Nach -83 % in 3 Jahren: Warum die Takkt-Aktie gerade jetzt eine Riesenchance bieten könnte

Ein Kunstwerk zum Börsenverlauf befindet sich in den Händen eines Mannes.
Foto: Mohamed Hassan via Pixabay

Die Takkt AG (WKN: 744600) ist ein führender europäischer B2B-Versandhändler für Betriebsausstattung mit Fokus auf Büromöbel sowie Lager- und Displaylösungen. Am 24. Februar 2026 veröffentlichte das Unternehmen seine vorläufigen Jahreszahlen für 2025 und kündigte gleichzeitig die Aussetzung der Dividende an. Beides zusammen belastet die Takkt-Aktie – doch die operativen Details verdienen eine differenzierte Betrachtung.

Das Geschäftsjahr 2025 der Takkt-Aktie in Zahlen

Der Konzernumsatz sank auf 964,3 Mio. Euro, ein Rückgang von 8,4 % gegenüber dem Vorjahr. Organisch, also bereinigt um Währungseffekte und den Verkauf der Mydisplays-Einheit, betrug das Minus 6,6 %. Das berichtete EBITDA fiel auf 19,8 Mio. Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge lag damit bei 3,8 % – nach 6,9 % im Vorjahr.

In dieser Marge sind rund 16,5 Mio. Euro an Einmalaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen der Strategie „TAKKT Forward“ enthalten, die die Differenz zwischen bereinigtem und berichtetem Ergebnis nahezu vollständig erklären.

Die außerplanmäßigen Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte summierten sich im Gesamtjahr auf 125,5 Mio. Euro. Goodwill entsteht bei Akquisitionen, wenn der Kaufpreis den Buchwert des erworbenen Unternehmens übersteigt; er muss abgeschrieben werden, sobald die langfristigen Ertragserwartungen sinken. Diese Abschreibungen sind nicht zahlungswirksam, zeigen aber, dass ein Teil der US-Akquisitionen zu Preisen erfolgte, die sich unter den aktuellen Marktbedingungen nicht rechtfertigen lassen. Trotz der bilanziellen Belastung bleibt die Eigenkapitalquote mit 50,6 % solide. Die Nettofinanzverschuldung stieg leicht auf rund 131 Mio. Euro, was laut Unternehmensangaben maßgeblich auf die Dividendenzahlung im Mai 2025 zurückzuführen sei.


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Im Analysten-Call am 24. Februar 2026 erläuterten CEO Andreas Weishaar und CFO Timo Krutoff die Belastungsfaktoren im US-Segment. Die Sparmaßnahmen des DOGE-Programms der US-Regierung sowie ein Regierungsstillstand im vierten Quartal führten zu einem spürbaren Rückgang staatlicher Beschaffungsaufträge, insbesondere im Segment Office Furniture & Displays (OF&D). Positiv ist, dass das Display-Geschäft von Displays2Go im zweiten Halbjahr wieder auf einen moderaten Wachstumskurs einschwenkte.

Wie es jetzt weiter gehen soll

Takkt investiert im Rahmen von „TAKKT Forward“ in die KI-gestützte Automatisierung interner Prozesse – darunter die maschinelle Übersetzung von Produktbeschreibungen und die automatisierte Einpflege von Lieferantendaten. Diese Maßnahmen sollen Zeit und Kosten bei der Sortimentspflege spürbar senken. Parallel verschiebt das Unternehmen IT-Investitionen zunehmend von klassischen Kapitalausgaben (CapEx) hin zu Software-as-a-Service-Modellen (SaaS), die als laufende Betriebskosten (OpEx) verbucht werden. Kurzfristig erhöht das den operativen Kostenanteil, schafft aber eine flexiblere und aktuellere Infrastruktur.

Takkt hat mit dem Geschäftsjahr 2025 eine Zäsur gesetzt: Dividendenstopp für Investoren der Takkt-Aktie, Goodwill-Bereinigung und Restrukturierungsaufwand treffen zusammen. Das operative Grundgeschäft – erkennbar an der stabilen Eigenkapitalquote und dem positiven Free Cashflow von 10,3 Mio. Euro – ist jedoch intakt.

Sollte der Umsatz ab dem zweiten Halbjahr 2026, wie vom Management in Aussicht gestellt, wieder wachsen, könnte der operative Hebel aus einer reduzierten Fixkostenbasis die Marge überproportional verbessern. Die wesentlichen Risiken bleiben eine anhaltend schwache Industrienachfrage sowie handelspolitische Unsicherheiten, die das US-Geschäft strukturell belasten könnten.

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