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TUI-Aktie mit 813,1 Mio. Euro Verlust

Bulle und Bär Aktien Bullenmarkt
Foto: Getty Images

Die TUI (WKN: TUAG00)-Aktie gehört bis jetzt zu den ganz großen Verlierern der Coronavirus-Pandemie. Ohne Staatshilfen, die sich mittlerweile auf etwa 4 Mrd. Euro summieren, gebe es den Konzern schon nicht mehr. Wenn überhaupt, wird es wahrscheinlich sehr viele Jahre dauern, bis sie wieder zurückgezahlt werden können.

In den letzten zwölf Monaten haben die Wertpapiere mehr als 47 % (10.02.2021) verloren und liegen somit weit hinter der Entwicklung des breiten Marktes. Langfristig sieht es ebenfalls nicht viel besser aus. So ist das Allzeithoch der TUI-Aktie aus dem Jahr 1999 bei 36,13 Euro sehr weit entfernt. Selbst Aktionäre, die bereits seit 1995 dabei sind, liegen heute immer noch im Minus.

TUI-Aktie mit hohem Quartalsverlust

Auch aktuell gibt die TUI-Aktie kein gutes Bild ab. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Umsatz im ersten Geschäftsquartal 2021 krisenbedingt um 87,8 % auf 468,1 Mio. Euro. Unter dem Strich stand, nach einem Minus in Höhe von 105,4 Mio. Euro im Vorjahresquartal, ein Verlust in Höhe von -813,1 Mio. Euro.

Von der Krise blieb kein Unternehmenssegment verschont. „Märkte & Airlines“ verbuchten mit einem operativen Ergebnis von -445,9 Mio. Euro den größten Verlust, gefolgt von den „Urlaubserlebnissen“ mit -226,6 Mio. Euro.


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Trotz aller Staatshilfen kann mit der aktuellen Liquidität (2,1 Mrd. Euro) die Nachfrageschwäche nur kurze Zeit überbrückt werden. Setzt bis Sommer 2021 keine Erholung ein, könnten neue Kredite nötig werden.

TUI-Aktie: Hoffnung auf schnelle Impfkampagnen

Derzeit stützt sich TUIs Perspektive auf sehr viel Hoffnung. So geht der Konzern ab Ostern 2021 von einer stärkeren Wiederbelebung seines Geschäfts aus und bis Sommer 2021 plant er wieder mit etwa 80 % des Vorkrisen-Buchungsniveaus.

Für den Sommer 2021 gibt es mit 2,8 Mio. Buchungen bereits erste Anzeichen einer Erholung, aber ob alle Reisen tatsächlich vollzogen werden können, ist noch offen. Aktuell stammen mit 1,5 Mio. die meisten Buchungen aus Großbritannien.

Aufgrund zahlreicher Impfprogramme ist eine Erholung denkbar, aber nicht garantiert. Erst wenn die meisten Länder mindestens zwei Drittel ihrer Bevölkerung geimpft haben und diese wirken, wird eine Rückkehr zu einem uneingeschränkten Reiseverkehr möglich sein. Dieser Prozess könnte sich allerdings noch über das gesamte Jahr 2021 hinziehen, denn der entsprechende Impfstoff muss zunächst produziert werden und ist oft Mangelware.

TUI rechnet bis zum dritten Quartal 2021 mit besseren Ergebnissen

TUI kann derzeit höhere Verkaufspreise erzielen. Sie liegen etwa 20 % über dem Niveau von 2019. Zudem baut der Konzern etwa 8.000 seiner Stellen ab und senkt so seine Kostenbasis deutlich. Sollte sich die Virussituation also bis Sommer 2021 tatsächlich verbessern, könnten TUIs Ergebnisse nachziehen.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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