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Wirecard-Aktie trotzt Unsicherheiten: Weitere milliardenschwere Kooperation!

Containerhafen am Fluss mit Sonnenuntergang
Foto: Getty Images

Es ist erstaunlich, wie eng Verzweiflung und Euphorie in diesen Tagen bei der Wirecard (WKN: 747206)-Aktie beieinanderliegen. Einerseits verunsichert momentan die Neuigkeit, dass die Tochtergesellschaft des DAX-Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 kein Testat bekommen hat. Andererseits floriert das operative Geschäft weiterhin aufgrund von Top-Neuigkeiten.

Trotz dieser Unsicherheiten, die womöglich zeigen, dass das Management hier zu verschwiegen und wenig transparent bei den eigenen Defiziten ist, macht der Zahlungsdienstleister erneut mit einer bemerkenswerten Kooperation auf sich aufmerksam. Und was für einer!

Schauen wir im Folgenden einmal, was Investoren zu diesem neuen Namen wissen müssen. Und wie stark dieser das Wachstum wohl in den kommenden Monaten oder Jahren bereichern wird.

Wirecard kooperiert mit …

Wie das Unternehmen zum Mittwoch dieser Woche im unternehmenseigenen Newsroom auf den Investor-Relations-Seiten bekannt gab, kooperiere man künftig mit der Bank Madiri. Hierbei soll eine neue Dienstleistung angeboten werden, die den 27.000 Unternehmenskunden insbesondere im Alltag mit dem örtlichen indonesischen Zoll eine wichtige Unterstützung bietet. Gewiss ein interessanter Schritt, der viele Dinge erleichtern kann.

Die Unternehmen sollen demnach künftig über eine Schnittstelle mit der örtlichen Generaldirektion für Zoll und Verbrauchssteuern, dem DJBC, über optimierte Zollzahlungsprozesse verfügen. So ist ab sofort eine schnelle Rechnungssuche, die eigene Statusüberprüfung und auch die Echtzeitverfolgung von Transaktionen und Waren möglich. Gewiss ein interessanter Service, den Wirecard hier nun startet.

Die neuen Services würden demnach die ganze Wertschöpfungskette von Cash Management Services umfassen und auch der Devisenhandel oder das Liquiditätmanagement sei an diesen Service gekoppelt. Hiermit scheint Wirecard einen weiteren Zweig zu verfolgen: Nämlich den, bei dem die Unternehmensfinanzen auch mit den Belangen der örtlichen Behörden verknüpft werden, was gewiss ein spannender Ansatz ist.

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Ein weiterer Milliardenmarkt, eine weitere Milliardenkooperation

Die Bank Madiri ist hierbei gewiss kein kleinerer Partner. Das Unternehmen umfasst 2.620 Filialen und erzielte im Geschäftsjahr 2018 gemäß den Angaben von Wirecard einen Konzerngewinn in Höhe von 1,6 Mrd. Euro. Entsprechend können wir wohl davon ausgehen, dass viel Geld tagtäglich durch die Hände der Filialen und durch das Netzwerk fließt, was zu einem gewaltigen Anstieg des Transaktionsvolumens bei Wirecard führen dürfte. Möglicherweise handelt es sich hierbei um eine weitere Milliardenpartnerschaft, die sich langfristig auszahlen wird.

Auch unterstreicht der DAX-Zahlungsdienstleister mit diesem Schritt, wie stark das Wachstum in der Asien-Region noch immer ist. Zwar herrscht hier momentan Unsicherheit bezüglich der Rechnungslegungspraktiken, allerdings ist diese neue Kooperation ein bemerkenswerter Wink dafür, dass der Zahlungsdienstleister insbesondere hier auf einem führenden Pfad ist.

Die Verknüpfung von Unternehmenszahlungen an Behörden erscheint im Rahmen dieser Kooperation noch neu, allerdings eigentlich intuitiv. Viele Unternehmen müssen schließlich Zoll- und Steuerzahlungen leisten und sofern sich Wirecard auch in diesem Geschäftsbereich behaupten kann, winkt hier ein gewaltiger Markt. Der außerdem auch um weitere Steuerangelegenheiten erweitert werden kann, was zu einem gewaltigen Anstieg der Transaktionsvolumina führen könnte.

Megamarkt Steuern?

Womöglich könnte sich der Zahlungsdienstleister daher auch im Megamarkt der Steuern niederlassen. Ein Markt, der zwar wenig Esprit versprüht, allerdings über Konstanz verfügen dürfte. Scherzhaft gesagt ist schließlich neben dem Tod einzig und alleine die Steuer eine Sicherheit im Leben.

Schafft es der DAX-Konzern daher, sich als asiatischer Steuerzahlungsdienstleister erster Wahl zu behaupten, müssen sich Investoren möglicherweise keine Gedanken mehr um die Zukunft machen. Allerdings dürfte gerade im öffentlichen Dienst und bei der Steuer die Reputation und die Korrektheit besonders wichtig sein, womit wir wiederum bei einem leidigen Thema angekommen wären.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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