Die Pläne von Philip Morris International für 2017

Philip Morris International (WKN:A0NDBJ) hat sich in seiner kurzen Geschichte als eigenständiges, öffentlich gehandeltes Unternehmen sehr gut bewährt, aber die Kursgewinne haben sich vor Kurzem verlangsamt. Die Investoren wollten neue Wachstumsmöglichkeiten, um die bereits bestehenden Chancen des Unternehmens besser zu nutzen. Bei einer Konferenz wandte sich CFO Jacek Olczak an die Consumer Analyst Group von New York und stellte einige wichtige Aspekte für das Wachstum von Philip Morris vor.
Die laufende Transformation bei Philip Morris
Den bedeutendste Kommentar machte Olczak am Anfang seiner Präsentation: „2016 war ein wichtiges Jahr für PMI, das spiegelt spannende Fortschritte bei unserem Übergang in eine rauchfreie Zukunft wider.“ Die Aussage des CFO beruht insbesondere auf der Tatsache, dass „während unser Zigarettenportfolio unser Einkommenswachstum im vergangenen Jahr weiter ansteigen ließ, haben wir das enorme Potenzial unseres Produktportfolios mit reduziertem Risiko erkannt.“
Olczak wies auch darauf hin, dass 2016 das erste Jahr war, in dem Produkte mit reduziertem Risiko Philip Morris den Gewinn bedeutend gestützt haben. Von rund 1,05 Milliarden US-Dollar zusätzlichen Nettogewinnen im Jahr 2016 (ohne die Auswirkungen der Verbrauchsteuern), haben reduzierte Risiko-Produkte in 739 US-Dollar Millionen gebracht. Im Jahr 2015 war es noch ein zu vernachlässigender Betrag gewesen.
Philip Morris glaubt, dass die Produkte mit weniger Gesundheitsgefahren „die größte Chance bieten, das Wachstum unseres Geschäfts erheblich zu beschleunigen und unsere Aktionäre langfristig zu belohnen“, so die Worte des CFO. Darüber hinaus wies Olczak darauf hin, dass „es unsere Vision ist, dass die Produkte mit niedrigerem Gesundheitsrisiko eines Tages Zigaretten ersetzen werden, und in der Tat haben bereits über 1,4 Millionen erwachsene Verbraucher das Rauchen aufgegeben und auf unsere Produkte mit reduziertem Risiko umgestellt.“
Welche Wege wird Philip Morris beschreiten?
Der Erfolg der iQOS-Technologie war für Philip Morris bereits riesig und wird wahrscheinlich der Schlüssel für die nahe Zukunft des Unternehmens bleiben. Die Markteinführung ist in Japan sehr gut gelaufen und konnten einen beeindruckenden Marktanteil von fast 7 % in der letzten Januarwoche erreichen. In nur einem Monat konnte noch ein ganzer Prozentpunkt hinzugewonnen werden. Das Unternehmen sieht im Jahr 2017 weitere Rollouts in den Märkten rund um den Globus vor. Die Produktionskapazitäten sollen Philip Morris helfen, dass der Lieferengpass bei den HeatSticks-Tabak aus dem Jahr 2016 sich nicht mehr wiederholt.

CFO Jacek Olczak. Bildquelle: Philip Morris.
Dennoch hat Philip Morris für die Produkte mit reduziertem Risiko weitere Ideen. Eine andere Kategorie von Tabakprodukten sieht und fühlt sich ähnlich an wie eine Zigarette an und verwendet für das Anheizen des Tabaks eine andere Art von Wärmequelle, ohne ihn aber zu verbrennen. Mittlerweile verwenden zwei andere nikotin-basierte Dämpfe, die überhaupt keinen Tabak enthalten. Eine macht sich eine chemische Reaktion zunutze, um den Dampf zu erzeugen, die andere verwendet eine Art elektrische Heizvorrichtung. Im kommenden Jahr sollen alle Plattformen getestet werden. Philip Morris ist aufgrund der Testergebnisse bereits optimistisch gestimmt.
Wird der starke Dollar Philip Morris weiter plagen?
Die Ergebnisse von Philip Morris wurden auch finanziellen Überlegungen beeinflusst. In den vergangenen Jahren stellte der starke Dollar einen riesigen Gegenwind für das Unternehmen dar, in den letzten Jahren machte er das organische Einkommenswachstum zunichte, das das internationale Geschäft an Umsatz und Gewinn bringt.
Philip Morris erwartet, dass sich das allerdings 2017 abmildern wird. Olczak merkte an, dass man mit weniger negativen Währungseffekte rechne. Daher habe man den Ausblick der negativen Währungseffekte mehr als halbiert und erwarte jetzt nur noch 0,08 US-Dollar pro Aktie, die den Gewinn für das Gesamtjahr 2017 senken sollen. Der CFO wies auf Währungen wie das ägyptische Pfund und den russischen Rubel hin, die der Grund für den neuen Ausblick wären.
Insgesamt sieht Philip Morris International eine solide organische Leistung, und wenn die Währungsprobleme im Jahr 2017 gelöst sind, dann sollten die Anleger auch endlich mehr Kursgewinne sehen als in den letzten Jahren. Auf lange Sicht wird der Erfolg von IQOS und ähnlichen Produkte mit reduziertem Risiko für Philip Morris entscheidend sein. Wenn sich der Zigarettenriese wirklich in einen Produktspezialisten für reduziertes Risiko verwandeln kann, dann könnte er seine Konkurrenten hinter sich lassen und als echter Innovator der Branche hervorgehen.
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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.
Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und wurde am 03.03.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.