Diskussionen um Abwrackprämie: Die gigantische verspielte Chance

Lange Zeit gehörte es in der deutschen Autowelt zum guten Ton, sich über den Elektroautohersteller Tesla lustig zu machen. Ein besonders häufiger Grund für Häme waren die ständigen Verspätungen, mit denen der amerikanische Autobauer zu kämpfen hatte.
Bei der ganzen Schadenfreude scheint man sich aber einiges an schlechtem Karma eingefangen zu haben, denn die Elektroinitiativen der deutschen Hersteller waren bisher von einer peinlich langen Liste an grundlegenden Problemen geplagt. Darunter sind Rückrufe, Softwareprobleme, Lieferschwierigkeiten, furchtbare Effizienzwerte und auch Verspätungen.
In der Summe führt das zu einer aktuellen Situation, die schnell beschrieben ist: Kein einziger deutscher Hersteller hat derzeit ein attraktives Elektroauto auf dem Markt, das ein wirklich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Und das ist ein Trauerspiel, denn gerade jetzt könnten wir das so gut gebrauchen. Wären attraktive und bezahlbare Elektroautos (wie es wahrscheinlich VWs ID.3 sein wird) schon in relevanten Stückzahlen verfügbar, könnten wir nun für die sehr notwendige Ankurbelung der deutschen Wirtschaft mit relativ gutem Gewissen die Umweltprämie für Elektroautos noch einmal aufstocken, und so den Dammbruch bei der Nachfrage nach Elektroautos schaffen.
Die überfällige Flottenerneuerung würde einen großen Sprung machen, die deutschen Hersteller kämen besser durch die Krise und sie wären auch in einer besseren Position, auf ihrer Innovationsbahn aufzubauen. Aber diese Möglichkeit gibt es jetzt nicht, da die deutschen Autohersteller innovative Technologien zu lange belächelt haben, anstatt ernsthaft auf sie zu setzen. So stehen wir nun bei einer eventuellen erneuten Abwrackprämie vor der unschönen Frage: Helfen wir der Umwelt oder helfen wir der Wirtschaft?
Schauen wir uns die Top-Artikel von Fool.de der letzten Woche an!

Foto: The Motley Fool
Warren-Buffett-Indikator signalisiert Alarm: Droht jetzt ein zweiter, gigantischer Crash?!

Foto: Getty Images
250 Euro in ETFs oder 650 Euro unter das Kopfkissen: Das bringt über 20 Jahre mehr Vermögen

Foto: Getty Images
Diese Aktie trotzt dem Crash und steigt und steigt und steigt…

Foto: Getty Images
Keine Panik! Du kannst auch reich sein (oder werden!), wenn du weniger als 4.000 Euro verdienst
Nicht zittern – handeln! Der Bärenmarkt-Überlebensguide für Börsenkrisen
Der Aktienmarkt ist derzeit wieder höheren Risiken ausgesetzt. Droht vielleicht sogar ein Bärenmarkt? Vielleicht – aber steck jetzt bloß nicht den Kopf in den Sand!
Wenn die Märkte schwanken und die Nerven flattern – genau dann zählt es, wie du dich als Anleger verhältst. Unser Bärenmarkt-Überlebensguide zeigt dir in vier Schritten, wie du klug, ruhig und strategisch durch jede Korrektur kommst – und sie vielleicht sogar zu deiner größten Chance machst.
Jetzt lesen und vorbereitet sein, wenn andere in Panik verfallen!
Offenlegung: Marlon Bonazzi besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.
