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Der Goldesel von Amazon könnte sich in 5 Jahren verdreifachen

Amazon Aktie
Foto: The Motley Fool

Amazon.com (WKN:906866) hat überall die Finger im Spiel.

E-Commerce ist das tägliche Brot des Unternehmens, aber der Technologie-Riese investiert auch in die Abwicklung, Logistik und den Versand, um das Kernwachstum zu unterstützen, und das Unternehmen investiert in andere Ökosystem-Bereiche wie den Content, das Musik-Streaming und die Hardware, um nur einige zu nennen.

Viele dieser Projekte sind langfristige Projekte, die sich nicht sofort in den finanziellen Ergebnissen des Unternehmens niederschlagen. Daher sind solche Schachzüge für viele Unternehmen auch sehr riskant. Aber viele Unternehmen haben kein Segment wie Amazon Web Services (AWS), das extrem viel Geld bringt.

Die Cloud-Computing-Geschäfte unterstützen das Geschäft von Amazon und lassen es wachsen…ein Analyst glaubt, dass der größte Brotverdiener des Unternehmens dabei ist, noch viel größer zu werden.

Ein riesiger und wachsender Markt….

Cloud-Computing gibt Unternehmen die Möglichkeit, auf On-Demand-Computerressourcen, Computerprogramme und Daten überall dort zuzugreifen, wo eine Internetverbindung verfügbar ist. Der Zugriff und die Speicherung dieser Ressourcen auf den Servern anderer oder „in der Cloud“ mit einer Bezahlung nach Verbrauch kann günstiger sein als der Kauf von zusätzlichen Servern, insbesondere für kleinere Unternehmen.

Der weltweite Umsatz mit Public-Cloud-Services erreichte im vergangenen Jahr schätzungsweise 260 Milliarden US-Dollar und wird laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner bis 2020 auf über 411 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Im Jahr 2017 erwirtschaftete AWS einen Nettoumsatz von 17,5 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 43 % gegenüber dem Vorjahr, während das operative Ergebnis um 39 % auf 4,3 Milliarden US-Dollar anstieg. Was einst eine Nebensparte war, ist im vergangenen Jahr auf 10 % des Nettoumsatzes und des gesamten Betriebsergebnisses angewachsen. Die Größe des Marktes zeigt, dass das Unternehmen noch eine große Chance hat.


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…. den Amazon weiterhin dominieren wird

Ein Analyst von Jefferies & Company, Brent Thill, meint, das sei nur die Spitze des Eisbergs. Nach der Teilnahme am AWS Summit von Amazon glaubt er, dass sich das Cloud-Segment des Unternehmens in den nächsten fünf Jahren auf 60 Milliarden US-Dollar mehr als verdreifachen wird und dass AWS „zum Goldstandard für Millionen von Kunden geworden ist“, wenn es um Cloud-Computing geht.

Thill nannte eine Reihe von Beispielen für umfangreiche Datenmigrationen zu AWS:

Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen, mit denen wir sprechen, baut auf AWS – und heute hat das Unternehmen angekündigt, dass Shutterfly seine über 75 PB (Petabyte) große Bildbibliothek auf AWS migrieren wird und Cox Automotive über 40 Rechenzentren als Teil der Umstellung zu AWS bringen wird. Letzte Woche gab GoDaddy auch die Partnerschaft  mit AWS bekannt, in der das Unternehmen eine mehrjährige Umstellung auf AWS einleiten und gleichzeitig GDDY [GoDaddy]-Lösungen (Domains, GoCentral, ManagedWP) auf AWS bringen wird.

Weitere Möglichkeiten bestehen

Amazon ist führend im Bereich Infrastructure-as-a-Service (IaaS) im Bereich des Cloud-Computing, bei dem Unternehmen nach dem Pay-as-you-go-Modell Platz und Zeit auf Servern mieten. Während in diesem Segment in den nächsten fünf Jahren das stärkste Wachstum erwartet wird, sieht Thill weitere Chancen für AWS. Er glaubt, dass Amazon sich „nach oben bewegen“ und in das Software-as-a-Service (SaaS)-Segment vorstoßen könnte, was eine zusätzliche Chance von 100 Milliarden US-Dollar darstellt – vor allem im Bereich der Sicherheit, die „für alle Beteiligten nach wie vor an erster Stelle steht“.

Der Analyst wies darauf hin, dass „AWS in einem riesigen und immer noch schnell wachsenden Markt für Cloud-Infrastrukturen mit großem Abstand führend bleibt“.

Kontinuierliches Wachstum

Die saftige operative Marge von 25 % hilft Amazon bei der Finanzierung von Wachstum in anderen Geschäftsbereichen, wie z. B. dem weiteren internationalen Ausbau des E-Commerce-Geschäfts. Während sich der Online-Umsatz im vergangenen Jahr auf 160 Milliarden US-Dollar belief, erwirtschaftete er auch operative Verluste in Höhe von 225 Millionen US-Dollar.

Wenn dieser Analyst Recht hat, wird Amazon in den nächsten Jahren eine ganze Menge Wachstum finanzieren können.

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 The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon. The Motley Fool empfiehlt Gartner.

Dieser Artikel von Danny Vena erschien am 13.4.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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