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Sind Aktien von Coca-Cola und AT&T jetzt noch attraktive Rentenretter?

Mature couple doing some paperwork and calculations at home Aktien
Foto: Getty Images

Auch in Coronazeiten werden die Probleme von Altersvorsorgern nicht weniger. Noch immer droht die Rentenlücke bedeutend größer zu werden. Ein Börsencrash oder auch eine Korrektur an den Aktienmärkten führt dabei nicht zu einer veränderten Ausgangslage.

Wohl aber bei der Wahl der eigenen Aktien für die Rentenrettung: Durch das Coronavirus haben viele selbst zuverlässige Ausschütter ihre Dividenden gekürzt oder ausgesetzt. Das zeigt ein weiteres Mal, dass man bei der Auswahl für den Rentenkorb besondere Vorsicht walten lassen sollte.

Werfen wir in diesem Sinne heute einen Foolishen Blick auf die Anteilsscheine von Coca-Cola (WKN: 850663) und AT&T (WKN: A0HL9Z) und schauen einmal, ob hier auch in Nachcoronazeiten noch immer starke, zuverlässige Ausschütter warten.

Coca-Cola: Kleine Absatzprobleme, aber was bedeuten sie?

Eine erste Aktie, die grundsätzlich ein starker und historisch stabiler Ausschütter ist, ist zunächst die von Coca-Cola. Der US-Getränkekonzern mit der legendären Marke zahlt bereits seit über 100 Jahren stets eine Dividende aus. Die übrigens seit 58 Jahren in Folge mindestens einmal jährlich angehoben worden ist. Grundsätzlich eine Historie, die zeigt: Stabilität und Krisen können unter einen Hut gebracht werden.

Allerdings ist die aktuelle Zeit auch für Coca-Cola eine Herausforderung. Durch die Kontaktbeschränkungen und die Restriktionen im Alltag gibt es insbesondere im Geschäft mit Unternehmenskunden einen starken Rückgang. Speziell in Restaurants, Fast-Food-Ketten, bei Events und Festivals finden weniger Verkäufe statt. Das hat zwischenzeitlich zu einem Einschnitt beim Absatz von bis zu 25 % geführt. Und solange das Coronavirus die Märkte in Griff hält, wird das vermutlich auch so bleiben.

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Für Coca-Cola eine vom Grundsatz her schwierige Zeit, die allerdings auch eine Chance beinhaltet. Die derzeitigen Auszahlungen in Höhe von 0,41 US-Dollar pro Quartal entsprechen bei einem aktuellen Aktienkursniveau von 46,11 US-Dollar (08.05.2020, maßgeblich für alle Kurse) einer Dividendenrendite von starken 3,55 %.

Gemessen an einem 2019er-Gewinn je Aktie von 2,09 US-Dollar beträgt das Ausschüttungsverhältnis 78 %. Im ersten Quartal kam Coca-Cola übrigens auf ein Ergebnis je Aktie von 0,64 US-Dollar. Zumindest für den Moment scheint die Dividende daher sicher und jetzt preiswerter durch das Coronavirus. Womöglich sogar eine attraktive Chance für alle Ruheständler.

AT&T: Weiterhin stabiles operatives Geschäft?

Eine zweite Aktie, die ebenfalls über eine starke Dividende verfügt, ist die von AT&T. Der US-Telekommunikationskonzern zahlt seit über 35 Jahren eine stabile Ausschüttung an die Investoren aus. Seit über zehn Jahren ist der US-Konzern inzwischen ein Dividendenaristokrat.

Im wichtigen Telekommunikationsbereich ist AT&T dabei eine Macht. Neben Verizon Communications handelt es sich hierbei um einen der zwei großen Anbieter. Wobei jetzt durch die Deutsche Telekom möglicherweise etwas mehr Konkurrenz in den Markt kommt. Gleichzeitig dürfte das Coronavirus jedoch dazu führen, dass gleichsam mehr Menschen ihre Flimmerkisten länger einschalten. Das könnte im Bereich der Kabelanschlüsse zu einem moderaten Wachstum führen. Oder aber zumindest zu einer noch immer attraktiven Stagnation. Zumal der US-Konzern vor dem Eintritt in den Streaming-Markt steht.

Grundsätzlich spricht hier trotz Corona viel für weitere Stabilität bei der Dividende. Derzeit zahlt AT&T eine Quartalsdividende in Höhe von 0,52 US-Dollar aus, was bei einem aktuellen Aktienkurs von 29,79 US-Dollar einer Dividendenrendite von 6,98 % entsprechen würde. Grundsätzlich eine attraktive Ausschüttung, die mit einem Ausschüttungsverhältnis von 52 % gemessen am freien Cashflow sehr nachhaltig erscheint.

Ideale Rentenretter?

Die Aktien von AT&T und Coca-Cola sind keineswegs perfekt, keine Frage. Bei dem US-Getränkekonzern gibt es jetzt kurzfristige Probleme beim Absatz, AT&T hingegen hat mit Stagnation zu kämpfen. Dennoch sind die Geschäftsmodelle vergleichsweise stabil und resistent gegenüber den derzeitigen Einschränkungen. Das könnte interessant sein.

Durch niedrigere Aktienkurse sind die Dividendenrenditen jetzt allerdings vergleichsweise höher. Das könnte zu einer effizienteren Rentenrettung führen. Zumindest, wenn man die kleineren Unsicherheiten aushalten kann.

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Vincent besitzt Aktien von AT&T. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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