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Heidelberger-Druck: +150 % in fünf Jahren – und die nächsten fünf?

Foto: Getty Images

Die Aktie von Heidelberger Druckmaschinen (WKN:731400) aus dem SDAX, ist in den letzten fünf Jahren um sagenhafte 150 % geklettert. Das erscheint merkwürdig, ist der Trend der Digitalisierung doch komplett konträr zu einem traditionellen Druckerei-Unternehmen.

Warum aber gerade das Heidelberger Druck so interessant machen könnte und warum die letzten fünf Jahre erst der Anfang gewesen sein könnten, erfährst du hier. Eine Analyse von Zukunftsperspektiven.

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Mit guten Zahlen aus der Krise

Das „Amazon der Druckbranche“ wollen sie werden, sagte Heidelberger-Druck-Chef Rainer Hundsdörfer vor kurzem. Das Unternehmen sei beim Thema „Digitalisierung“ weit fortgeschritten und läge vor den Konkurrenten aus dem Maschinenbau-Sektor.

Heidelberger-Druck zeigt schon jetzt mit seinen Zahlen deutlich, was sich in den vergangenen Jahren im Unternehmen getan hat. Noch 2012 verbuchte das Unternehmen ein operatives Ergebnis von -139,80 Millionen Euro. Seit 2009 war die Produktion inmitten der Finanz- und Wirtschaftskrise um knapp ein Viertel eingebrochen, die gesamte Branche trafen Sparmaßnahmen hart.

Doch schon im Jahr 2016 konnten die ersten positiven Zeichen für einen Aufschwung mit einem operativen Ergebnis von 95,79 Millionen Euro gesetzt werden. Die Tendenz ist im Vergleich zu den Vorjahren steigend. Hinzu kommt, dass die Aktie den SDAX in den letzten Jahren klar outperformte, also besser war als der Durchschnitt.

Heidelberger-Druck Aktie: Operatives Ergebnis (in Millionen EUR)

20122013201420152016
operatives Ergebnis -139,80-36,8062,2019,7095,70

Quelle: Arriva

Digitalisierung: Das macht Heidelberger-Druck richtig

Heidelberger-Druck ist ein Unternehmen, das die Zeichen der Zeit erkannt hat. Selbstverständlich? Nein, denn viele andere Unternehmen aus der Maschinenbau-Branche stellen sich wie gelähmt gegen den Trend der Digitalisierung.

Aber heute geht es um 3-D-Drucker, Big Data, Künstliche Intelligenz, Augmented Reality und das Internet der Dinge. Geschäftsbereiche mit denen sich bei Heidelberger-Druck schon seit längerem intensiv beschäftigt wird. Intelligente Maschinen werden in Zukunft viele Arbeiten vom Menschen übernehmen. Ich sage, schon 2020 werden wir voller Erstaunen auf das Jahr 2000 zurückblicken und erkennen, was sich wieder mal alles in den letzten zwei Jahrzehnten geändert hat, und dass wir uns das nie hätten träumen lassen.

Die Unternehmensberatung McKinsey hat in einer Studie herausgefunden, dass Maschinenbauer insgesamt flexibler werden müssen und eigene Bereiche für Digitalexperten schaffen müssen. Wachstumschancen würden sich nur dann ergeben, wenn man sich mutigen Schrittes den neuen Herausforderungen stellt. „Neue Geschäftsmodelle, die auf Daten basieren, werden 2020 mehr als 10 Prozent zum Umsatz beitragen“, besagt die Studie.

Und genau das tut Heidelberger-Druck. Über die Industrie 4.0 spricht man dort schon seit über 10 Jahren. Mit der Abteilung Smart-Factory wird seit 2014 an digitalen Lösungen gearbeitet und 2016 gab es für die hauseigene Innovation View2Connect sogar den Digital Leader Award.

Heidelberg arbeitet bei anderen Projekten auch auf Basis von OpenSource. Das bedeutet, dass auch externe Entwickler eingeladen sind, die Tools von Heidelberg zu verbessern und Innovationen in das Unternehmen zu tragen.  Dadurch war es beispielsweise möglich, eine starke Unterstützung der View2Connect-Software auf mobilen Geräten zu garantieren. So können Ingenieure jetzt auch auf Touchscreens arbeiten und entwickeln.

Das ist nur ein kleiner Teil der großen Digitalisierungs-Offensive von Heidelberger-Druck. Der Aktie kann dieses Bemühen nur gut tun.

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Marvin Engel besitzt Aktien der Heidelberger-Druck. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.



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