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DAX-Zykliker BMW: So stark wirkt sich das Coronavirus aus!

Parkende Autos
Foto: Getty Images

Das Coronavirus macht derzeit an vielen Unternehmen nicht halt. Insbesondere das produzierende Gewerbe und starke Zykliker sind von den Auswirkungen und Restriktionen betroffen. Wobei es produzierende Zykliker besonders hart trifft.

Die Automobilindustrie ist ein Segment, das zu diesem Kreis dazugezählt werden kann. Der Blick auf die Aktienkursentwicklung zeigt: Viele Autobauer stecken in der Krise. Sei es aufgrund von Produktionsstopps oder auch aufgrund von Händlerschließungen. Viele Möglichkeiten sind derzeit versiegt.

Wie stark das Coronavirus dabei den Markt in Atem hält, zeigen aktuelle Absatzzahlen von BMW (WKN: 519000). Wobei es die Feinheiten sind, die Investoren hierbei stutzig machen sollten. Lass uns das im Folgenden etwas näher erläutern.

So sehen die neuen Zahlen aus der Absatzwelt aus

Das erste Quartal ist inzwischen gelaufen und entsprechend können wir mit Stand jetzt ein erstes Fazit zur generellen Entwicklung ziehen. Sowie auch zu einzelnen Regionen, die zeitversetzt und mehr oder minder stark vom Virus betroffen gewesen sind.

Insgesamt entwickelte sich der Absatz dabei stark rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte BMW 477.111 Fahrzeuge absetzen, was einem Minus von 20,6 % entspricht. Sprich: Jedes fünfte Auto aus dem Vorjahr ist in diesem Quartal nicht verkauft worden.

In China ist der Absatz am stärksten rückläufig gewesen. Um 30,9 % ist hier die absolute Menge der Fahrzeuge zurückgegangen, Europa und die USA konnten hingegen etwas besser performen. Hier betrug das Minus lediglich 18,3 beziehungsweise 17,4 %. Allerdings sollten Investoren nicht vergessen: In China ist die Wirtschaft jetzt wieder vermehrt dabei, sich zu öffnen. In den USA und Europa hat hingegen ein Großteil der Händler und Produktionsstätten weiterhin geschlossen. Das könnte für weiterhin schwierige Zeiten sprechen.


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Etwas mehr Kontext

Generell sollten Investoren beim Anblick dieser Zahlen nicht glauben, dass China besonders schwach gewesen ist. Das Coronavirus hält die Volksrepublik nur bereits seit Januar in Atem. In Europa und den USA sind die Auswirkungen und Restriktionen erst viel später eingetreten. Eigentlich erst per Ende Februar, seitdem auch die Börsen korrigieren.

Für das erste Quartal bedeutet das einen ungleichen Vergleich. In China sind die Verkaufsstellen bedeutend eher geschlossen worden, in Europa und den USA hingegen später. Das lässt wenig Gutes hoffen für die aktuellen Monate des zweiten Quartals. Wobei der große chinesische Markt hier immerhin ein Lichtblick bleiben könnte. Dennoch: Die Tendenz scheint weiterhin abnehmend zu sein, solange das Coronavirus Produktion und Vertriebswege im Würgegriff hält.

Die eigentliche Frage sollte jedoch sein, wie viel von dieser Entwicklung inzwischen eingepreist ist. Die BMW-Aktie notiert gegenwärtig auf einem Kursniveau von 51,54 Euro (07.04.2020, maßgeblich für alle Kurse) und somit noch immer rund ein Viertel unter dem Vor-Crashniveau von Mitte Februar. Gemessen an einem bereits eingebrochenen 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 7,47 Euro beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis lediglich 6,9. Auch das könnte noch immer recht preiswert sein. Trotz der momentanen Unsicherheiten.

BMW: Weiterhin im Krisenmodus, aber …

Die aktuellen Absatzzahlen zeigen eines recht deutlich: Das Coronavirus hat einen signifikanten Einfluss auf die Automobilindustrie. Die Absätze brechen dabei deutlich ein. Womöglich wird diese Tendenz auch im zweiten Quartal anhalten und sich für’s Erste sogar vielleicht verschärfen. Noch ist bei dieser Thematik schließlich kein Ende in Sicht.

Die Frage, ob die Bewertung all diese kurzfristigen Sorgenfelder widerspiegelt, dürfte jedoch jetzt die entscheidende sein. Und dazu wird es wohl mehr als einen legitimen Blickwinkel geben, wobei wir eine Sache nicht vergessen dürfen. Der Aktienkurs ist jedenfalls günstiger als noch vor einigen Wochen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW.



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