3 Gründe, warum die Interroll-Aktie jetzt ein Geheimtipp ist

Mit Interroll (WKN: 907155) setzen wir auf den führenden Lieferanten von Intralogistiklösungen. Mit seiner modularen und plattformbasierten Systemen macht das Unternehmen seinem Netzwerk aus Integrationspartnern das Leben leichter. 2025 war ein Übergangsjahr, das erste greifbare Ergebnisse hervorgebracht hat, so das Fazit des Managements. Die Börse zeigte sich unbeeindruckt und ließ die Interroll-Aktie in den Keller rauschen.
Was ist der Grund dafür?
Ein Hinweis bieten die strategischen Prioritäten. Der noch frische CEO Markus Asch möchte eine “Growth Performance Culture” implementieren und hat dafür einiges an den Organisationsstrukturen geschraubt. Damit sollen die Grundlagen für die Stärkung der Kernkompetenzen und nachhaltiges Wachstum gelegt werden.
Daraus kann man schließen, dass ihm einiges nicht gefallen hat. Interroll braucht wieder mehr Biss. Dazu sollen auch ein Forschungszentrum in China und die Integration der Akquisition von Sortteq beitragen. Innovation soll künftig die gesamte Wertschöpfungskette im Blick haben, anstatt lediglich an Verbesserungen bei einzelnen Komponenten zu tüfteln.
Mit diversen Initiativen sollen also die Bremsen gelöst werden. Denn man kann nicht ignorieren, dass 2025 ein Umsatzrückgang von 527 im Vorjahr auf 514 Mio. Franken zu verzeichnen war. Zwar ist das in Euro gerechnet noch ein Miniplus, aber natürlich weit entfernt davon, was wir künftig sehen wollen. Vor allem beim Palletten-Handling und in Übersee lief es nicht gut. Dort will Interroll mit spezifisch auf die Bedürfnisse von asiatischen und amerikanischen Kunden ausgerichteten Lösungen vermehrt punkten.
Interroll-Aktie: So sehen die Unternehmenszahlen aus
Immerhin lag der Auftragseingang 6 % über dem Umsatz, was für eine Verbesserung im laufenden Jahr spricht – soweit Kriege und Geopolitik keinen Strich durch die Rechnung machen. Grundsätzlich seien die Signale aus den Zielbranchen jedoch positiv und die langfristigen unterliegenden Trends, welche die Nachfrage nach Automatisierungslösungen antreiben, sind intakt. Das ist in der langfristigen Betrachtung ein solides Argument für die Interroll-Aktie.
Interroll ist 2025 auch solide profitabel geblieben, wenn auch mit einer etwas geringeren EBIT-Marge von 14,0 % (Vorjahr: 14,8 %). Als Gründe nennt das Management den höheren Anteil von margenschwachen Produkten an den Verkäufen und höhere Ausgaben für Marketing, Forschung und Entwicklung.
Mittelfristig sollte sich das auszahlen, auch für Investoren der Interroll-Aktie. Schließlich bildet die 2025 eingeführte und preisgekrönte Auotmatisierungslösung MCP Play auch den Startschuss für eine neue Plattformkompetenz. Mit der daraus entstandenen globalen Software- und Steuerungsplattform kann sich Interroll im Wettbewerb differenzieren, bei höheren Margen und besser planbaren Umsätzen. Die strategische Entwicklung vom reinen Komponentenhersteller zum Systemanbieter ist in vollem Gange.
Unser Fazit zur Interroll-Aktie
Interroll nutzt die aktuell ruhige Nachfragesituation, um seinen Vertrieb schlagkräftiger zu gestalten, sein Partnernetzwerk auszubauen und seine Innovationspipeline mit Nachdruck zu befüllen. Mit seiner gewohnt bärenstarken Bilanz, weiterhin soliden Barmittelzuflüssen und laufenden Effizienzmaßnahmen sitzt Interroll fest im Sattel. Mit dem Kursrückgang der Interroll-Aktie ist die Dividendenrendite auch auf über 2 % gestiegen, wobei wir davon ausgehen, dass die zuletzt stabil gehaltenen Ausschüttungen künftig wieder steigen werden. Bei über 50 % einbehaltenen Gewinnen gibt es genug Puffer dafür.
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