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3 schlechte Angewohnheiten deutscher Investoren – und wie du sie vermeidest

Geschäftsmann mit Lupe untersucht Papier Bericht
Foto: Getty Images

Zu Beginn erst einmal eine positive Nachricht: In den letzten drei Jahren haben viele deutsche Anleger (endlich) verstanden, dass Aktien eine renditestarke Geldanlage und eine gute Alternative zur Zinsebbe auf dem Sparkonto sind. Laut dem Deutschen Aktieninstitut sind inzwischen 10,3 Millionen Bundesbürger am Aktienmarkt investiert. Allein in den letzten drei Jahren haben mehr als eine Million deutsche Privatanleger begonnen, ihr Geld in Aktien zu investieren.

Leider entwickeln besonders Anfänger oft schlechte Gewohnheiten, die du tunlichst vermeiden solltest, wenn du eine ordentliche Rendite erzielen willst. Sehen wir uns einmal an, welche Angewohnheiten das sind und wie man sie loswerden kann. Dazu werfen wir einen Blick auf die Auswertung des Onlinebrokers Comdirect (WKN: CBK100), der für „€uro am Sonntag“ untersucht hat, auf welche Aktien die Deutschen am liebsten setzen.

1. Heimat mein, was kann besser sein?

Genau das denkt sich offenbar der durchschnittliche deutsche Anleger. Das Fazit der Auswertung ist: Die Bundesbürger kaufen bevorzugt Aktien großer deutscher Unternehmen: Allianz, BASF, Apple, Amazon, Daimler, Wirecard, SAP, Deutsche Telekom, Siemens, Munich Re. Es ist wenig überraschend, dass acht von zehn der Papiere mit der höchsten Portfoliogewichtung aus dem DAX stammen.

Dieser sogenannte Home Bias ist ein althergebrachtes Problem. Viele Privatanleger tun sich schwer damit, international zu investieren, weil die heimischen Unternehmen nun mal ein gewisses Sicherheitsgefühl vermitteln – allein schon, weil man mit den Namen und Produkten vertraut ist. Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass damit oft Rendite verschenkt wird. So ist allgemein bekannt, dass sich deutsche Aktien zuletzt schlechter entwickelt haben als zum Beispiel amerikanische.

Davon abgesehen bindet man sich mit einem Depot, das sich auf DAX-Unternehmen konzentriert, auch einen Klotz ans Bein, weil man damit unter Umständen nur in bestimmte Branchen investiert. In unserem Heimatindex findet man zwar interessante Vertreter des Auto- und Versicherungssektors. Andere erfolgreiche Branchen wie der IT- oder Ölsektor sind dagegen unterrepräsentiert. Um es besser zu machen als der Durchschnittsdeutsche, solltest du also überprüfen, ob du mit Aktien internationaler Unternehmen vielleicht Lücken im Branchenmix deines Portfolios schließen kannst.

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2. Wer das Kleine nicht ehrt, ist des Großen nicht wert!

Was fällt dir auf, wenn du dir die oben aufgeführten Top Ten der beliebtesten Aktien der Deutschen ansiehst? Richtig. Das sind alles verhältnismäßig große Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung. Gegen ein Investment in diese Unternehmen ist im Grunde nichts einzuwenden. Grundsätzlich ist es eine umsichtige Strategie, in bekannte Marktführer mit bewährtem Geschäftsmodell zu investieren.

Es kann sich aber lohnen, sich daneben auch Small-Cap-Aktien, also Aktien mit niedrigerer Marktkapitalisierung, ins Depot zu holen. Unternehmen dieser Kategorie haben Large-Cap-Aktien nämlich eines voraus: Mit ihnen können Anleger langfristig üblicherweise höhere jährliche Renditen erzielen. Im Gegenzug weisen Small-Cap-Aktien aber auch das Risiko größerer Verluste und volatilerer Renditen auf. Dessen sollte man sich als Anleger natürlich bewusst sein. Das muss aber kein Grund sein, Small-Cap-Aktien fernzubleiben. Wie bei jedem Investment sollte man die Unternehmen sorgfältig auswählen und dabei auf ein paar wichtige Kennzahlen und Kriterien achten. Das Zauberwort heißt auch hier Diversifikation. Als Beimischung für das eigene Portfolio eignen sich Small-Cap-Aktien also allemal!

3. Trendleiden Aufschieberitis

Die letzte schlechte Angewohnheit hat weniger mit der Art der Aktien zu tun, in die der typische Bundesbürger investiert, sondern mit einer anderen schlechten Angewohnheit. Das Online-Statistikportal „Statista“ hat vor einigen Jahren die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, bei der die Deutschen gefragt wurden, was ihrer Meinung nach ihre schlechteste Angewohnheit sei. Die meisten Umfrageteilnehmer (26 %) antworteten darauf mit „Dinge aufschieben“.

Viele von uns dürften also sicher auch beim Investieren unter Aufschieberitis leiden. Dabei wissen Foolishe Investoren: Beim langfristigen Investieren zählt jedes Jahr und jeder Monat (allein schon wegen des Zinseszinseffekts). Der größte Fehler, den Anleger beim Investieren also machen können, ist – so banal das auch klingen mag –, nichts zu tun. Wenn du langfristig fürs Alter vorsorgen willst, dann solltest du jetzt anfangen. Denn viele Börsenprofis sind sich einig: Den perfekten Einstiegszeitpunkt an der Börse gibt es sowieso nicht. Ausdauer und Geduld zahlen sich dagegen aus!

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Franziska Eggert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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