.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Amazon, Apple, ASML und Qualcomm. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Amazon, Apple, ASML, Meta Platforms und TSMC.



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