Mit Wirkung zum 29. Dezember 2022 hat The Motley Fool seine Geschäftsanteile an Fool.de an Aktienwelt360 verkauft. Ab diesem Zeitpunkt trägt Aktienwelt360 die alleinige Verantwortung und Kontrolle für alle neuen Inhalte auf Aktienwelt360.de.

Nutze die Korrektur! 3 Wege, wie man als ETF-Investor jetzt seine durchschnittlichen Einstiegskurse reduzieren kann

Foto: Getty Images

Das Börsenjahr 2018 war definitiv nicht leicht, auch nicht für passive und dadurch prinzipiell risikoaverse ETF-Investoren. Viele der weltweiten Börsenbarometer haben im Laufe der vergangenen zwölf Monate ordentlich an Wert verloren und so einige passive Portfolios mit sich in die Tiefe gerissen.

Doch smarte Foolishe ETF-Investoren sollten gerade jetzt darüber nachdenken, wie sie von der Korrektur profitieren könnten. Am besten könnte das funktionieren, sofern man die durchschnittlich teureren Einstiegskurse der Vergangenheit reduziert, um von der irgendwann eintretenden marktbreiten Erholung besser profitieren zu können.

Werfen wir in diesem Sinne einen Blick auf drei Möglichkeiten, wie du als ETF-Investor genau das erreichen kannst.

1) Kaufe auf einen Schlag nach

Eine erste und womöglich die offensichtlichste Möglichkeit wäre, einfach mit einem gewissen Betrag X nachzukaufen. Sofern die Indizes, in die du regelmäßig passiv investierst, inzwischen auch an Wert verloren haben, könntest du einfach weiteres Geld in die jeweiligen ETF investieren, um deine durchschnittlichen Einstiegskosten zu reduzieren.

Ein solches Vorgehen hat prinzipiell den Vorteil, dass man seinen Einstiegskurs direkt sehr erheblich reduzieren kann. Schließlich hast du es selbst in der Hand, wie viel du nachschießen möchtest, und kannst dementsprechend selbst nachrechnen, inwiefern sich dein bisheriger Kaufdurchschnitt bei einer gewissen Summe verändern würde.

Sofern du jedoch dein ganzes frei verfügbares Pulver direkt verschießt, könntest du bei einem solchen Vorgehen nicht mehr von weiteren Korrekturen profitieren, indem du noch einmal günstiger einsteigst. Das solltest du definitiv bedenken.

2) Mach einfach nix

Eine zweite Möglichkeit, seine durchschnittlichen Einstiegskurse zu reduzieren, könnte auch das Nixtun sein. Diese Möglichkeit bezieht sich jedoch auf die Eventualität, dass du als ETF-Investor regelmäßig über Sparpläne weiteres Geld in deine Passivfonds investiert.


MercadoLibre
+1619,44%
The Trade Desk
+352,40%
ATOSS Software
+142,17%
va-Q-tec
+216,96%
Cloudflare
+355,86%


The Trade Desk
+352,40%
Cloudflare
+355,86%
ATOSS Software
+142,17%
va-Q-tec
+216,96%
MercadoLibre
+1619,44%

Sofern du auch weiterhin mit deiner festen monatlichen oder vierteljährlichen Sparrate investierst, wirst du in den kommenden Monaten einige Anteile zu inzwischen günstigeren Konditionen erwerben können. Zudem hat ein solches Vorgehen den Vorteil, dass du dir durch das stetige Nachschießen keine weiteren Gedanken um ein möglicherweise günstiges oder günstigeres Timing machen musst, sondern du profitierst hierbei ebenfalls mittelfristig vom Cost-Average-Effekt.

Wem das allerdings noch nicht reicht, der könnte auch noch gewissermaßen einen Turbo einlegen, um seine Einstiegskurse ein wenig zu drücken. Eine solche Variante soll uns nun zu guter Letzt noch etwas beschäftigen.

3) Erhöhe deine Sparraten

Abschließend könnte es sich nämlich ebenfalls noch anbieten, deine Sparraten gerade während der Korrektur zu erhöhen. Das würde einerseits zwar dafür führen, dass du etwas vom normalen Durchschnittskosteneffekt-Vorgehen abweichst, andererseits aber deutlich schneller deine durchschnittlichen Kaufkurse reduzieren kannst. Gewissermaßen könnte ein solches Vorgehen daher eher unter dem Deckmantel des Averaging-Down durchgehen.

Ein Erhöhen der Sparraten während der Korrektur führt nämlich letztlich dazu, dass du nicht nur korrekturbedingt mehr Anteile deiner ETF erwirbst, sondern auch mehr Anteile aufgrund der erhöhten Sparrate. Das erhöht relativ kurzfristig den Bestand deiner jeweiligen ETF-Anteile und stellt zudem sicher, dass du mehr Anteile zu einem deutlich niedrigeren Kurs bekommst.

Sofern du diesen Schritt jedoch für dich erwägst, solltest du sichergehen, dass du dir die erhöhten Sparraten auch über einen längeren Zeitraum leisten kannst. Keiner kann schließlich mit Sicherheit sagen, wie lange die aktuelle Korrektur andauert und du solltest stets sicherstellen, dass du eine gewisse Konstanz bei deinen ETF-Sparraten aufrechterhalten kannst, um auch auf dem erhöhten Sparniveau vom Durchschnittskosteneffekt während der Korrektur profitieren zu können.

Nutze die Korrektur!

Es gibt viele Wege, wie man auch als passiver Investor die aktuelle Marktkorrektur für sich nutzen kann. Wichtig dürfte jedoch letztlich sein, dass man sich die derzeitigen günstigen Einstiegskurse sichert, um zu gegebener Zeit von der wieder einsetzenden Korrektur bestmöglich partizipieren zu können. Das Wie dürfte hierbei eigentlich eher einen sekundären Charakter haben.

Mit den hier aufgezeigten Wegen kannst du diesem Ziel allerdings deutlich näher kommen. Jetzt liegt es jedoch an dir, die für dich richtige Strategie auszuwählen.

Nicht zittern – handeln! Der Bärenmarkt-Überlebensguide für Börsenkrisen

Der Aktienmarkt ist derzeit wieder höheren Risiken ausgesetzt. Droht vielleicht sogar ein Bärenmarkt? Vielleicht – aber steck jetzt bloß nicht den Kopf in den Sand!

Wenn die Märkte schwanken und die Nerven flattern – genau dann zählt es, wie du dich als Anleger verhältst. Unser Bärenmarkt-Überlebensguide zeigt dir in vier Schritten, wie du klug, ruhig und strategisch durch jede Korrektur kommst – und sie vielleicht sogar zu deiner größten Chance machst.

Jetzt lesen und vorbereitet sein, wenn andere in Panik verfallen!



Das könnte dich auch interessieren ...