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Aktien im Rückblick: Eine weitere Woche, eine weitere Sackgasse – Außerdem: Rheinmetall Top, Deutsche Bank Flop

Die große Nachricht dieser Woche war natürlich der anhaltende Streit zwischen Griechenland und Deutschland über Griechenlands Staatsverschuldung. Dieser hat seit der Wahl der neuen griechischen Regierung für viel Unsicherheit auf den Märkten gesorgt. Es gab in den letzten Wochen eine Menge Berichterstattung über das Thema – auch hier! Deswegen werde ich nur ein paar wichtige Punkte ansprechen:

  • Am Donnerstag lehnte Deutschland einen Vorschlag Griechenlands ab, die Rettungsaktion um weitere sechs Monate zu verlängern.
  • Europäische Aktien stiegen trotzdem, weil Griechenlands Vorschlag auf die Forderungen der EZB-Finanzminister eingingen.
  • Griechenland hat jetzt fast kein Cash mehr.
  • Niemand weiß, was als nächstes passieren wird.

Der letzte Punkt ist wahrscheinlich der wichtigste, da die konventionelle Weisheit besagt, dass Ungewissheit nie gut für einen Markt ist. Definitive Hiobsbotschaften sorgen dafür, dass die Preise fallen, aber Ungewissheit verhindert oft, dass Preise steigen (oder zumindest nicht so steigen, wie sie sollten).

Aber in den letzten Wochen sind sie gestiegen, und der DAX Deutschlands hat gerade die Marke von 11.000 übertroffen: Rekordhoch! Die Stimmung der Anleger ist deshalb ebenfalls auf dem höchstem Niveau der letzten 12 Monaten. So hat es das ZEW-Wirtschafts-Institut am Dienstag veröffentlicht. Also: Trotz der anhaltenden Marktunsicherheit Griechenland (und nicht zu vergessen, die Ukraine) betreffend geht es aufwärts für deutsche Investoren.

Das Traurige daran ist, dass es nicht allzu viele davon gibt. Jahrelang schon hat Deutschland den fragwürdigen Ruf als das Land mit einer den niedrigsten Aktienmarkt-Beteiligungen. Letzte Woche veröffentlichte das Deutsche Aktieninstitut Zahlen, die zeigen, dass lediglich 13,1 % der Deutschen in Aktien investieren. Das bedeutet, dass die überwiegende Mehrheit der Deutschen von steigenden Märkten keinen persönlichen Gewinn ernten. Es ist schade, weil ich glaube, dass jetzt eine ausgezeichnete Zeit ist, in der viele deutsche Aktien zu investieren.

Die großen Indizes

Bei Marktschluss am Donnerstag kroch der DAX über die 11.000-Marke bis hoch auf 11.001,94, ein Gewinn von nur 0,5 % für die Woche bis jetzt. Der HDAX stieg ebenfalls nur einen Bruchteil eines Prozents, aber die anderen großen Indizes performten etwas besser: MDAX, TecDAX, SDAX und EuroStoxx 50 stiegen alle zwischen 1,4 und 2 %.

TOPS und FLOPS der Woche

TOP: Die Rheinmetall AG (ETR:RHM) (FRA: RHM), die Autoteile und Rüstungselemente herstellt, konnte am Donnerstag für 2014 bessere Zahlen als erwartet vorlegen. Die Aktie sprang daraufhin fast 7 % nach oben, die beste ein-Tages-Performance seit Monaten, und die größte ein-Tages Performance von allen HDAX-Aktien bisher diese Woche. „Auto-Industrie hat wieder die Erwartungen übertroffen, und der Rüstungsindustrie geht es nicht so schlimm wie erwartet”, erklärte Analyst Thomas Rau der Equinet Bank AG. Das Rüstungs-Segment des Unternehmens hatte wegen vermehrter Aufträge einen ungewöhnlich starken Anstieg von 76 % im vierten Quartal geschafft, das die Jahresverluste begrenzt.

TOP: Automobilhersteller Volkswagen AG (ETR:VOW) (FRA:VOW) war der größte Gewinner des DAX bisher diese Woche, und zwar um 4,7 % für die Woche zum Marktschluss am Donnerstag. Das Unternehmen wurde von einem Bericht am Dienstag gestützt, nach dem Volkswagens Neuwagenverkäufe in Europa im Januar um 8,3 % stiegen. Darüber hinaus von einem Bericht von J.P. Morgan Chase vom Montag, der das Kursziel für die Company von 205 Euro bis 228 steigerte.

FLOP: Die Deutsche Bank (ETR:DBK) (FRA: DBK) hatte die schlechteste Performance des DAX diese Woche, mit einem Fall von 2.4 % bis Donnerstags Marktschluss. Der Kreditsektor ist vom Streit zwischen Deutschland und Griechenland überproportional betroffen. Außerdem sollten Investoren wegen eines Berichts aus der Zeitung Handelsblatt vom Montag besorgt sein, der besagt, dass die Bank plan, ihre internationalen Aktivitäten „entschlacken“ zu wollen.

TOP, dann FLOP: Die Aktie von RIB Software (ETR:RSTA) (FRA:RSTA) machte einen tüchtigen Sprung um 6,5 % am Mittwoch. Das Softwareunternehmen berichtete, dass seine 2014-Ergebnisse vor Steuern gegenüber dem Vorjahr sich mehr als verdoppelte, um mehr als 122%. Absatz und Umsatz stiegen ebenfalls. Am Donnerstag hingegen gab die Aktie wieder etwas nach: um 2,3 %, wobei es sich wahrscheinlich um Gewinnmitnahmen handelt, da es keinerlei negativen Nachrichten vom Unternehmen gab.

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John Bromels besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt Aktien von Deutsche Bank.



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