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3 Kriterien für die besten Dividendenaktien

Dividendenaktien passives Einkommen
Foto: Getty Images

In Dividendenaktien zu investieren klingt sehr verlockend. Immerhin kauft man Anteile an einem Unternehmen, das mit dem zur Verfügung gestellten Kapital arbeitet. Wenn das Unternehmen dabei erfolgreich ist, werden als Belohnung für die Aktionäre oftmals Dividenden ausgeschüttet. In Deutschland üblicherweise einmal im Jahr, während amerikanische Unternehmen auf Quartalsbasis Dividenden auszahlen.

Besonders rentabel ist das Leben als Einkommensinvestor, wenn man einen günstigen Einstandswert im Depot stehen hat. Mit jedem Jahr, das vergeht, steigt gleichzeitig die Dividendenrendite – vorausgesetzt, das Unternehmen erhöht regelmäßig seine Dividendenzahlungen. So kann man über einen längeren Zeitraum durchaus mit Dividendenaktien in den Genuss von zweistelligen Dividendenrenditen kommen.

Klingt traumhaft, oder? Nun, in der Theorie ist das einfach gesagt, aber wie so oft lauern in der Praxis einige Fallstricke. Gerade Börsenneulinge setzen bei der Suche nach den besten Dividendenaktien falsche Prioritäten. Das hat oft zur Folge, dass man auf vermeintliche Top-Aktien setzt, die sich dann als Rohrkrepierer herausstellen.

Wenn man langfristig etwas von den Aktien haben möchte, die für nachhaltige Dividenden im eigenen Depot sorgen sollen, sollte man drei Kriterien auf jeden Fall berücksichtigen.

#1 Kriterium: Die Dividendenhistorie

Zunächst ist es dazu wichtig, dass man genau prüft, wie lange das Unternehmen, in das man investieren möchte, bereits eine Dividende ausschüttet. Die Dividendenhistorie findet man bei Dividendenaktien oftmals auf der Investor-Relations-Seite des Unternehmens oder auf seriösen Quellen wie Morningstar.

Wichtig dabei ist auch, dass nicht nur die Tatsache einer Ausschüttung zählt, sondern auch, ob eine nachhaltige Kontinuität vorhanden ist. Im Idealfall zahlt das Unternehmen jedes Jahr eine Dividende und erhöht diese ebenfalls jährlich. Dividendenaktien, die sehr unregelmäßig eine Dividende ausschütten, tendieren dazu, das auch zukünftig zu tun.

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Dividendenaktien, die bereits seit 25 Jahren in Folge eine Dividende zahlen und diese jährlich erhöhen, bezeichnet man übrigens als Dividendenaristokraten. Sind es 50 Jahre in Folge, dann findet man diese Aktien im Kreis der Dividendenkönige.

#2 Kriterium: Die Ausschüttungsquote

Als Nächstes sollte in die Beurteilung einfließen, ob die ausgeschüttete Dividende nachhaltig ist. Damit ist gemeint, dass die gezahlte Dividende je Aktie niedriger ausfallen sollte als das Nettoergebnis je Anteilsschein.

Dividendenaktien, die trotzdem eine Dividende ausschütten, obwohl sie geringe oder gar keine Gewinne erwirtschaften, leben von der Substanz. Für die Ausschüttung werden dann oft Cash-Rücklagen verwendet oder sogar neue Schulden dafür aufgenommen.

Nachhaltig ist das nicht und kann auf Dauer das ganze Unternehmen in Schieflage bringen. Wie hoch die Ausschüttungsquote sein sollte, hängt vom Geschäftsmodell ab. Ich persönlich sehe gerne Werte rund um 50 %, da somit genug Raum für weiteres Dividendenwachstum vorhanden ist und ein guter Anteil am Gewinn zurückgelegt oder reinvestiert werden kann.

#3 Kriterium: Die Dividendenrendite

Dividendenaktien mit einer hohen Dividendenrendite stehen bei Anlegern hoch im Kurs. Die Logik ist klar: Mit einer hohen Dividendenrendite holt man seinen investierten Betrag schnell wieder rein und liegt danach automatisch in der Gewinnzone.

An dieser Stelle darf man sich nicht durch die Gier den Verstand vernebeln lassen. Meistens ist eine Dividendenrendite so hoch, weil der Kurs zuvor stark gefallen ist. Berechnet man dann die Dividendenrendite anhand der zuletzt ausgeschütteten Dividende, erhält man einen Wert aus der Vergangenheit. Die Zukunft schaut oft ganz anders aus und die Dividende wird gekürzt oder gestrichen. Und schon ist der Traum von der attraktiven Rendite dahin.

Fazit: Die besten Dividendenaktien finden

Gerade die Gefahr beim dritten Punkt zeigt, wie wichtig die ersten beiden Kriterien sein können, um die besten Dividendenaktien ausfindig zu machen. Die Grundvoraussetzung für dieses Vorgehen sollte sein, dass man das Geschäftsmodell des Unternehmens versteht.

Zum Glück sind Dividendenaktien vom Geschäftsmodell her einfacher zu verstehen als Technologieunternehmen, was die ganze Sache einfacher macht. Solide Ausschütter findet man oft im Bereich der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie.

Wenn man die drei vorgestellten Kriterien berücksichtigt, sollte man schon ein Stück näher daran sein, die besten Dividendenaktien zu finden. Und wer weiß, vielleicht entdeckt man dabei die Dividendenaristokraten oder -könige von morgen?

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