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3 Bereiche, in denen Apple problemlos wachsen könnte

Bildquelle: Pixabay

Schon seit einiger Zeit besteht Zwietracht darüber, ob Apple (WKN: 865985) seinen Wachstumszenit bereits überschritten, oder noch einiges an Potenzial zu bieten hat. Für viele rückt an dieser Stelle zwangsläufig das iPhone, das im Q1 des aktuellen Geschäftsjahres für rund 70 % der Umsätze gestanden hat, in den Vordergrund. Angesichts dieses beeindruckenden Anteils am Gesamtumsatz auch absolut nicht verwerflich.

Es könnte allerdings andere, vielversprechende Bereiche geben, die in Zukunft den Wachstumsmotor bei Apple zum Laufen bringen. Diese hätten unter Umständen sogar das Potenzial, die obig skizzierte Abhängigkeit vom iPhone zu verringern, aber das ist ein anderes Thema.

Betrachten wir nun also drei potenzielle Bereiche, die für Apple immer bedeutender werden könnten.

1) Streamingdienste

Ein Bereich, der definitiv das Zeug zu Wachstum hat, sind die Streamingdienste. Vor allem der jüngst bekannt gewordene Vorstoß in das Videostreamingsegment ist meiner Meinung nach sehr aussichtsreich. Der Großbereich des Videovermittelns und -empfangens über das Internet (zu dem allerdings auch der hier schlummernde Werbemarkt gezählt wird), könnte nämlich gängigen Prognosen zur Folge bis 2020 auf über 40 Milliarden US-Dollar ansteigen. Von knapp über 5 Milliarden US-Dollar weltweit im Jahr 2010, wohlgemerkt.

Natürlich haben die Platzhirsche Netflix (WKN: 552484) und Amazon (WKN: 906866) hier noch eine dominante Marktstellung. Diese könnte aber prinzipiell von Apple, das für seine überaus loyale Anhängerschaft bekannt ist, ernsthaft unter Beschuss genommen werden, guten, exklusiven Videocontent natürlich vorausgesetzt.

Angesichts des prognostizierten Marktumfanges und der Tendenz zu immer mehr Was-ich-will-wann-ich-will Fernsehen folglich ein interessanter, hypothetischer Wachstumsmarkt für Apple.

2) Pharma-Applikationen

Weiteres Wachstum könnte grundsätzlich aus Apples Bemühungen in der Pharmaindustrie herrühren. Viel wird hier gemunkelt, fokussieren wir uns jedoch lieber auf ein paar bekannte Ausschnitte.


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Bereits im Jahr 2015 wurde bekannt, dass Apple in den Bereich der medizinischen Forschung einsteigen möchte. Genauer gesagt, in die Datengewinnung. Damals wurde eine erste Initiative gestartet, mit deren Hilfe Apple Nutzer bei medizinischen Apps ihre Vitaldaten hinterlassen sollten, zwecks Auswertungen durch entsprechende Forschungseinheiten (in welcher Weise auch immer). Auch wenn diese Datenplattform anfänglich kostenlos zugänglich gewesen ist, könnte Apple generell zu irgendeinem Zeitpunkt versuchen, Daten zu gewerblichen Zwecken zu verwenden. Wie u. a. Facebook (WKN: A1JWVX) eindrucksvoll zeigt eignen sich Daten grundsätzlich hervorragend, um daraus Geld zu erhalten. Bei medizinischen Daten sollte das wohl gleichsam gelten.

Weiterhin mutmaßt man, dass Apple versuchen könnte, die Ärzte-Patienten-Interaktion mittels seiner Gerätschaften und Software zu revolutionieren. Aber das ist natürlich Zukunftsmusik. Letztlich jedoch ein Markt, der noch nicht ausgereizt ist und reichlich Wachstumspotenzial beherbergen dürfte. Und vielleicht könnte dieser Markt langfristig Apples Wearables beflügeln, da sich diese hervorragend eignen, um (Vital-)Daten aufzuzeichnen.

3) Bezahldienste

Der dritte Bereich, den wir näher betrachten wollen, ist der Bezahldienst Apple Pay. Allerdings ist das im Gegensatz zu den anderen beiden kein wirklich neuer Kandidat, sondern eigentlich schon ein überaus etablierter.

Wie vor Kurzem bekannt geworden ist, zahlen sich hier schon die Bemühungen des Kult-Konzerns aus Cupertino aus. 36 % aller US-Einzelhändler akzeptieren in den Vereinigten Staaten bereits Apples Zahlungsmethode, was zum jetzigen Zeitpunkt schon eine höhere Akzeptanz darstellt als vergleichsweise bei PayPal (WKN: A14R7U) mit 34 %.

Langfristig könnte diese Zahlmethode natürlich noch weiter wachsen und unter Umständen sogar Kreditkarten Konkurrenz machen. Weiteres Wachstumspotenzial besteht selbstverständlich gerade in Staaten wie Deutschland, wo sich Kreditkarten allmählich erst anfangen durchzusetzen. Diese offene Entwicklung anderen Zahlungsmitteln gegenüber hätte dementsprechend das Potenzial, auch Bezahldienste via Smartphone, wie eben auch Apple Pay, zu beflügeln.

Die Zukunft liegt in den Diensten!

Alle drei Bereiche zeigen es: Das größte Potenzial für Apple liegt vermutlich in seinen Diensten. Egal ob Datengewinnung, Datenverbreitung oder Zahlungsabwicklung, viel deutet darauf hin, dass die Zukunft hier in der effektiven und effizienten Nutzung der Hardware, als in der Hardware selbst liegt.

Gute Dienste stellen darüber hinaus ebenfalls sicher, dass auch die Gerätschaften von Apple immer weiter von Nöten sein werden. Auch wenn diese dann unter Umständen kein Wachstum mehr verzeichnen, so kann zumindest bei weiterer, erfolgreicher Implementierung der Dienste davon ausgegangen werden, dass die Gerätschaften zumindest konstante Ertragszahlen in einem Ersatzmarkt liefern dürften.

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Vincent besitzt Aktien von Apple. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Facebook, Netflix, PayPal Holdings und Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.



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