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1.000.000.000 US-Dollar in wenigen Minuten verdienen? Warren Buffett ist wieder im Geschäft!

Nahaufnahme des weltbekannten Investors Warren Buffett
Foto: The Motley Fool

Wer möchte nicht gern eine Milliarde in wenigen Minuten verdienen? Zugegeben, in der Finanzbranche hört man häufiger mal davon, dass ein Hedgefonds eine Milliarde mit seinen Investmentaktivitäten eingestrichen hat.

Meistens bezieht sich dieser Ertrag aber auf einen längeren Zeitraum wie zum Beispiel einen Monat, ein Quartal oder ein ganzes Jahr. 

Am Ende ist auch entscheidend, wie groß der Kapitaleinsatz gewesen ist. Denn wer mit einem 10-Milliarden-Investment eine Milliarde erwirtschaftet, der hat am Ende gerade einmal 10 % verdient.

Hohe Renditen mit Finanzgeschäften?

Erst vor Kurzem hatte ich über ein spekulatives Geschäft des Pershing-Square-Hedgefonds-Managers Bill Ackman berichtet. Dieser hatte es mit Absicherungsgeschäften im Wert von 27 Mio. US-Dollar auf einen Wertzuwachs von 2,6 Mrd. US-Dollar in nur wenigen Wochen gebracht. 

Die Transaktion zur Absicherung seines Aktienportfolios während des Corona-Crashs führte immerhin zu einer sehr respektablen Rendite. So wären aus 1.000 Euro schnell mal 100.000 Euro geworden.

Besser könnte es jedoch dem Altmeister des Value-Investing gelungen sein. Er verdiente gleich eine ganze Milliarde in nur wenigen Minuten. Worum ging es genau?

Warren Buffett verdiente eine Milliarde in nur wenigen Minuten

Warren Buffett investierte vorbörslich zusammen mit dem Wagniskapitalarm von Salesforce (WKN: A0B87V) im Rahmen einer Privatplatzierung 500 Mio.US-Dollar in die Cloud-Datenplattform Snowflake (WKN: A2QB38).

Für weitere 320 Mio. US-Dollar soll Berkshire Hathaway zudem ein Aktienpaket der Alteigner von Snowflake erworben haben, sodass sich das gesamte Investment auf 570 Mio. US-Dollar belief.

Am 16. September 2020 war es dann so weit: Die Aktien des Cloud-Spezialisten kamen zu einem Preis von 120 US-Dollar an den Markt. Das hatten auch Warren Buffett’s Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) und Marc Benioff’s Salesforce bezahlt. 

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Wenige Minuten nach dem Börsenstart schoss die Snowflake-Aktie dann auf einen Tageshöchstkurs von 319 US-Dollar hoch, was zu einem Buchgewinn von fast einer Milliarde US-Dollar in nur wenigen Minuten entsprach.

Mit einer Marktkapitalisierung von über 30 Mrd. US-Dollar sowie Einnahmen aus dem Börsengang von 3,36 Mrd. US-Dollar war Snowflake sogar der größte Software-IPO aller Zeiten – was für ein Erfolg.

Damit ist das Kapitel noch nicht beendet, denn der Aktienkurs von Snowflake verlor im Laufe des Tages wieder etwas. Der Schlusskurs am 16.09.2020 belief sich auf 253,93 US-Dollar – ein Wertzuwachs von 111,6 %. Die Marktkapitalisierung von Snowflake hat sich seither auf über 60 Mrd. US-Dollar eingependelt (Stand: 2.10.2020).

Bedenkt man weiter, dass Snowflake in der letzten Finanzierungsrunde mit rund 12 Mrd. US-Dollar bewertet wurde, so zeigt es den starken Wertzuwachs aufgrund einer öffentlichen Notierung.

Erklärbar könnte dieser aufgrund der starken Nachfrage nach Cloud-Aktien sein. Diese betreiben häufig ein Software-as-a-Service basiertes Geschäftsmodell, bei dem Software-Leistungen wie Strom aus der Steckdose bezogen werden. Der Markt wächst gut und bekam zuletzt durch Corona weiteren Rückenwind – und das heizt die Nachfrage der Investoren an.

Einen positiven Einfluss dürfte auch der Prominenz-Faktor von Warren Buffett sowie Marc Benioff im Vorfeld des IPOs gehabt haben, der Investoren zusätzlich den Kopf verdreht hat.

Eine Milliarde in wenigen Minuten verdienen: Was lernen wir aus der Geschichte?

Die Möglichkeit, eine Milliarde in wenigen Minuten zu verdienen, bleibt wahrscheinlich ein Privileg der großen Investoren und Hedgefonds-Manager.

Dass auch Warren Buffett in die Kategorie der Software-Investoren mal einsteigt, hätten sich wahrscheinlich wenige seiner Anhänger erträumen lassen. Aber spätestens mit dem Apple-Investment hat er gezeigt, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. 

Wahrscheinlich ist die Investmentidee ohnehin nicht auf seinen Mist gewachsen. Verantwortlich hierfür könnten nämlich die beiden Investmentmanager Todd Combs oder Ted Wechsler gewesen sein.

Es ist schwer in Worte zu fassen, was ich von so einem Investment halten soll. Prinzipiell finde ich SaaS-Aktien gut. Weniger gut finde aber ich die Preise, die man für die Aktien bezahlt.

Auch wenn viele Experten bei Snowflake positiv gestimmt sind, so ist das Risiko für Fools sehr groß. Genügend Snowflake-Alternativen wurden bereits in anderen Artikeln aufgezeigt

Geringer könnte das Risiko aber bei einem Berkshire-Hathaway-Engagement sein, denn dort liegen bereits Apple- und Snowflake-Anteile mit guten Buchgewinnen. Zudem ist die Aktie deutlich günstiger zu haben. Dies sollte man als Fool stets im Hinterkopf behalten.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Salesforce und Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Salesforce.com. The Motley Fool empfiehlt Snowflake Inc und die folgenden Optionen: Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short December 2020 $210 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).



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