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Aphria vs. Canopy Rivers: Welche ist die bessere Cannabisaktie?

Cannabis & Money
Foto: Getty Images.

Es war bisher ein sehr gutes Jahr für Canopy Rivers (WKN:A2NBT0). Rivers ist der Investment-Arm von Canopy Growth (WKN:A140QA). Im Januar war die Aktie sogar die heißeste Cannabisaktie am Markt. Selbst als es danach wieder etwas bergab ging, ist Canopy Rivers im bisherigen Jahresverlauf immer noch fast 45 % gestiegen.

Und 2019 war bislang ein regelrecht großartiges Jahr für Aphria (WKN:A12HM0). Auch wenn die Aktie zuvor im vierten Quartal 2018 eingebrochen war, hat sich Aphria gut erholt und konnte einen Großteil des Verlusts wiedergutmachen. Der Aktienkurs ist in diesem Jahr bisher um sage und schreibe mehr als 80 % gestiegen.

Beide Cannabisaktien haben also gerade einen Lauf. Aber welche ist jetzt die bessere Wahl für Investoren? Schauen wir uns das doch einmal an.

Was für Aphria spricht

Die rasante Entwicklung von Aphria seit Jahresbeginn liegt zum Teil auch an den Vorwürfen aus der Vergangenheit. Denn im vergangenen Jahr hingen die Anschuldigungen in der Luft, dass das Management für die Übernahme von LATAM Holdings viel zu viel bezahlt habe. Ein spezieller Ausschuss, der sich aus unabhängigen Mitgliedern des Aphria-Verwaltungsrates zusammensetzt, kam schließlich zu dem Schluss, dass das Unternehmen für die Akquisition dann doch nicht zu viel auf den Tisch gelegt hat. Im Zuge der Vorwürfe wurden jedoch einige Änderungen an der Führungsweise von Aphria vorgenommen.

Es gibt mehrere Gründe für Investoren, auf Aphria zu setzen. Vor allem nachdem die Probleme erst einmal verschwunden zu sein scheinen. Das Unternehmen zählt in Bezug auf die Produktionskapazität zu den führenden Marihuanaproduzenten. Aphria hat kürzlich eine Lizenzvereinbarung von Health Canada erhalten, die es dem Unternehmen ermöglicht, seine jährliche Kapazität auf 115.000 Kilogramm zu erhöhen. Das Unternehmen ist auf Kurs, bis Ende dieses Jahres jährlich rund 255.000 Kilogramm Cannabis zu produzieren.

Diese Kapazität ist wichtig für Aphria, um die enormen Chancen auf dem kanadischen Markt für legal verkäufliches Cannabis zu nutzen. Der Umsatz von Aphria im zweiten Quartal, das am 30. November 2018 endete, stieg gegenüber dem Vorjahr um 155 % und 63 % gegenüber dem Vorquartal – und darin eingerechnet waren nur sechseinhalb Wochen Verkaufszeit in Kanada. Da die Kapazität steigt, dürfte der Umsatz von Aphria in den nächsten Quartalen ebenfalls ganz gut steigen.

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Aphria sicherte sich Lieferverträge mit allen 10 kanadischen Provinzen und dem Yukon Territory. Die Partnerschaft des Unternehmens mit Southern Glazer’s, dem größten Wein- und Spirituosenhändler Nordamerikas, gibt Aphria in Kanada eine große Reichweite im Einzelhandel.

Eine noch größere Chance besteht auf den internationalen Märkten für medizinisches Marihuana. Aphria ist bereits in Europa, Australien, Lateinamerika und Afrika unterwegs. Der derzeit wichtigste Markt ist Deutschland, wo Aphria einen Liefervertrag mit einem Vertrieb für mehr als 13.000 Apotheken hat.

Was für Canopy Rivers spricht

Canopy Rivers ist eine eigenständige Einheit von Canopy Growth. Die beiden Aktien werden getrennt gehandelt. Die Unternehmen haben auch unterschiedliche Verwaltungsräte. Und sie konzentrieren sich auf verschiedene Aspekte des Cannabismarktes, wobei die Mission von Canopy Rivers in der Bereitstellung von Kapital für Cannabisunternehmen liegt.

Aber Canopy Rivers und Canopy Growth sind dennoch verbunden. Canopy Growth bleibt der größte Aktionär von Canopy Rivers und hat kürzlich seine Beteiligung auf mehr als 27 % der Abspaltung erhöht. CEO von Canopy Rivers ist Bruce Linton, der auch Co-CEO und Vorstandsvorsitzender von Canopy Growth ist.

Die Beziehung zu Canopy Growth ist es, die Canopy Rivers von anderen Cannabis-Investmentgesellschaften unterscheidet. Kleine Cannabisunternehmen, die Kapital benötigen, wissen, dass Canopy Rivers mehr als nur Geld mitbringt. Man steht eben auch für eine Verbindung zum größten Marihuanaproduzenten der Welt in puncto Marktkapitalisierung und globale Reichweite.

Investoren, die Aktien von Canopy Rivers kaufen, erhalten jedoch mehr als nur eine Bindung an Canopy Growth. Sie profitieren von einem diversifizierten Portfolio von Investitionen von Canopy Rivers, die sich langfristig auszahlen könnten.

Das Portfolio von Canopy Rivers umfasst derzeit 14 Unternehmen, die die gesamte Cannabislieferkette abdecken. Zwei der jüngsten Transaktionen des Unternehmens sind eine Beteiligung an Herbert, das sich auf den kanadischen Markt für Cannabisgetränke und -lebensmittel für Erwachsene konzentriert. Außerdem eine Fremdfinanzierung mit der Greenhouse Juice Company, einem Bio-Lebensmittel- und Getränkeunternehmen, das seinen Fokus auf die Entwicklung von mit CBD versetzten Getränken verstärken will.

Im Gegensatz zu den meisten Cannabisaktien hat Canopy Rivers in drei der letzten vier Quartale ein positives Nettoeinkommen gemeldet. Ein kürzlich abgeschlossenes Abkommen spülte rund 93,5 Millionen CAD (rund 70 Millionen USD) in die Kassen. So kann weiter in zusätzliche Cannabisprojekte investiert werden, die das zukünftige Wachstum vorantreiben könnten.

Bessere Cannabisaktie

Meiner Meinung nach ist Aphria hier der größere Gewinner, zumindest kurzfristig. Auch wenn sich die Aktie von ihrem Einbruch im vierten Quartal weitgehend erholt hat, steht sie immer noch unter den Höchstständen. Aphria sollte in den kommenden Monaten mehrere Faktoren nutzen können. Bei den kommenden Quartalsberichten dürften noch mehr Absätze auf dem Markt in Kanada mitgeteilt werden, außerdem sollte man vom Marktstart bei verzehrbarem Cannabis und Konzentraten profitieren können.

Bei Canopy Rivers mag ich die Gesamtaussichten. Ich würde es jedoch vorziehen, abzuwarten und zu sehen, wie sich einige der ersten Investitionen des Unternehmens entwickeln. Aphria ist für mich im Moment die bessere Cannabisaktie, aber ich würde Canopy Rivers definitiv im Blickfeld behalten.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 5.3.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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