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Milliardenschwere Hedgefondsmanager kaufen Amazon-Aktien – Solltest du das auch tun?

Quelle: Amazon

Hedgefondsmanager lieben Amazon (WKN:906866). Der Gigant des E-Commerce stellt einen der größten Anteile vieler Hedgefonds dar – darunter einige bekannte Namen wie Tiger Global Management und Viking Global Investments.

Der Internet-Verkäufer hat in den jüngsten Quartalen gut geliefert und weist eine Mega-Marktkapitalisierung mit einer der besten Leistungen auf dem Markt auf. In den letzten 12 Monaten sind die Anteile von Amazon um mehr als 54 % gestiegen. Ist es zu spät für Investoren, um aufzuspringen?

Halvorsen und Coleman weisen hohe Anteile auf

Unter den Hedgefonds war Amazon laut Goldman Sachs Ende März die am viertmeisten gehaltene Aktie. Die Bank achtet auf die Portfolios von mehr als 800 verschiedenen Fonds und folgt ihren beliebtesten Positionen regelmäßig. Ungefähr 141 verschiedene Hedgefonds besitzen Amazon zu einem gewissen Anteil; 58 von ihnen zählen die Aktie zu ihren Top-10. Durchschnittlich haben die Fonds, die Amazon unter ihren Top-10 halten, ungefähr 7 % ihres Kapitals in das Unternehmen gesteckt.

Amazon war für fast 9 % von Tiger Global Managements Portfolio verantwortlich. Das Gleiche gilt für Viking Global Investment. Tatsächlich war es die größte Position des Fonds. Beide werden von bekannten milliardenschweren Investoren verwaltet: Tiger Globals Chase Coleman ist ungefähr 2,4 Milliarden US-Dollar schwer und Viking Globals Halvorsen ungefähr 3,1 Milliarden US-Dollar.

Amazon wächst weiterhin schnell und könnte Cloud-Computing dominieren

Während Coleman und Halvorsen zwar beeindruckende Erfolge aufweisen können, sind sie mit Sicherheit nicht unfehlbar. Es kann natürlich interessant sein, der beliebten Auswahl von Hedgefonds zu folgen, aber dabei handelt es sich vielleicht nicht um die beste Investitionsstrategie.


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Natürlich stimmen die bekannten Fakten über Amazon – es ist profitabel, allerdings nicht solide dabei. Es wird zurzeit mit einem Trailing-KGV von ungefähr 307 gehandelt. Amazons Verkäufe wachsen weiter rapide, aber es reinvestiert sein Kapital in seine Geschäfte und bietet seinen Angestellten großzügige Aktienoptionen, die von seinen angepassten Gewinnen ausgeschlossen sind.

Aber Amazons Geschäft boomt. Sein Nettoumsatz ist im letzten Quartal um 28 % gestiegen, was durch sein Hauptgeschäft als Händler und sein Cloud-Computing-Segment getragen wurde – Amazon Web Services (AWS). Amazons Verkäufe sind auf Jahresbasis um 25 % gestiegen, während seine Cloud-Umsätze um fast 64 % in die Höhe schnellten. Nimmt man die aktienbasierte Kompensation aus der Gleichung, sind alle Segmente Amazons profitabel.

Im Hinblick auf Marktkapitalisierung ist Amazon der wertvollste Einzelhändler der Welt. Die Verkäufe hingegen hängen noch hinter denen seiner größten Rivalen hinterher. Wal-Mart hat beispielsweise im letzten Jahr 482 Milliarden US-Dollar Umsatz generiert – Amazon hingegen 107 Milliarden US-Dollar. Damit hat es viel Wachstumsspielraum. Analysten bei Cowen & Co erwarten von Amazon, dass es bis 2019 als ein Top-10-Verkäufer von Lebensmitteln hervorgeht. Heute spielt das Unternehmen in diesem Bereich nur eine bescheidene Rolle. Außerdem sagen sie voraus, dass Amazon der größte Verkäufer von Kleidung in den USA innerhalb eines Jahres sein wird.

Amazon hat harte Konkurrenz im Bereich Cloud Computing, generiert allerdings weit mehr Umsatz als seine Konkurrenz. Im Mai argumentierte der ehemalige Unternehmenschef Chamath Palihapitiya, der jetzt Investor ist, dass Amazon eines der größten Monopolgeschäfte mit seiner Cloud-Computing-Dominanz aufbaut. Laut Palihapitiya könnte Amazons Kontrolle über Cloud Computing seine Marktkapitalisierung auf unglaubliche 5 Billionen US-Dollar in den nächsten Jahrzehnten erhöhen.

Auf einem Fast-Jahreshoch zu kaufen, könnte für Investoren jedoch einen enttäuschenden Rückschlag bedeuten, aber man kann sich leicht vorstellen, wie Amazons Geschäft in zehn Jahren weit größer und wertvoller sein wird als heute.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.com.

Dieser Artikel wurde von Sam Mattera auf Englisch verfasst und am 21.7.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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