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Warum Royal Dutch Shell auf meine Watch List kommt

Alle Zahlen beziehen sich auf den Stand vom 30.9.2014, sofern nicht anders angegeben.

Es macht keinen Sinn, stolz auf seine eigenen Ideen zu sein, wenn es ums Investieren geht. Das einzige was zählt, ist die Frage, ob die Ideen gut sind oder nicht. Und den Beweis dafür sehen wir am Ende in unseren Ergebnissen.

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Es ist kein Geheimnis – und viele akademische Studien unterstützen den Gedanken – dass Dividendenaktien auf lange Sicht den Markt schlagen. Wenn die Aktienmärkte Investoren nicht belohnen – so wie in diesem Jahr, in den der FTSE 100 um 2% gefallen ist – dann erlauben Dividenden dem Anleger weiterhin regelmäßige Einkünfte, und sind ein guter Grund, nicht zu verkaufen.

Jeden Tag hat der Markt eine 50% Chance, sich entweder nach oben oder nach unten zu bewegen, aber der intelligente Investor – mit einem Anlagehorizont von 20 Jahren oder mehr – hat historisch gesehen über diesen Zeitraum im schlimmsten Fall Gewinne im einstelligen Prozentbereich zu befürchten, wenn er ein diversifiziertes Aktienportfolio besitzt.

Ein Grund mehr, Dividendenaktien zu umarmen.

Die Aktien des Ölgiganten Royal Dutch Shell (LSE: RDSB)(ETR: R6C1) sind im Jahr 2014 um massive 9% gestiegen. Risikoscheue Anleger haben in große, solide Dividenden-Unternehmen investiert, von denen einige nun überteuert aussehen.

Shell wird mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 12 gehandelt und liegt damit niedriger als der Durchschnitt des FTSE100, der bei einem KGV von 13 liegt. Die Bewertung scheint also nicht schlecht zu sein, doch als Dividenden-Investor schauen wir natürlich zuerst einmal auf die Bargeldposition. Und das werden wir auch gleich tun, doch zuerst wollen wir uns ein wenig mit dem Unternehmen selbst befassen, damit wir auch verstehen, was wir da kaufen würden.

Nach einem enttäuschenden Jahr 2013 hat sich Shell entschieden, dass der beste Weg für das Unternehmen sein würde, erst einmal die Wachstumsaussichten zu dämpfen. Für ein Unternehmen von Shells Größe – zur Zeit ist Shell ungefähr $250 Milliarden wert – ist es schwer, dauerhaft zu wachsen. Ein Umstrukturierungsprogramm ist bereits angelaufen und Shell ist sehr schnell dabei, Anteile des Unternehmens zu verkaufen, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Shell hat sein Downstream-Geschäft in Australien für $2,6 Milliarden verkauft und insgesamt die ersten $12 Milliarden des $15 Milliarden schweren, auf die Jahre 2014/2015 ausgelegten Programms für Verkäufe von Unternehmensteilen bereits realisiert.

Langfristig will Shell jedes Jahr Unternehmensteile für ungefähr $5 Milliarden verkaufen. Die Geschwindigkeit des Umbaus hat geholfen, Shells Aktien Anfang September auf ein Fünfjahreshoch zu heben. Und der freie Cashflow — also die Einnahmen aus dem Unternehmen minus Kapitalausgaben — stieg im zweiten Quartal auf $8 Milliarden, nachdem er in den 12 Monaten zuvor zusammengenommen nur bei $7 Milliarden gelegen hatte.

Und nur ein kleiner Teil von Shells freiem Cashflow hat bereits ausgereicht, um damit die Dividende der ersten beiden Quartale dieses Jahres zu bestreiten. Spiegelt Shells unterdurchschnittliche Bewertung die mangelnde Wertschätzung der 4,5%-starken Dividende und der dominante Position auf dem Weltmarkt wider?

Das ist durchaus möglich, doch eine vollständige Analyse ist mir Shell zur Zeit nicht wert. Während ich gerade nicht aus dem Stehgreif sagen kann, dass ich Shells gegenwärtigen Zustand großartig finde, ist Shell eines von jenen Unternehmen, die ich mir später noch einmal ansehen werde, nachdem ich über einige andere Ideen nachgedacht habe.

In einem Portfolio ist sicher auch Platz für agilere, vielleicht etwas volatilere Wachstums-Unternehmen. Während das Investieren in kleinere Unternehmen generell als risikoreicher angesehen wird, kann man damit durchaus Profit machen, wenn man zuvor seine Hausaufgaben gemacht hat.

Ein Qualitätsunternehmen ist ein Qualitätsunternehmen, die Größe spielt da keine Rolle.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Mark Stones auf Englisch verfasst und wurde am 30.9.2014 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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