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3 Gründe, weshalb die nächste große Aktien-Apokalypse vorerst ausbleiben könnte

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Foto: Getty Images

Nach vielen Jahren der Abwesenheit hat sich seit Februar inzwischen wieder ein Thema im Reich der Aktien eingebürgert: der nächste Börsencrash. Als die Zeiten auch nur ein kleines bisschen volatiler wurden, verbreiteten die ersten Medien bereits Angst und Panik.

Was dabei fast gänzlich ausgeblendet wurde, war eine (nach wie vor vertretbare) Sicht der Dinge, wonach der nächste Börsencrash durchaus noch ein wenig auf sich warten lassen könnte. Lass uns mal schauen, welche Gründe für ein Ausbleiben des Crashs sprechen könnten.

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Die fundamentale Bewertung

Zunächst einmal möchte ich auf die fundamentale Bewertung eingehen, die vor allem unser heimischer Leitindex, der DAX, gegenwärtig aufweist. Mein Foolisher Kollege Bernd hat sich in einem überaus lesenswerten Artikel vor einigen Wochen mit dieser mitunter durchaus schwierigen Frage beschäftigt.

Je nachdem, ob man den gesamten DAX, oder einen um Ausnahmebranchen, beziehungsweise Ausnahmewerte bereinigten DAX wählt, kommt man gegenwärtig auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis zwischen 14 und 24.

Je nach Sicht kann das günstig, moderat oder leicht überbewertet sein. Was dieses Bewertungsniveau jedoch in meinen Augen nicht bedeutet, ist ein maßloses Überbewertungspotenzial, wie es beispielsweise bei der Dotcom-Blase der Fall gewesen ist. Zur Erinnerung, hier wurden DAX-Vertreter im Schnitt sogar mit bis zum 30-Fachen der erwarteten Gewinne bewertet.

Die mangelnden Alternativen

Hinzu kommt, dass es gegenwärtig kaum renditeträchtige Alternativen bei der Geldanlage gibt. Fest- und Tagesgeld werfen in Zeiten niedriger Zinsen kaum mehr nennenswerte Kapitalerträge ab. Und auch die ansonsten so geliebten Lebensversicherungen, bei denen der eine oder andere womöglich noch einen lukrativen Altvertrag besitzt, werden zunehmend uninteressant oder vom Versicherungsgeber aufgekündigt.

Wie man sich auch drehen und wenden mag: Im Grunde genommen gibt es kaum ertragreiche Anlageformen, weshalb für die meisten eigentlich kaum ein Weg an den Börsen vorbeiführen dürfte. Zumindest, wenn man sein Geld renditeorientiert anlegen will, was wiederum eine andere Frage ist.

Auch das könnte die Aktienkurse noch konstant halten. Zumal, wie gesagt, die Bewertung in meinen Augen noch kein bedenkliches Niveau erreicht haben dürfte.

Crash-Propheten gibt es immer

Als letztes wollen wir noch auf eine psychologische Komponente abzielen: nämlich auf die der beunruhigenden Crash-Propheten.

Egal ob prominent oder nicht, irgendjemand wird immer und zu jeder Zeit den nächsten Crash heraufbeschwören. Das ist ganz normal und daran wird sich wohl so schnell nichts ändern.

Auch wenn diese oftmals sogar recht gute Begründungen für ihre Sichtweise parat haben, blenden sie in der Regel all das aus, was nicht in ihre Argumentationskette passt. Am Ende bilden Märkte jedoch nie nur eine Sichtweise ab, sondern spiegeln ein ganzes Sammelsurium an unterschiedlichen Faktoren wider.

Daher hinterfrage stets kritisch, ob eine Sichtweise angebracht ist, oder eventuell zu einseitig. Das trifft natürlich auch auf meine zu.

Ein Wort der Warnung zum Abschluss

Dennoch möchte ich in diesem Sinne auch noch meine Argumentationskette ein wenig relativieren. Auch ich habe mich bei meinen obigen Ausführungen natürlich vornehmlich auf das gestützt, was zum Titel und der Intention des Artikels passt.

Natürlich bin ich kein Guru, der mit absoluter Gewissheit in die kurzfristige Zukunft blicken kann. Ein Crash, um auch das nochmal zu betonen, kann aus psychologischen Gründen jederzeit eintreten. Egal ob begründet, oder nicht.

Nichtsdestoweniger sehe ich auch viele Faktoren, die für mindestens konstante, wenn nicht gar weiterhin steigende Märkte sprechen könnten. Nun liegt es an dir, dass du dir aus all den Argumenten, die ein Für oder Wider unterstützen, deine eigene Meinung bildest.

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