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Mittwochsbilanz: Adidas hui, Banken pfui

In der laufenden Handelswoche konnte der DAX den Anstieg, der ihn im Juli weit aufwärts geführt hatte, nicht fortsetzen. Wegen schwacher Quartalsergebnisse mehrerer Unternehmen gab der Index am Dienstag deutlich nach.

Die Aktie eines Sportartikelherstellers markierte ein neues Rekordhoch während die Aktienkurse zweier einstmals vornehmer Geldhäuser richtig tief in die Grütze gingen …

Was war an der Börse los?

Nach einem komfortablen Plus im Vormonat startete der DAX (WKN:846900) mit einem kleinen Verlust in den August. Das deutsche Kursbarometer fiel am Montag um 0,1 Prozentpünktchen auf 10.331 Zähler.

Wesentlich größer war der Abschlag, den Aktionäre des Versorgers RWE (WKN:703712) hinnehmen mussten: Ihre Papiere verbilligten sich um 3,8 % und landeten ganz unten in der DAX-Liste. Die Führung des Essener Konzerns hatte zuvor verlauten lassen, dass sie in den Geschäftsbereichen, die ins Tochterunternehmen Innogy ausgegliedert werden sollen, ein Gewinnminus erwartet. Im Sog von RWE tauchten auch die Anteilscheine des Konkurrenten E.ON (WKN:ENAG99) um mehr als 2 % ab.

Den größten Kursgewinn im DAX verbuchte wieder einmal die Aktie von Adidas (WKN:A1EWWW), die im Tagesverlauf ein neues Rekordhoch markierte und bei Handelsschluss ein Plus von 1,4 % zeigte.

Richtig gut flutschte es auch bei der im MDAX (WKN:846741) notierten Aktie von Fuchs Petrolub (WKN:579430), die sich an die Spitze des deutschen Midcap-Index setzte. Die Marktteilnehmer quittierten die Halbjahreszahlen des Schmierstoffproduzenten, die deutlich besser als erwartet ausgefallen waren, mit einem Aufschlag von 3 %.

Ein wichtiges Gesprächsthema auf dem Parkett waren die Ergebnisse des Stresstests der Europäischen Bankenaufsicht, bei dem sich weder die Commerzbank (WKN:CBK100) noch die Deutsche Bank (WKN:514000) mit Ruhm bekleckert hatten. Kein Wunder also, dass deren Anteilscheine mit einem Minus von jeweils rund 2 % tief in den Börsenkeller geschickt wurden.

Am Dienstag ging es bei den Banktiteln weiter bergab. Die Commerzbank brach um satte 9,2 % ein, nachdem der Vorstand bei der Vorlage schwacher Halbjahreszahlen verkündet hatte, dass 2016 ein Erreichen des Vorjahresergebnisses illusorisch sei. Die Marktkapitalisierung der Deutschen Bank sank um 5 %. Nur der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass die Aktien beider Geldhäuser damit bei neuen Rekordtiefs angekommen sind.

Deutlich nach unten ging es auch bei Infineon (WKN:623100), die sich im Juli durchaus wacker geschlagen hatte: Bei der Aktie des Halbleiterkonzerns setzten nach der Vorlage von Geschäftszahlen Gewinnmitnahmen ein. Deren Folge: ein Kursverlust von 4,9 %.

Miese Stimmung herrschte auch bei den Aktionären der Lufthansa (WKN:823212), deren Kurs mehr als 3 % nachgab. Anlass für den Abschlag: Die Kranich-Airline wollte wegen eines Buchungsrückgangs und der derzeitigen Terrorangst kein konkretes Gewinnziel fürs laufende Jahr ausrufen.

Und wie lief am Dienstag der Gesamtmarkt? Angesichts der quartalszahlenbedingten Abschläge ging der deutsche Leitindex um 1,8 % in die Knie und notierte beim Xetra-Schluss mit 10.144 Punkten.

Am Mittwoch war die Stimmung auf dem Parkett zwar besser, aber immer noch angespannt. Der DAX gab bis 15:20 Uhr 0,2 % ab. Stark gefragt war wegen der Vorlage guter Quartalszahlen die Aktie der Deutschen Post (WKN:555200), die mehr als 3 % zulegte.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstag (04.08.) veröffentlichen u. a. der Elektroriese Siemens (WKN:723610), der Nivea-Hersteller Beiersdorf (WKN:520000) sowie der Chemie- und Pharmakonzern Merck KGaA (WKN:559990) Quartalsberichte. Während die Analysten noch auf diese Zahlen starren, veröffentlicht die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Wirtschaftsbericht. In den Vereinigten Staaten öffnen Kellogg, Symantec und LinkedIn ihre Bücher.

Am Freitag (05.08.) legt die Allianz (WKN:840400) Quartalszahlen vor. In den USA werden der Arbeitsmarktbericht für Juli und die Handelsbilanz für Juni veröffentlicht.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool eine angenehme Restwoche.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt Aktien von LinkedIn.



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