Eine KI-Aktie mit 3,3 % Dividende gibt es nicht? Gibt es wohl!

In einem herausfordernden Marktumfeld zeigt Accenture (WKN: A0YAQA) eine bemerkenswerte Resilienz. Im Geschäftsjahr 2025 legte das Unternehmen den Grundstein für seine aktuelle Stärke, indem es massiv in generative KI investierte. Wir denken, dass die Accenture-Aktie früher oder später nicht darum herum kommen wird, diese operative Stärke widerzuspigeln.
Fundamentalanalyse: Wachstum bei Auftragseingang und Gewinn
Im jüngsten Quartal (Q2 FY26) erreichte der Auftragseingang mit 22,1 Mrd. US-Dollar einen neuen Rekordwert (+6 % in US-Dollar). Besonders beeindruckend ist die Zahl der Großprojekte: 41 Kunden unterzeichneten Verträge mit einem Volumen von jeweils über 100 Mio. US-Dollar. Der Umsatz stieg auf 18,0 Mrd. US-Dollar (+8 % in US-Dollar, +4 % in lokaler Währung).
Der verwässerte Gewinn je Accenture-Aktie (EPS) lag im zweiten Quartal bei 2,93 US-Dollar, was einer Steigerung von 4 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Die operative Marge verbesserte sich leicht auf 13,8 %, getrieben durch Effizienzsteigerungen und einen vorteilhaften Mix bei den Dienstleistungen. KI-basierte Transformationen sind der Hauptmotor für das Geschäft. Accenture hat bereits über 1.400 KI-Kundenprojekte gestartet. Auch die Zusammenarbeit mit Cloud-Giganten (AWS, Azure, Google) und Softwarehäusern (SAP, Salesforce) trägt zu über 60 % des Wachstums bei. Dies zeigt, dass Accenture auch innerhalb der Technologiechampions einen guten Ruf genießt.
Die Verzögerungen bei der Vergabe von US-Regierungsaufträgen kosteten im Quartal etwa zwei Prozent Wachstum. Ohne diesen Effekt wäre das Wachstum in Nordamerika deutlich stärker ausgefallen als die gemeldeten 4 % für Amerika. Hinzu kommt, dass die Nachfrage in Sektoren wie Gesundheit und öffentlicher Dienst zuletzt leicht rückläufig war.
KI & Co.: Warum die Accenture-Aktie langfristig gut aufgestellt ist
Accentures größter Wettbewerbsvorteil liegt in der Fähigkeit zur „Total Enterprise Reinvention“. Das Unternehmen kombiniert Strategieberatung mit tiefgehender technologischer Implementierungskraft und kann so Kundenunternehmen vollständig neu ausrichten.
Ein strategischer Fokus liegt auf der Etablierung von Non-FTE-Umsatzmodellen. Klassischerweise rechnen Berater nach Zeitaufwand (Full-Time Equivalent, FTE) ab. Accenture entkoppelt den Umsatz jedoch zunehmend von den Mitarbeiterzahlen, indem das Unternehmen Software- und Datenplattformen sowie assetbasierte Services nutzt. Beispielsweise generiert Accenture durch Zukäufe wie Ookla (Netzwerkanalyse) oder Faculty (KI-Entscheidungsplattformen) wiederkehrende Lizenzgebühren. Auch Plattformen wie LearnVantage bieten KI-gestützte Weiterbildung als Abonnement an. Diese Modelle sind hoch skalierbar und führen langfristig zu deutlich höheren Margen, da der Umsatz schneller wachsen kann als die Belegschaft. Das kann bei einer Belegschaft von knapp 780.000 Personen wie bei Accenture eine große Hebelwirkung auf den Gewinn haben.
Zentrales Langzeitthema ist dabei die KI-zentrierte Organisation. Accenture hat sein Ziel von 80.000 KI-Spezialisten bereits übertroffen (aktuell > 85.000) und macht die Nutzung von KI-Tools nun zum festen Bestandteil der Mitarbeiterbewertung. Ein weiteres Thema ist die Modernisierung von Legacy-Systemen. Dank KI-gestützter Automatisierung können nun selbst komplexe IT-Altlasten (Mainframes) modernisiert werden, was bisher oft als zu teuer oder riskant galt. Dadurch eröffnet sich ein völlig neuer Markt für Transformationsdienstleistungen.
Wie es nun für die Accenture-Aktie weitergehen könnte
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Accenture ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent in lokaler Währung. Im Dezember waren es noch 2 bis 5 %. Das Management ist optimistisch, da im vierten Quartal die „Wachstumsbremse” des US-Bundesgeschäfts hinter sich gelassen wird. Aufgrund operativer Stärke wurde die Prognose für den freien Cashflow auf 10,8 bis 11,5 Mrd. US-Dollar (zuvor: 9,8 bis 10,5 Mrd. US-Dollar) angehoben.
Accenture verfolgt eine disziplinierte und aktionärsfreundliche Kapitalstrategie: So wurden im letzten Quartal eigene Accenture-Aktien im Wert von 1,7 Mrd. US-Dollar zurückgekauft, was etwa 1,4 % der aktuellen Aktienmarktbewertung entspricht. Das Management nutzt die niedrigen Kurse, um die Aktienrückkäufe hochzufahren, wägt aber die Rendite mit Unternehmenszukäufen ab. Diese sind aktuell ebenfalls sehr rentabel, weshalb Accenture massiv in Akquisitionen (z. B. CyberCX, Faculty) investiert, um seine Kompetenzen in den Bereichen KI, Cybersecurity und Datenanalyse auszubauen. Das Ziel besteht darin, durch Zukäufe in Märkte mit hoher Wertschöpfung vorzudringen und das organische Wachstum zu ergänzen. Zusammenfassend positioniert sich Accenture somit als das „Betriebssystem“ für die KI-Transformation der Weltwirtschaft und nutzt seinen Cashflow, um die technologische Führungsposition durch Zukäufe und Plattformmodelle weiter zu festigen.
Aktuell liegt die Dividendenrendite bei 3,3 %. Der Mittelwert der letzten zehn Jahre lag bei 1,6 %, entsprechend ist Accenture deutlich attraktiver bewertet. Wer daran glaubt, dass Accenture die Veränderung des Geschäftsmodells von der stundenbasierten Abrechnung hin zu Volumen, Lizenzen und Abonnements gelingt, kann die niedrigen Kurse für Zukäufe der Accenture-Aktie nutzen.
10.000 % Rendite & mehr: Das Geheimnis von Amazon & Netflix geknackt!
Aktien wie Amazon, Netflix oder Monster Beverage haben in den letzten Jahrzehnten enorme Renditen gebracht. Mit dem richtigen Einstiegszeitpunkt waren sogar über 77.000 % Rendite möglich.
Dabei folgen solche Unternehmen klaren Mustern. In unserem kostenlosen Sonderbericht decken wir die Geheimnisse der besten Aktien auf – leicht verständlich und auf den Punkt gebracht.
Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Accenture, Salesforce und SAP.
