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Ist Gold derzeit unterbewertet?

Gold
Foto: Kinross

Während die Aktienmärkte in den USA und Europa in den vergangenen Monaten eine starke Rendite verzeichnen konnten, lässt die Entwicklung des wertvollen Edelmetalls Gold zu wünschen übrig. Denn auf Sicht von einem Jahr liegt die Rendite in der US-Dollar-Notierung mit -14,82 % klar hinter der Entwicklung der Aktienmärkte zurück.

Doch es gibt kaum eine Anlageform, die Anleger so spaltet wie das Gold. Das liegt unter anderem daran, dass Gold keine regelmäßigen Ausschüttungen verbrieft, wie dies bei Aktien und ETFs der Fall ist. Nichtsdestotrotz verfügt der Goldpreis über Jahrhunderte hinweg über eine Wertbeständigkeit. Wenn man bedenkt, dass die Inflation derzeit auf einem hohen Niveau liegt und die Geldmenge stetig steigt, könnte eine Investition in Gold aussichtsreich sein.

Inflation als Kurstreiber?

Während die Inflation in den USA zwischen August 2020 und Januar 2021 in einem stabilen Rahmen zwischen 1,2 und 1,4 % lag, stieg diese im Juni 2021 auf 5 % und im Juli 2021 bereits auf 5,4 % an. Wenn man beispielsweise 1.000 Euro zur Verfügung hat, kann man damit im Jahr 2021 deutlich weniger Güter und Dienstleistungen erwerben, als dies noch 2019 der Fall war.

Ein Grund für den Anstieg der Inflation liegt in der stark gestiegenen Geldmenge. Dieses Kapital wurde von Notenbanken im Rahmen der Corona-Krise in die Finanzmärkte gepumpt, um einen Kollaps zu verhindern. Zur Vereinfachung könnte man sich den Zusammenhang wie folgt vorstellen: Wenn sämtliche Unternehmen, Immobilien und Güter wie Edelmetalle annähernd konstant im Preis bleiben und die Geldmenge verdoppelt wird, muss der Wert des Geldes zwangsläufig sinken.


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Keine Frage, wenn du über hohe Bargeldbestände verfügst, ist eine Inflation von 5 % noch nicht existenzbedrohend. Dennoch sollte man sich Gedanken darüber machen, was man mit dem Kapital macht, wenn die Inflation weiter ansteigt. Eine Möglichkeit wäre der Erwerb von Edelmetallen wie Gold oder Silber. Denn anders als bei Währungen lässt sich die Menge an Gold nicht beliebig steigern. Somit sollte das verfügbare Gold stets einen gewissen Wert haben. Da jedoch Gold über keine Wertschöpfung wie ein Unternehmen verfügt, bleibt der Wert des Goldes annähernd konstant. Wenn nun beispielsweise der Wert des Euros durch die Inflation sinkt, sollte der Wert einer Goldmünze noch konstant sein. Dieser könnte jedoch dann bei 1.100 Euro anstatt von 1.000 Euro liegen.

Fazit

Aus meiner Sicht sollte jedes Portfolio einen gewissen Anteil an Gold aufweisen. Dies macht schon aus Gründen der Portfoliodiversifikation Sinn, da die Renditen zwischen Aktien und Gold oftmals negativ korreliert sind. Das heißt, das der Goldpreis oftmals fällt, wenn Aktien steigen, und vice versa. Dadurch könnte man die Volatilität des Portfolios reduzieren.

Dennoch sollte der Goldanteil im Portfolio nicht zu hoch sein, da dies langfristig zulasten der Rendite gehen könnte. Wie hoch man als Anleger den Anteil wählt, hängt natürlich von der persönlichen Renditeerwartung und Risikobereitschaft ab. Für mich erachte ich einen Anteil zwischen 5 und 10 % als goldrichtig.

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