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IBM: Watson findet seinen Weg in Spiele und Virtual Reality-Anwendungen

IBM-Aktie
Foto: The Motley Fool.

Ginni Rometty, CEO von International Business Machines (WKN:851399), sagte Ende 2016, dass Watson, die Plattform für künstliche Intelligenz (KI) des Unternehmens, bis Ende 2017 von mehr als einer Milliarde Konsumenten direkt oder indirekt genutzt werden würde. Das Gesundheitswesen kann die größte Chance sein, denn Watson ist an einer Reihe von Initiativen beteiligt, die darauf abzielen, die Ergebnisse der Patienten zu verbessern.

IBM unternahm diese Woche einen weiteren Schritt in seinem Bestreben, Watsons Anwendung weiter zu entwickeln. Das Unternehmen kündigte zusammen mit dem Entwickler der Videospiel-Engine Unity Technologies die Einführung des IBM Watson Unity Software Development Kit an. Das ermöglicht es Entwicklern, die die Unity Game Engine verwenden, Watson-Dienste in ihre Spiele und Anwendungen zu integrieren. Das Kit selbst ist kostenlos, wobei IBM für jeden Aufruf eines Cloud-basierten Watson-Dienstes eine Gebühr berechnet.

Nicht nur Spiele

Unity ist zu einer beliebten Wahl für Spieleentwickler geworden, aber die Engine wird auch zum Erstellen von Geschäftsanwendungen verwendet. Beispiele auf der Website von Unity listen Anwendungen aus der Bau- und Maschinenbauindustrie, Schulungswerkzeuge für das Gesundheitswesen und eine Augmented-Reality-App zum Betrachten und Anpassen von High-End-Fahrzeugen auf.

Watson kann in Virtual Reality (VR)- und Augmented Reality(AR)-Anwendungen am nützlichsten sein. Der Sprache-zu-Text-Dienst von Watson würde es einer Anwendung ermöglichen, auf die Stimme eines Nutzers zu reagieren, könnte Ereignisse im Spiel auslösen oder durch die Oberfläche einer VR- oder AR-Anwendung navigieren. Andere Watson-Dienstleistungen umfassen Sprachübersetzung, Sprachklassifizierung und Tonanalysator, die alle genutzt werden könnten, um die Interaktion der Nutzer mit einer Anwendung zu verbessern.


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Watson wird bereits in einem Spiel, Star Trek: Bridge Crew, eingesetzt. Mit Watson kann der Spieler in dem Virtual-Reality-Spiel Sprachbefehle an KI-Charaktere ausgeben. Es verwendet Watsons Sprache-zu-Text- und Konversationsdienste, um diese Funktionalität zu implementieren.

Amazon und Microsoft

IBM ist nicht das erste Cloud-Computing-Unternehmen, das seine Cloud-Services in Spiele und andere visuelle Anwendungen einbinden will. Amazon (WKN:906866), der führende Anbieter von Public-Cloud-Infrastrukturen, bietet eine eigene kostenlose Game-Engine an. Amazon Lumberyard ist eng mit Amazon Web Services und Twitch integriert und ermöglicht es Entwicklern, Amazons riesige Auswahl an Cloud-Services, einschließlich verschiedener KI-Services, zu nutzen.

Amazon bietet auch GameLift an, einen On-Demand-Service, der dedizierte Server für Multiplayer-Spiele anbietet. GameLift unterstützt die wichtigsten Spiele-Engines, einschließlich Lumberyard, Unity und Unreal Engine.

Microsoft (WKN:870747) bietet auch seine eigene Cloud-Plattform für Spiele an, zusätzlich zum Verkauf von Xbox-Videospielkonsolen und der Entwicklung von Spielen selbst. Ein bemerkenswertes Beispiel: Der kommende Xbox-One-Titel Crackdown 3 wird Microsofts Azure Cloud-Plattform nutzen, um Berechnungen in Multiplayer-Matches zu nutzen, wodurch die Rechenleistung einer einzelnen Xbox One um ein Vielfaches gesteigert werden kann.

IBMs Bemühungen sind speziell darauf ausgerichtet, KI in Spielen und anderen Anwendungen zu ermöglichen, anstatt rohe Rechenleistung anzubieten. Aber das passt zu IBMs umfassender Cloud-Strategie, sich auf hochwertige Services zu konzentrieren.

Ein kleiner Schritt für Watson

IBM macht keine Angaben darüber, wie viel Umsatz Watson generiert, aber das Cloud-Geschäft boomt. IBMs Cloud-Einnahmen erreichten 2017 17 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 24 % im Vergleich zu 2016. Die Cloud, die als Service bereitgestellt wird, erreichte eine jährliche Umsatzrate von 10,3 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 20 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

IBM sieht in der KI eine riesige, langfristige Chance. Rometty sagte in einem Interview mit der New York Times, dass die KI „die Chance unserer Zeit ist“. Diese Watson-Unity-Zusammenarbeit wird für IBM noch keinen großen Unterschied beim Umsatz machen. Aber es ist ein weiterer Schritt in IBMs Plan.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.

Dieser Artikel von Timothy Green erschien am 21.2.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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