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Warum der Schlusskurs des Dow Jones von unter 20.000 Punkten keine Rolle spielt

Bildquelle: Pixabay, markusspiske

Das Auf und Ab der Börse macht es irgendwie sinnlos, einen Meilenstein zu feiern.

Die Leute haben am 25. Januar gejubelt, als der Dow Jones Industrial Average zum ersten Mal bei über 20.000 Punkten geschlossen hat. Jetzt, ein paar Tage später, steht der Dow unter diesem Wert und es fühlt sich ein bisschen so an, als hätten wir alle den 100. Geburtstag von jemandem gefeiert, nur um dann zu merken, dass diese Person auf einmal wieder 97 ist.

Das ist ein sich ständig wiederholendes Muster. Die Medien und die Leute, die dem Markt folgen und selbst diejenigen, die von den Nachrichten hineingezogen werden, lassen sich von einer eigentlich zufällig gewählten Zahl hinreißen. Allgemein gesprochen solltest du die Aktien, von denen du glaubst, dass man sie kaufen und langfristig halten sollte, auch weiter halten. Sie haben sich nämlich nicht geändert, nur weil der Markt jetzt an einem Meilenstein vorbeigezogen ist und wieder einen Rücksetzer gemacht hat.

In diesem Fall ist auch noch eine neue Regierung an der Macht, was zusätzlich zur Unsicherheit beiträgt, und es wird auf und ab gehen. Das bedeutet aber nicht, dass du deine persönliche Investmentstrategie ändern sollst, zumindest größtenteils nicht.

Präsident Donald Trump hat den Markt nach unten geschickt, und was er als nächstes tut, könnte den Markt wieder nach oben schicken. Bildquelle: ABC/ Ida Mae Astute.

Präsident Donald Trump hat den Markt nach unten geschickt, und was er als nächstes tut, könnte den Markt wieder nach oben schicken. Bildquelle: ABC/ Ida Mae Astute.

Was passiert da gerade?

Der Dow Jones stieg, als Donald Trump zum Präsidenten gewählt wurde. Das geschah, weil der ehemalige Geschäftsmann von vielen als ein Befürworter der Unternehmen und als ein Gegner der Regulierungen gesehen wurde – im Vergleich zu seiner damaligen Gegnerin Hillary Clinton.

Diese Welle, die nach der Inaugurationsfeier weiterging, schickte den Dow dann auch über 20.000 Punkte, wo er für zwei volle Handelstage verweilte. Der Markt mag keine Unsicherheit, und jetzt, da es ein paar besorgniserregende Punkte gibt, wie Trump mit Reisenden, darunter Flüchtlingen, aus sieben Ländern umgehen möchte, ist der Markt wieder unter die Marke von 20.000 Punkten gefallen.

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Starbucks ist noch immer Starbucks

Kurzfristige politische Sturmwarnungen können den Markt schon mal nach unten ziehen (aber gleichzeitig Kaufgelegenheiten schaffen). Das geschieht nicht nur beim Markt, sondern auch bei einzeln Aktien. Hier nur ein Beispiel: Starbucks (WKN:884437) CEO Howard Schultz schrieb seinen Angestellten einen Brief, in dem er sich offen gegen die Aktionen von Trump ausspricht und verspricht, 10.000 Flüchtlinge bis 2018 einzustellen.

Mit dieser Aktion wird das Unternehmen mehr Unterstützung von den Leuten erfahren, die gegen den Präsidenten opponieren. Gleichzeitig hat es zu einem Boykott der Kette von all denen geführt, die auf Trumps Seite sind. Egal, welche Meinung du bei dieser Sache teilst, es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Handlungen der Regierung nichts getan haben, um die langfristigen Fundamentaldaten von Starbucks zu ändern. Wenn du an das Unternehmen und an die Technologie des Unternehmens glaubst sowie an die Expansionspläne und die Bemühungen, den Premium-Kaffee weiter auszubauen, dann sind all diese Elemente langfristig immer noch gültig.

Solange du nicht glaubst, dass ein Unternehmen einen bedeutenden Prozentsatz seiner Kunden in einer Weise geärgert hat, die sich nicht im Lauf der Zeit wieder legen wird, dann kann ich dir sagen, dass hier selbst kurzfristig erhitzte Kontroversen das Business nicht in Mitleidenschaft ziehen. Wenn du glaubst, dass ein Unternehmen einen guter Kauf ist, dann schaffen diese kurzfristigen Turbulenzen am Markt Kaufgelegenheiten.

20.000 Punkte ändern den Markt nicht

Es ist wichtig nicht zu vergessen, dass der Dow Jones mit 19.000 Punkten, verglichen mit 20.000 oder 21.000 Punkten, die Fundamentaldaten der Unternehmen nicht ändert. Dasselbe gilt auch für einen überraschenden Wahlsieg oder ein entsprechend kontroverses Thema in den Medien.

Eine gut geführte Marke, von der du überzeugt bist, und die diese kurzfristig Instabilität überleben kann, bleibt ein guter Kauf – egal, was der Markt gerade macht.

Es macht natürlich Spaß, neue Höchststände zu feiern (bei neuen Tiefständen ist das nicht ganz so lustig). Doch es ist wichtig, dass diese Zahlen oder kurzfristige Nachrichten deine langfristigen Investmentpläne nicht ändern. Immerhin war der Dow Jones bei 20.000 Punkten nur deshalb ein Meilenstein, weil wir gerne runde Zahlen mögen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Starbucks.

Dieser Artikel wurde von Daniel Kline auf Englisch verfasst und wurde am 30.01.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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