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Wie verdient Google eigentlich Geld?

Googles Dachunternehmen Alphabet (WKN:A14Y6F) ist eines der wertvollsten Unternehmen der Welt, und das vor allem dank der dominanten Suchmaschine, den Produkten Adwords, Youtube und Android, dem mobilen OS.

Alphabets Anzeigenmaschinerie wird dieses Jahr wohl über 100 Milliarden Dollar umsetzen. Die Klicks der Nutzer nehmen zu, auch wenn der Cost-per-Click an Wert verliert. Die Anzeigen auf Youtube verlieren weiter an Wert.

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Zusätzlich zum Geschäft mit Anzeigen produziert Alphabet auch Hardware, etwa die Chromebook-Laptops, Streaming via Chromecast und Google Home, den Lautsprecher, der per Stimme bedient wird. Zudem hat man eine ganze Reihe “Moonshots” genannter Projekte am Laufen, also langfristig angelegte Sachen mit hohem Risiko, darunter auch autonomes Fahren.

In den Berichten lauten diese Projekte bei Alphabet “Other Bets”, aber die haben weniger als 1 % des Umsatz im vergangenen Jahr gebracht. Schauen wir uns doch einmal an, wie das Kerngeschäft dafür sorgt, dass es bei Google so rund läuft.

Alles läuft über Suche

Bei den Produkten Suche, Android, Maps und Youtube geht es vorrangig um Werbung. Das Unternehmen teilt diese Werbung in zwei Kategorien ein. Performance und Brand. Performance Advertising ist die Hauptumsatzquelle und beinhaltet Adwords, das auktionsbasierte Programm, mit dem Anzeigenkunden textbasierte Anzeigen auf den Suchergebnissen kaufen können. Außerdem AdSense, das Anzeigen auf den Seiten von Partnern schaltet.

Die Kategorie Brand hingegen läuft über Video, Text und Bilder, die auf die Produkte des Werbepartners aufmerksam machen sollen.

Google selber hat im vergangenen Jahr 63,8 Milliarden Dollar zu den insgesamt 90,3 Milliarden Umsatz beigetragen, der größte Teil kam über Werbung. Im letzten Jahr ist der Umsatz von Google 22 % gestiegen, die Hauptwachstumstreiber waren mobile Suche und Youtube.

Auch die bezahlten Klicks konnten im letzten Jahr 40 % zulegen, was vor allem an gesteigerter Akzeptanz von Youtube-Werbung lag, außerdem daran, dass man die Produktpalette in andere internationale Märkte bringen konnte. Auch wenn der Cost-per-Click 13 % gesunken ist, ist das nichts wirklich Neues, sondern eine Entwicklung, die Anleger schon seit Jahren beobachten können.

Das Wachstum bei den Google Network Members war nicht ganz so flott. Nur 3,8 % auf 15,6 Milliarden Dollar, bei AdSense ging es mit dem Umsatz etwas bergab. Aber das wurde von AdMob aufgefangen, der Plattform für Mobile Apps. Die bezahlten Klicks stiegen letztes Jahr nur 3 %, der Cost per Click fiel 13 %.

Schließlich kamen 10,1 Milliarden Dollar Umsatz von Apps und in-App-Zahlungen, Hardware und Lizenzgebühren. Der Umsatz dieser Kategorie stieg 41 %, vor allem aufgrund des Erfolgs von Google Play, Hardware-Verkäufen und der Google Cloud.

Zukünftiges Wachstum

Wirft man den Blick nach vorn, dürfte es mit dem soliden Wachstum weitergehen. Die Suchanfragen steigen, außerdem investiert man stark in Künstliche Intelligenz und VR. Google und Facebook (WKN:A1JWVX) dominieren das Feld der Online-Anzeigen, jeder hat eigene Stärken. Facebook hat die ganzen Daten über seine Nutzer und kann deswegen zielgerichtet ausspielen. Google dagegen ist besser beim Ausspielen von Werbung bei gezielten Suchanfragen. Auch Amazon steigt mit in die Suche ein, ist der Online-Handel für viele doch Start- und Endpunkt jeder Produktsuche. Deswegen hat sich Google mit Wal-Mart zusammengeschlossen, um Lieferungen zum Endkunden nach Hause zu gewährleisten.

Letztlich besteht die Möglichkeit, dass sich ein Produkt wie Fiber oder Waymo bezahlt macht. Waymo, die Sparte autonomes Fahren, scheint sehr vielversprechend, gilt Google doch schon als das führende Unternehmen in Sachen autonomes Fahren. Der Markt dort wird im Jahr 2025 auf 42 Milliarden Dollar geschätzt.

Seit dem IPO 2004 war Alphabet eines der zuverlässigsten Gewinner auf dem Aktienmarkt. Bei der Dominanz im Bereich Suche besteht die Chance, dass man in Zukunft eines der ambitionierten neuen Projekte gut umsetzt und damit dem Unternehmen auf Jahre hinaus Erfolg beschert.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Google, Facebook und Amazon.

Dieser Artikel von Jeremy Bowman erschien am 4.10.17 auf fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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