NVIDIAs Absätze bei Datenzentren verdreifachten sich im Q1

Der Prozessor-Hersteller NVIDIA (WKN:918422) verkündete am Dienstag nach Handelsschluss seine Einnahmen im ersten Quartal des Geschäfsjahrs 2018. Hier ist alles, was man als Anleger wissen sollte.
Die nackten Zahlen
| Wert | Q1 2018 | Q1 2017 | Veränderung ggü. Vorjahr |
| Umsatz | 1,94 Milliarden Dollar | 1,31 Milliarden Dollar | 48 % |
| Nettoeinnahmen | 507 Millionen Dollar | 208 Millionen Dollar | 144 % |
| Einnahmen pro Aktie | 0,79 Dollar | 0,35 Dollar | 126 % |
DATA SOURCE: NVIDIA.
Was war letztes Quartal bei NVIDIA los?
- Im Bereich Datenzentren konnte der Absatz nahezu verdreifacht werden. Im Vorjahresquartal lag der Absatz bei 143 Millionen Dollar. Diese Division ist mittlerweile für ein Fünftel aller Absätze bei Nvidia verantwortlich. Im Jahr davor waren es bloß 11 %.
- Die Absätze in der Auto-Sparte stiegen 24 % und lagen dann bei 140 Millionen Dollar. Die Umsätze im Gaming-Segment hingegen stiegen 49 % auf 1,03 Milliarden Dollar. Allerdings sanken die Absätze in der Visualisation und dem OEM-Segment.
- Der Cashflow sank von 263 Millionen Dollar auf 229 Millionen. Die großen Unterschiede zwischen Cashflow und Nettoeinnahmen stammen aus den Veränderungen in der Kapitalstruktur. So hat sich das Inventar beispielsweise auf 821 Millionen Dollar mehr als verdoppelt, und die Außenstände stiegen 87 % und landeten bei 976 Millionen Dollar.
Nvidias Verantwortliche führten mal ein bisschen Anlegerguidance für das Q2 2018 ins Feld:
- Der Umsatz sollte bei 1,95 Milliarden Dollar enden, etwa 36 % über dem Q2 des Geschäftsjahrs 2017.
- Die Einnahmen sollten bei 435 Millionen Dollar liegen bzw. 0,68 Dollar pro Aktie. Diese Schätzung basiert auf den erwarteten Bruttomargen, operativen Ausgaben und Steuersätzen. Die berechneten Einnahmen pro Aktie setzt eine stabile Anzahl Aktien voraus, allerdings sollte man im Kopf haben, dass Nvidias verwässerte Aktien in den letzten vier Quartalen 7 % gestiegen ist.
Was das Management dazu sagt
In einer Pressemitteilung wies Nvidias Gründer und CEO Jensen Huang auf die guten Aussichten für seine Datenzentren hin.
„Die Revolution im Bereich Künstliche Intelligenz dreht sich schnell und schneller. Eine Branche nach der anderen versteht nach und nach, dass Deep Learning und Künstliche Intelligenz die wichtigsten Technologien unserer Zeit sind.“
Die Datenzentren, die in diesem Quartal besonders hinzugewonnen haben, waren in Verbindung mit Cloud-Computing-Vorrichtungen und Deep-Learning-Systemen.
Blick nach vorn
Die neue Chip-Architektur bringt dem Unternehmen tolle Resultate. Huangs neue Aufgabe wird sein, dass man weiter das Momentum zu nutzen weiß. Deswegen versucht man im Spielekonsolenmarkt einen Fuß in die Tür zu bekommen, zudem bietet die Auto-Branche tolle Möglichkeiten, langfristig zu wachsen.
Der Erzrivale Advanced Micro Devices (WKN: ) hat auch eine ganze Reihe neuer Grafikprozessoren auf dem Tisch, auch die wurden weitestgehend gut beurteilt und verkaufen sich stark. Aber Nvidia hat die Latte noch einmal hochgelegt, indem man für das nächste Quartal tolle zahlen erwartet, während bei AMD die Absatzzahlen eher nach unten zeigen.
Falls dies ein Zeichen dafür ist, dass Nvidia effektiver am Markt ist als AMD, dann befinden sich Huang und seine Anleger auf dem richtigen Weg. Es wird sich zeigen.
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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Nvidia.
Dieser Artikel von Anders Bylund erschien am 9.5.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.
