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Dividende der neue Zins? „Unfug!“

Dividendenaktien passives Einkommen
Foto: Getty Images

Die Dividende ist der neue Zins? In einer Welt mit aufkeimender Börseneuphorie könnte das ein Credo sein, das kurz- und mittelfristig wieder aufblüht. Unterm Strich, so könnte man meinen, könnte das eine plausible Sichtweise sein.

Es gibt schließlich besonders starke und zuverlässige Dividendenaktien. Dividendenaristokraten und königliche Ausschütter können vielleicht eine Dividende liefern, die ein neuer Zins sein kann. Wobei man sich als Investor möglicherweise sogar über mehr freuen kann. Sie sind schließlich nur ein Teil der Rendite, die man erwarten darf.

Im Endeffekt bin ich jedoch auch der Meinung, dass die Dividende nicht der neue Zins ist. Ein Börsenexperte hat sich jetzt ebenfalls gegen diese These ausgesprochen und spricht davon, dass es sich bei einer solche Position sogar um Unfug handele. Riskieren wir einen Blick darauf, was man zu dieser Einschätzung wissen sollte.

Dividende der neue Zins? Unfug!

Genauer gesagt handelt es sich um Gerald Massenbauer, der sich in einer schweizerischen Zeitung zur aktuellen Marktlage geäußert hat. Sowie einen Einblick darin gegeben hat, worin er persönlich investiert. Sein Ansatz ist mit Sicherheit streitbar, zumal er im Moment auf Rohstoffen basiert. Allerdings soll das heute nicht weiter unser Thema sein, sondern seine Einschätzung zur Dividende.


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Auch Massenbauer verweist darauf, dass es Aussagen in der Finanzindustrie gebe, wonach die Dividende der neue Zins sei. Seiner Ansicht nach sei das grober Unfug. Vor allem, weil eine Dividende jederzeit ausgesetzt werden kann. Ein wichtiges Merkmal: Es gibt keine Garantie, keinen Vertrag, kein gar nichts. Im Endeffekt muss man als Investor erahnen, wo in Zukunft weiteres Potenzial für Ausschüttungen lauert.

In der Quintessenz beschreibt das ein großes Risiko. Aber es gehört für mich noch bedeutend mehr dazu. Auch Wertschwankungen der Aktie müssen berücksichtigt werden, wenn wir dieses Credo der Dividende als neuer Zins würdigen. Bei Zinszahlungen ist früher auch eine positive Rendite bei kurzen Anlagehorizonten möglich gewesen. Bei Aktien kann in einzelnen Jahren eine Menge mehr passieren.

Außerdem sind bei Dividendenaktien die „Konditionen“ nicht so einfach. Es gilt hier nicht, ein Angebot zu inspizieren. Nein, sondern eine Aktie und ein Unternehmen zu bewerten, was deutlich mehr Aufwand erfordert. Auch das zeigt, dass die Dividende eben nicht der neue Zins ist und dieses Credo falsche Erwartungshaltungen fördert.

Sei vorsichtig!

Wenn du daher neu an der Börse bist, solltest du vorsichtig sein, wenn es heißt: Die Dividende ist der neue Zins. Sie kann möglicherweise über viele Jahre, idealerweise Jahrzehnte, einen Ausgleich schaffen. Aber es gibt viele Unterschiede, was den Ansatz, das Risiko und selbst die Rendite angeht. Als Investor solltest du diese Unterschiede entsprechend und richtig einschätzen.

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