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BB Biotech, Softbank & Berkshire Hathaway: Wie bewertet man eine Beteiligungsgesellschaft?

Geschäftsmann mit Lupe untersucht Papier Bericht
Foto: Getty Images

Was haben Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2), BB Biotech (WKN: A0NFN3) und die Softbank (WKN: 891624) gemeinsam? Operativ eigentlich nicht so viel. Wenn wir die Geschäftsfelder der Biotechnologie, des Tech-Bereichs und der gesamten Wirtschaft mit Schwerpunkt auf die Versicherung sehen, liegen vermutlich Welten zwischen den drei Namen. Und dennoch existiert eine wesentliche Eigenschaft, die eint.

Alle drei Namen sind Beteiligungsgesellschaften. Und als solche investieren sie in Unternehmen und Beteiligungen und ermöglichen es auch ihren Investoren, vom Erfolg dieser Entscheidungen zu profitieren.

Aber, mal ganz einfach gefragt: Wie bewertet man eigentlich eine Beteiligungsgesellschaft? Eine spannende Frage, der wir uns im Folgenden etwas genauer widmen wollen.

Eine wesentliche Kennzahl

Zuallererst sollten wir hierbei vermutlich verstehen, dass viele Beteiligungsgesellschaften häufig ein schwankendes Zahlenwerk besitzen. Dadurch, dass sie teilweise quartalsweise auf die Wertschwankungen ihres Portfolios eingehen müssen, sind Gewinne und Ergebnisse häufig verzerrt. Das kennen wir effektiv auch von unserem eigenen Portfolio. Das erschwert die Analyse jedoch ungemein.

Eine wichtige Kennzahl ist und bleibt daher im Grunde genommen der innere Wert. Dieser wird jedoch von verschiedenen Beteiligungsgesellschaften anders herausgegeben: Für Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway ist der Buchwert eine viel genannte Kennzahl, bei der Softbank hingegen wird der Shareholder Value ausgewiesen. BB Biotech hingegen misst das Net Asset Value (kurz NAV).

Alle diese Kennzahlen haben jedoch eines gemeinsam: Ein Wert von unter 1 gemessen am Aktienkurs gilt häufig als günstig beziehungsweise als Discount am Portfolio. Entsprechend ist das ein Blickwinkel, den man bei der eigenen Analyse berücksichtigen kann.

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Die Kompetenz des Managements

Ein weiteres, eher weiches Bewertungskriterium ist zudem die Fähigkeit des Managements. Oder auch des Analysten- und Investitionsteams. Und das aus einem guten Grund: Hier werden schließlich die Investitionsentscheidungen getroffen, die über kurz oder lang für die Rendite entscheidend werden. Entsprechend sollten gerade die Verantwortlichen viel Aufmerksamkeit bekommen.

Aber wie bewertet man ein weiches Kriterium wie das Management? Erneut eine gute Frage, auf die es viele Antworten geben kann. Der Lebenslauf kann beispielsweise Antworten geben, ob hier reichlich Kompetenz vorhanden ist, sowie die grundlegende Erfahrung als Analyst oder Investor. Oder auch als Branchenkenner.

Ein zweites Merkmal kann außerdem die bisherige Performance sein, die ein Investor vorweisen kann. Erfahrung, Performance und zu guter Letzt der verfolgte Ansatz sind entsprechend wichtige Dinge, die es hier zu beurteilen gilt. Wobei ein weiches Kriterium natürlich selten in konkreten Zahlen messbar ist. Das erschwert hier so manche Analyse natürlich ein wenig.

Die Aussichten im Portfolio

Zu guter Letzt sollte natürlich generell der Ansatz und das Portfolio etwas näher inspiziert werden. Grundlegend kann man so beispielsweise erkennen, ob der Markt, in den eine Beteiligungsgesellschaft investiert, lukrativ ist. Oder womöglich eher ein Bereich, in den Stagnation eingekehrt ist.

Bei breiteren Beteiligungsgesellschaften bietet es sich jedoch eher an, die jeweiligen Positionen oder zumindest die Top-Holdings etwas näher in den Fokus zu rücken, um zu sehen, was hier im Endeffekt versucht wird. Generell kann es ratsam sein, zu wissen, in was eigentlich investiert wird. Auch, um die Chancen und Risiken des Portfolios genauer zu verstehen.

Eine Beteiligungsgesellschaft wird dabei im Endeffekt die Summe ihrer Teile sein, vor allem was die Rendite angeht. Der Ansatz und das Portfolio bieten entsprechend weitere Rückschlüsse, die für den Erfolg entscheidend sind.

Gar nicht so einfach

Die Analyse einer Beteiligungsgesellschaft ist daher gar nicht so einfach. Im Endeffekt existieren nur wenig Kennzahlen, aber viele weiche Kriterien. Das kann den Auswahlprozess natürlich etwas erschweren.

Allerdings sollte man auch bedenken, dass man hier nicht jedes Detail wissen muss. Letztlich vertraut man schließlich darauf, dass das Management langfristig die besten Entscheidungen trifft. Vertrauen und Management sind daher wichtige Aspekte, die hier zum Tragen kommen.

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Vincent besitzt Aktien von BB Biotech und Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short June 2020 $205 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).



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