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Weshalb sich der Trend zu Mischfonds als Irrweg erweisen könnte

FinTech-Aktie
Foto: Getty Images

Mischfonds sind bei deutschen Anlegern äußerst beliebt. Das durch die COVID-19-Pandemie geprägte Jahr war das neunte in Folge mit Zuflüssen. Die verwalteten Mittel stellen mehr als das 2,5-Fache der Assets under Management im Jahr 2010 dar. Durch ihre Diversifikation über Aktien und Anleihen adressieren sie die Angst der Investoren vor dem Aktienmarkt. Trotzdem muss man den deutschen Anlegern hier ein Kompliment machen. Sie setzen wesentlich stärker als ihre europäischen Kollegen auf Mischfonds, das erfolgt allerdings nicht auf Kosten der Aktienfonds. Stattdessen investieren sie wesentlich weniger über Renten- und Geldmarktfonds in Anleihen.

Dieser Markt für Anleihen steht allerdings vor erheblichen Problemen. Mehrere bekannte Investoren haben sich dazu bereits kritisch geäußert. Der bekannteste von ihnen ist wahrscheinlich Warren Buffett. Er sprach in seinem letzten Brief an die Investoren von einer düsteren Zukunft für Anleger von festverzinslichen Wertpapieren. Kommen die Anleihenmärkte unter Bedrängnis, haben auch die Mischfonds ein Problem.

Die Probleme der Länder

In den USA ist die Rendite von Staatsanleihen zuletzt ein großes Thema gewesen. Sie ist zuletzt auf fast 1,75 % gestiegen. Damit befindet man sich gerade wieder auf dem langjährigen Niveau nach der Finanzkrise und vor dem Ausbruch von Corona. In der längerfristigen Betrachtung sind die Renditen immer noch auf einen äußerst niedrigen Niveau, das noch nicht mal die Inflation ausgleicht. Die amerikanische Notenbank unternimmt mit niedrigen Leitzinsen und expansiven Anleihekäufen alles, um die Renditen auch weiterhin niedrig zu halten.

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In Deutschland ist die Situation sogar noch ein wenig verzwickter. Die Ratingagenturen geben dem Land die Bestnote AAA im Gegensatz zu den USA, denen sie nur ein AA+ zugestehen. Wobei die deutsche Schuldenbremse aufgrund der zahlreichen Hilfen und Konjunkturprogramme im letzten Jahr kurzfristig aufgegeben wurden, sollen die Staatsschulden in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2025 bei ca. 60 % liegen. Zum Vergleich, in den USA wird dann ein Wert von ca. 137 % erwartet. Aufgrund dieser hohen Sicherheit verlieren Anleger in deutsche Staatsanleihen heute garantiert Geld.

Weshalb die Anlageklasse gefährlich für Mischfonds ist

Mit Anleihen lässt sich heute kein Geld mehr verdienen. Die Kurssteigerungen der letzten Jahre durch fallende Renditen sind nicht wiederholbar. Viele Länder sind aufgrund eines weiter wachsenden Schuldenbergs auf niedrige Zinsen angewiesen. Sollten die Zinsen trotzdem irgendwann steigen, ist das mit Kursverlusten der Anleger verbunden.

Möchten Anleiheinvestoren ihre mickrigen Renditen steigern, müssen sie die Festzinspapiere von zweifelhaften Schuldnern kaufen. Hier kann man allerdings die Uhr danach stellen, dass es irgendwann zu ersten Ausfällen kommen könnte.

Aktuell sehe ich keine Möglichkeit, mit Anleihen Geld zu verdienen und wie diese ein Aktienportfolio stabilisieren sollen. Vielmehr könnten die Anleihen selbst zum Problem werden. Daher meide ich die Anlageklasse komplett und würde daher auch nicht in einen Mischfonds investieren.

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