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Novo Nordisk: Endlich wieder langweilig?

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Foto: Getty Images

Die Aktie von Novo Nordisk (WKN: A1XA8R) hat in den letzten Wochen und Monaten einiges durchlebt. Probleme, Managementwechsel, Einbrüche und hier und da ein paar Fleckchen der Entspannung zeichneten die vergangenen rund 12 Monate. Na ja, vielleicht sogar ein wenig länger.

Nun könnten sich die Wogen aber womöglich nachhaltig glätten. Lass uns im Folgenden also noch einmal kurz resümieren, was das die vergangenen Monate ausgemacht hat und schauen, wieso Novo Nordisk wieder langweilig werden könnte, beziehungsweise was dafür passieren müsste.

Der Fall

Angefangen hat alles im August 2016. Hier meldete das Unternehmen urplötzlich im Rahmen der Quartalszahlen, dass man gängige Wachstumsprognosen nicht mehr aufrecht erhalten könne. Anlass hierfür war die zunehmend erstarkende Konkurrenz, vor allem in den USA.

Nach anfänglich sehr moderaten Prognosekürzungen erhöhte sich das Tempo innerhalb der weiteren Quartalszahlen relativ rasant. Bei der Verkündung der Zahlen für das vierte Quartal 2016 im Februar dieses Jahres konnte man sogar Umsatz- und Ergebnisrückgänge für das Jahr 2017 nicht mehr ausschließen. Das war jedoch der bisherige Tiefpunkt in dieser etwa halbjährig andauernden prognostischen Zitterpartie.

Der Aufstieg

Seitdem lief es allerdings vermehrt wieder runder. Nachdem zum Führungswechsel dieses Jahres der besagte prognostische Tiefpunkt erreicht wurde (ein Schelm, wer bei diesem Zeitpunkt Böses denkt), konnte Novo Nordisk im Mai und August dieses Jahres die Prognosen glücklicherweise wieder kräftig nach oben revidieren.


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Im Mai gab das Unternehmen in diesem Zusammenhang bekannt, dass man aus Ergebnissicht nunmehr, selbst wenn es schlecht liefe, lediglich mit Stagnation rechne, die Spanne beim operativen Gewinn wurde ebenfalls leicht ins Positive geändert, auch wenn zu diesem Zeitpunkt hier noch ein Schrumpfen im Bereich des Möglichen lag.

Und im August dann die Erlösung: Bei der Verkündung dieser Quartalszahlen erschien sodann ein Schrumpfen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn prognostisch unwahrscheinlich. Hinzu kommt, dass das Unternehmen seitdem sogar damit rechnet, beim operativen Gewinn um bis zu 5 % zuzulegen, die Umsätze könnten um bis zu 3 % wachsen.

So vollzog das Unternehmen innerhalb eines Jahres zwei Wandlungen. Zunächst zum fallenden Stern am Börsenparkett bis zum Jahreswechsel und zuletzt wieder zum aufstrebenden, wachsenden Pharmaunternehmen. Aber was fehlt nun noch, damit das Unternehmen wieder langweilig werden könnte?

Die Langeweile-Spur

Langweilig, wohlgemerkt im positiven Sinne, könnte Novo Nordisk werden, wenn es nach dem turbulenten Jahr endlich wieder Konstanz aufweisen würde. Dazu sollte das Unternehmen mit den nächsten Quartalszahlen beweisen, dass die letzten Prognosen allesamt realistisch und nicht zu optimistisch gewesen sind. Ausreißer nach oben wären mit Sicherheit akzeptabel, nur nach unten sollte die grobe Richtung nicht mehr zeigen.

In diesem Sinne blicken wir gespannt auf das, was uns das Unternehmen im Laufe der nächsten Wochen und Monate zahlentechnisch mitzuteilen hat. Nach diesem turbulenten Jahr bin ich mir sicher, dass dem ein oder anderen Anleger eine Portion Langeweile nun gewiss gut tun würde.

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Vincent besitzt Aktien von Novo Nordisk. The Motley Fool empfiehlt Novo Nordisk.



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