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Wer sich alles einig ist, dass die Aurelius-Aktie unterbewertet ist

Quelle: Getty Images

In vieler Hinsicht konnte die Münchener Beteiligungsgesellschaft Aurelius (WKN:A0JK2A) die Short-Attacke aus dem Frühjahr bereits hinter sich lassen. Viele der wichtigen Anschuldigungen sind bereits entkräftet und auch operativ läuft es rund.

Die Aktie bleibt aber noch immer ein gutes Stück von ihrem Allzeithoch von knapp über 67 Euro entfernt. Einige sind deshalb der Meinung, dass die Aktie zu aktuellen Kursen ein Schnäppchen ist. Hier erfährst dazu Näheres aus drei verschiedenen Blickwinkeln.

1. Analysten sehen Potential

Aktienanalysten neigen nicht unbedingt dazu, einem mit großer Verlässlichkeit sinnvolle Kursziele bereitzustellen. Trotzdem sind ihre Aussagen und Meinungen eine interessante Kontrastfolie.

Im Fall von Aurelius sind sich alle Analysten einig, dass die Aktie derzeit unterbewertet ist. Die Meinungen unterscheiden sich lediglich zwischen ein bisschen und extrem unterbewertet:

InstitutKursziel in EuroEmpfehlung
Commerzbank82,00kaufen
Berenberg74,00kaufen
Hauck Aufhäuser Institutional Research AG65,00kaufen
Oddo Seydler Bank AG56,00kaufen
Baader Bank55,90kaufen

Quelle: Aurelius Investor Relations, Stand 07.07. bis 11.08.2017

2. Eine Fondsmanager-Legende sieht den NAV bald bei über 70 Euro

Richard Pease ist einer der erfolgreichsten europäischen Fondsmanager überhaupt. Er schlägt schon seit Jahrzehnten den Markt für seine Anleger mit seinem Fokus auf europäische Aktien. In seinem Fonds CRUX European Special Situations Fund ist Aurelius sogar die größte Position und Pease hat schon seit langer Zeit große Summen in die Münchener Beteiligungsgesellschaft investiert. Den Rücksetzer nach der Short-Attacke hat er genutzt, um seine Position aufzustocken.


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Nach persönlichen Gesprächen mit dem Management sieht er keinen Grund, sein Vertrauen in das Unternehmen zu verlieren. Im Gegenteil, die massive Übernahme von Office Depot Europe wird den Nettoinventarwert (NAV) je Aktie seiner Ansicht nach schon bald auf über 70 Euro bringen.

In einem Interview mit Citywire hat er sein Vertrauen prägnant zusammengefasst:

„Das ist ein Beispiel eines Unternehmens, bei dem man einfach dabei bleiben muss, die schlechte Presse vorüberziehen lassen sollte und die Zahlen betrachten. Es wird mit einem großen Abschlag gehandelt und hat eine satte Dividendenrendite.“

3. Das Management reiht sich durch seine Taten ein

Oftmals sprechen Taten mehr als tausend Worte. Besonders ein Unternehmen wie Aurelius, das darauf spezialisiert ist, sich ganz genau zu überlegen, wie es mit seinem Kapital die besten Renditen erzielt und welche Bewertungen attraktiv sind, wird sich viele Gedanken darüber machen, wann es die eigenen Aktien zurückkauft.

Deshalb ist das derzeit laufende Aktienrückkaufprogramm ein klares Signal, dass das Management die Aktie momentan als unterbewertet betrachtet. Wie im Bericht zum ersten Halbjahr erwähnt, stehen noch dutzende Millionen an Mitteln bereit, die in Aktienrückkäufe fließen sollen. Insofern müssen sich langfristige Anleger gar nicht unbedingt über die niedrigeren Kurse ärgern, denn da das Aktienrückkaufprogramm so mehr Aktien erwerben kann, steigt dessen Effekt um Millionen von Euro.

Kurz zusammengefasst scheinen sich also Analysten, ein erfolgreicher Fondsmanager und das Management selbst einig zu sein, dass die Aurelius-Aktie unterhalb ihres fairen Werts gehandelt wird.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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