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Reicht ein passives Einkommen von 2.500 Euro für den Ruhestand?

Dividenden als Zusatzrente Altersvorsorge
Foto: Getty Images

Wer ein passives Einkommen in Höhe von 2.500 Euro für den Ruhestand erwartet, der kann sich formal betrachtet zu den glücklicheren Altersversorgern zählen. Mit Blick auf die derzeitigen Rentenniveaus und einige ältere Mitmenschen, die sogar Grundsicherung beziehen müssen, erscheint ein solches Niveau überaus bequem.

Natürlich ist es ein aufwendiger Prozess, ein passives Einkommen von 2.500 Euro für den Ruhestand zu bekommen. Wenn wir beispielsweise von einer Rendite oder Entnahme von 4,5 % pro Jahr ausgehen, so benötigt man ein Vermögen von ca. 666.666 Euro, um solche Einkünfte erzielen zu können. Das heißt, als Sparer und Vorsorger sollte man möglichst frühzeitig mit dem Aufbau beginnen.

Eine womöglich spannendere Frage ist jedoch: Reichen 2.500 Euro, um im Alter bequem über die Runden zu kommen? Die Antwort ist natürlich relativ und von deinen eigenen Verhältnissen und Zielen abhängig. Aber eben auch von einigen anderen wesentlichen Faktoren.

2.500 Euro passives Einkommen für den Ruhestand: Genug?

Grundsätzlich haben wir bereits festgestellt: Ja, ein passives Einkommen von 2.500 Euro pro Monat sind überaus bequem. Egal ob man mit Rente und Aktien solche Einkünfte erzielt, oder aber zusätzlich zu den gesetzlichen Einkünften: Ein bequemes Leben könnte damit derzeit möglich sein. Kein Luxusleben, wohlgemerkt, aber immerhin eines, in der im Alter einige Dinge und Aktivitäten möglich sind. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt.


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Das, was man mit Blick auf eine solche erreichte Messlatte nämlich berücksichtigen sollte, sind die Wertveränderungen über längere Zeiträume hinweg. Inflation ist im Moment beispielsweise ein Thema, jedoch eigentlich ein vollkommen normaler Prozess. Wenn wir diese jedoch berücksichtigen, so könnte sich über längere Zeit ein gänzlich anderes Bild abzeichnen.

Ein passives Einkommen von derzeit 2.500 Euro, das für den Ruhestand reichen soll, besitzt bei einer Inflationsrate von 2 % in zehn Jahren effektiv noch eine Kaufkraft von 2.042 Euro, in 20 Jahren hingegen von lediglich 1.670 Euro. Das zeigt zwar, dass man womöglich immer noch überdurchschnittlich versorgt ist. Aber auch, dass ein normaler Kaufkraftverlust ein Problem darstellt. Zumindest, wenn man nicht kompensatorisch entgegenwirkt.

Wachstum bei den eigenen Einkünften

Die Frage ist daher eigentlich nicht, ob ein passives Einkommen von 2.500 Euro für den Ruhestand ausreicht, sondern zu welchem Zeitpunkt. Jetzt, so dürften die meisten wohl geneigt sein zu sagen, handelt es sich hierbei um einen bedeutenden Betrag, der ein bequemes Leben im Alter ermöglichen kann. In einigen Jahren und Jahrzehnten könnte die Bewertung jedoch deutlich anders ausfallen.

Auch deshalb ist es so wichtig, eine Kompensation zu erreichen. Oder aber ein moderates Wachstum. Wer sein passives Einkommen beispielsweise mit Dividendenaktien bestreitet, der sollte auf ein solides Dividendenwachstum achten. Wer hingegen auf einen allgemeinen Vermögensaufbau setzt und mit Entsparen das Einkommen generiert, sollte auf eine Rendite achten, die ein Entsparen und ein Anpassen um das Inflationsniveau ermöglichen kann. So kannst du möglicherweise besser und bequemer und vor allem flexibler finanziell deinen Ruhestand planen.

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