Wie wirken sich Aktiensplits auf Dividenden aus?

Wenn ein Unternehmen seine Aktien splittet, erhöht sich die Zahl der ausstehenden Aktien. Wenn du beispielsweise 50 Aktien eines Unternehmens besitzt, das einen Split im Verhältnis 1 zu 2 vollzieht, dann bekommst du 50 zusätzliche Aktien. Das wirkt sich sowohl auf den Aktienkurs als auch auch die Dividende pro Aktie aus.
Warum Unternehmen ihre Aktien splitten
Es gibt mehrere mögliche Gründe, warum ein Split eine gute Idee sein könnte, aber der primäre Grund ist in den meisten Fällen der Wunsch, einen Aktienkurs in einer bestimmten Bandbreite beizubehalten. Das kann dazu beitragen, dass die Aktie erschwinglich für die Investoren bleibt.
Ein extremes Beispiel wäre Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2). Das Unternehmen hat nie beschlossen, seine Aktien zu splitten und B-Aktien auszugeben. Die A-Aktie ist aber mehr als 280.000 US-Dollar wert. Das ist für die meisten Investoren nicht mehr unerschwinglich. Die B-Aktie wird aktuell für etwas mehr als 187 US-Dollar gehandelt und macht das Unternehmen damit auch für Millionen potenzielle Investoren erschwinglich.
Ein Aktiensplit führt zwar nicht dazu, dass der intrinsische Wert eines Unternehmens steigt, aber er kann die Aktie für mehr Investoren erschwinglich machen und oft die Nachfrage erhöhen, was den Kurs nach oben treiben kann.
Was das für die Dividende bedeutet
Die Dividende pro Aktie wird sich durch einen Aktiensplit zwar reduzieren, die Höhe der gezahlten Dividenden aber nicht.
Nehmen wir an, ein Unternehmen zahlt für jede seiner 10 Millionen ausstehenden Aktien eine vierteljährliche Dividende von 1 Euro. Wenn das Unternehmen seine Aktien im Verhältnis 1 zu 2 aufteilt, wird es nun 20 Millionen ausstehende Aktien haben, von denen jeder eine Dividende von 0,50 Euro zahlt. Wenn ich also 100 Aktien vor dem Split besitze, bekomme ich als vierteljährliche Dividende insgesamt 100 Euro. Nach dem Split erhalte ich genau dasselbe, habe aber mehr Aktien.
Wenn ein Aktiensplit nach Ablauf des Dividendenstichtages nachträglich erfolgt, werden die neu geschaffenen Aktien nicht dividendenpflichtig und die gesamte Ausschüttung erfolgt auf die bestehenden Aktien. Die Auswirkungen sind jedoch immer noch dieselben. Die Dividende ändert sich nicht.
Unterm Strich
Ein Aktiensplit ändert nichts an dem zugrundeliegenden Unternehmen oder dessen Bewertung. Die Anzahl der Aktien wird einfach mit einem bestimmten Faktor multipliziert und damit ist jede Aktie proportional weniger wert. Die Aktionäre erhalten also weiterhin die gleiche Ausschüttungssumme, jedoch in Form von weniger Geld, das auf eine größere Anzahl von Aktien kommt.
Die gleiche Logik gilt auch für andere Investitionen und Kennzahlen, die sich auf den Aktienkurs beziehen. Wenn du beispielsweise vor 2019 die Option besitzt, eine Aktie für 100 Euro zu kaufen, und die Aktie einen Split 2 zu 1 im Jahr 2017 vornimmt, dann hast du jetzt die Option, zweimal so viele Aktien für 50 Euro zu kaufen. Wenn das Unternehmen 2 Euro pro Aktie vor dem Split Gewinn gemacht hat, dann wird es jetzt 1 Euro pro Aktie verdienen, sollte sich fundamental nichts in dem Unternehmen geändert haben.
Nicht zittern – handeln! Der Bärenmarkt-Überlebensguide für Börsenkrisen
Der Aktienmarkt ist derzeit wieder höheren Risiken ausgesetzt. Droht vielleicht sogar ein Bärenmarkt? Vielleicht – aber steck jetzt bloß nicht den Kopf in den Sand!
Wenn die Märkte schwanken und die Nerven flattern – genau dann zählt es, wie du dich als Anleger verhältst. Unser Bärenmarkt-Überlebensguide zeigt dir in vier Schritten, wie du klug, ruhig und strategisch durch jede Korrektur kommst – und sie vielleicht sogar zu deiner größten Chance machst.
Jetzt lesen und vorbereitet sein, wenn andere in Panik verfallen!
The Motley Fool besitzt und empfiehlt Berkshire Hathaway B.
Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 13.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.
