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Gazprom-Aktie: Wichtiger Meilenstein zu 10 % Dividendenrendite und mehr!

Reichtum und Geldregen
Foto: Getty Images

Die Aktie von Gazprom (WKN: 903276) wird in diesen Tagen heiß diskutiert. Insbesondere die derzeitigen Verwerfungen rund um die umstrittene Pipeline Nord Stream 2 sorgen dabei für reichlich Diskussionsstoff, wobei einige grundlegende Weichen hierbei erkennbar werden.

So werden die US-Sanktionen beispielsweise zu einer deutlichen Verzögerung führen und viele Funktionäre und Politiker sind mächtig sauer ob der US-amerikanischen Einmischung in innere Angelegenheiten. Das dürfte für Investoren, die der russischen Dividendenperle aufmerksam folgen, nichts Neues sein.

Doch apropos Dividendenperle: Auch hier gab es in den vergangenen Tagen hervorragende Neuigkeiten bezüglich der weiteren Ausschüttungen. Lass uns im Folgenden daher auch einmal einen Blick auf dieses bedeutend erfreulichere Thema werfen:

Der Weg hin zu zweistelligen Dividendenrenditen ist geebnet

Wie mehrere Medien, unter anderem das bekannte Börsenportal Der Aktionär, in diesen Tagen berichten, gab es eine wichtige Grundsatzentscheidung des Aufsichtsrats bezüglich der künftigen Dividendenpolitik. Demnach haben die Funktionäre nun die neuen Richtlinien diesbezüglich gebilligt. Ganz konkret heißt das insbesondere eins: In den kommenden Jahren dürften deutlich steigende Dividenden die Folge sein.

Im vergangenen Börsenjahr 2019 hat Gazprom schließlich lediglich 16,61 Russische Rubel in Form der Dividende ausgeschüttet, was bei einem 2018er-Gewinn je Aktie von 65,89 Russischen Rubeln einem Anteil von ziemlich genau 25 % entsprochen hat. Auch das hat damals zwar bereits für reichlich Wirbel gesorgt, dürfte jedoch bloß ein kleiner Vorgeschmack für kommende Ausschüttungen gewesen sein.

Im nun aktuellen Börsenjahr 2020 wird die Dividende nämlich nun voraussichtlich auf einen Anteil von 30 % gemessen am Nettogewinn ansteigen, im Jahr 2021 sollen hingegen bereits rund 40 % ausgeschüttet werden, ehe im darauf folgenden Jahr 2022 endlich die finalen 50 % des Nettogewinns an die Investoren ausgezahlt werden sollen. Gerüchte über solche Pläne hat es bereits im Vorfeld gegeben.

Was das unterm Strich bedeuten könnte

Für Einkommensinvestoren dürften die Zeiten daher langfristig zumindest auf Wachstum stehen. Wie Der Aktionär vorrechnete, dürfte die Dividendenrendite in Anbetracht eines leicht schwächeren Zahlenwerks in vergangenen Geschäftsjahr 2019 zwar eher auf einem Niveau von in etwa 6,5 % stagnieren. Bei operativer Stabilität könnte die Dividende jedoch bedeutend steigen.

Sofern bei einem möglichen Gewinn von 1,81 US-Dollar im Geschäftsjahr 2019 schließlich innerhalb der kommenden Jahre rund die Hälfte als Dividende ausgezahlt würde, beliefe sich die Dividendenrendite bereits auf 11 %. Das ist definitiv ein spannendes Szenario für alle Dividendenjäger.

Sofern Gazprom operativ sogar wieder zurück zur 2018er-Stärke findet, würde der russische Erdgaskonzern möglicherweise sogar bis zu 32,94 Russische Rubeln an die Investoren auszahlen. Eine Dividende, die bei einem aktuellen Kursniveau von 256,40 Russischen Rubeln (02.01.2020, maßgeblich für alle aktuellen Kurse) einer Dividendenrendite von 12,8 % entsprechen würde. Möglicherweise ist die Zweistelligkeit der Dividendenrendite daher bloß ein Anfang.

Die Aussichten könnten sich sogar noch weiter aufhellen

Die neuen Dividendenpläne könnten daher von weitreichender Bedeutung für alle Foolish-langfristig orientierten Investoren sein. Mittelfristig könnte sich die Dividendenrendite hier auf einen zweistelligen Wert belaufen, wobei der künftige operative Erfolg natürlich relevant für diese Ausschüttungen werden wird.

In Anbetracht der Wachstumsmöglichkeiten bei wichtigen und fast fertigen Projekten wie Nord Stream 2, Turkish Stream oder auch Power of Siberia könnte hier die Ausschüttungssumme bei einem möglichen Ergebniswachstum sogar noch weiter steigen. Wie wir es daher drehen und wenden: Die Aktie von Gazprom dürfte insbesondere im Nachgang dieser neuen Dividendenpolitik definitiv eine spannende ausschüttende Aktie bleiben.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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